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03.07.2006 12:54:27 PM - Eintrag: 1
Hallo und wilkommen zum Africa-Journal von Ima. Nachdem Ima alias Irmgard bereits verschieden Bereiche von West-Afrika erkundschaftet hat, beschloss Sie sich nun einmal für einen längeren Aufenthalt in dieser Region. Dieses Bild stammt von einem vorjährigen Besuch im Niger. (gepostet von Nicolas)  
03.07.2006 01:00:36 PM - Eintrag: 2
  Unterwegs mit den Tuaregs und Kamelen hat IMA auch bereits die Wüsten Malis bereist. Die Liebe zu Kamelen und auch die Faszination der Anpassungsfähigkeit dieser Überlebenskünstler bleibt wohl für immer erhalten. Wie könnte man sich auch diesem arroganten, überheblichen Blick dieser Tiere entziehen? (gepostet von Nicolas)
03.07.2006 01:13:16 PM - Eintrag: 4
Die letzten Entdeckungsreisen führten IMA an die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), wo sie sich für Hilfprojekten engagierte. Bei der Mutter Theresa Stiftung und bei Lotti Latrous in Abidjan bekam sie einen konkreten Eindruck wie die Situation ist, was Entwicklungshilfe in der Praxis heisst. (gepostet von Nicolas)  
03.07.2006 01:21:21 PM - Eintrag: 5
Es war noch früh am Morgen (4:30) als wir Irmgard nach Basel an den Flughafen begleiteten. Jedoch nicht zu früh für ein Foto... (gepostet von Nicolas)  
03.07.2006 01:25:47 PM - Eintrag: 7
  IMA frisch und munter mit Sack und Pack am Flughafen in Basel. (gepostet von nic)
03.07.2006 01:30:39 PM - Eintrag: 8
Ein direkter, und doch unschuldiger Blickkontakt mit dem Beamten der wohl aussagen soll "Ich habe nichts zu verstecken, ausser ein gewaltiges Übergewicht im Handgepäck". Wieviel? Hm, ca. 20 Kilo...

IMA ist am 1. Juli nach Cotonou in Benin abgereist. Ohne weitere Zwischenfälle (Verspätungen zählen natürlich nicht) ist sie nun bereits wohlerhalten am Ziel angekommen. Wir sind extrem gespannt auf ihre ersten Berichte und Eindrücke. (gepostet von Nicolas)
 
14.07.2006 08:22:23 AM - Eintrag: 9
ONG

Mein Chef Idrissou Bada ist sehr nett. 31jährig. Eine hübsche Frau und zwei allerliebste kleine Mädchen von 6 und anderthalb Jahren. Er arbeitet Tag und Nacht, kommt mit ca 4 Stunden Schlaf aus.
Das ONG hat er selber gegründet mit ein wenig Geld von Besuchern aus dem Tourismus Gebiet. Das ONG gibt es seit 2002. In diesen 4 Jahren hat er an 21 verschiedenen Orten übers ganze Land verteilt Stützpunkte kleinen Formats eingerichtet. Meistens in ganz kleinen Dörfern die wenig Kontakte haben und wo es auch keine Ärzte, oder Krankenschwestern oder Hebammen gibt. Das Hilfswerk hilt vor allem Menschen bei der Geburt oder bei Krankheiten bei denen aus verschiedenen Gründen kein Spital aufgesucht werden kann.
Die Einrichtungen sind sehr primitiv. Es gibt nicht einmal Elektrizität und auch kein Wasser. Im einen Fall muss dies 15 km weiter im nächsten Dorf geholt werden. Sofern jemand ausser der Hebamme bei der Geburt dabei ist, muss diese Person mit der Taschenlampe zünden. Diese Dienstleistungen kann Idrissou nur Dank den VoluntärInnen die von ganz Europa, Kanada und den USA kommen, erbringen.
14.07.2006 08:36:35 AM - Eintrag: 10
Diese Einsätze erfolgen nahtlos. Das heisst die Einen gehen, und die Nächsten kommen am nächsten Tag. Das erfordert einen enormen Einsatz von allen Beteiligten, da die Frauen am Anfang noch ziemlich unsicher sind.
Dann gibt es auch junge Lehrerinnen und Lehrer die Schuldienst gratis machen an Orten, wo die Regierung vergessen hat, dass dort auch Leute leben.
Er hat mich z.B. gestern auf eine Familie aufmerksam gemacht, die den ganzen Tag Granitstücke klein hämmern. Von der Grossmutter bis zum kleinsten Kind sind sie alle mit dieser schweren Arbeit beschäftigt. Er hat den Staat um Hilfe gebeten, man möge diesen Leuten doch bitte Handschuhe, Brillen und richtiges Werkzeug geben. Es sind viele Leute damit beschäftigt. Häufig gibt es Unfälle; z.B. Steinsplitter die ins Auge spicken. Es wären nur kleine Beträge, aber seit 3 Monaten wartet er auf Antwort.
Gestern habe ich ihm unser Spitex System erklärt. Gerne möchten wir dies für die AIDS-Kranken einrichten: Die Kranken bleiben zu Hause und eine Krankenschwester geht nach dem Moto "auf Krankenbesuch". Idrissou findet das eine geniale Idee. Hier fährt alles und jeder Moto oder Moped. Meistens allerdings ganz Familien mit Babys.
14.07.2006 08:38:37 AM - Eintrag: 11
Wohnung

Ca. 150 m2, schöne Aussicht auf's Meer vom Balkon und der riesigen Dachterasse. Wasser hat es auch, aber nur kaltes. Aber daran gewöhnt man sich. Kopfwaschen mit kaltem Wasser ist schon hart.
Die Nachbarn sind eine Deutsche, verheiratet mit einem Mann aus Cote d'Ivoire und ein kleines Mädchen von 3 Jahren. Die andern Leute kenne ich nicht. Es gibt auch einen Nachtwächter, aber das nützt wahrscheinlich nicht sehr viel.
15.07.2006 01:40:05 PM - Eintrag: 12
Am Montag Morgen kommt mein Container und ich werde endlich meine Kleider und Möbel zu meiner Verfügung haben. Bis jetzt hatte ich einen viel zu warmen Jeans-Anzug und kaufte mir deshalb eine Ghandura. Mit der mitgebrachten Küche wird es allerdings noch ein paar Probleme geben, da die Spannung 380 / 220 nicht stimmt und dort wo die Küche hinkäme bereits einzementierte Möbel sind. Dies allerdings ohne Kochherd, Backofen und ohne Kühlschrank den ich hier dringend brauche. Wegen der Hitze kann ich keine Esswaren angefangen auch nur einen Tag aufbewahren. Der Container war meine erste grosse Geduldsprobe, vorallem, da der Transitair immer wollte, dass das ONG beim Aushandeln der Preise präsent war. Unzählige Dokumente waren notwendig? dabei kostet der Container jeden Tag wo er länger im Hafen liegt eine Unsumme Geld. Meine weisse Haut durfte dort am Hafen nicht erscheinen. Bei weisser Haut wird der Preis gleich mindestens vervierfacht. Das ist hier wirklich ein Problem, vorallem weil ich gerne selber handeln würde. 14 Tage mit nur einer Matratze, ohne Stuhl und ohne Tisch und ohne etwas, ist für mich schon eine Herausforderung nach dem Luxus zu Hause.
23.07.2006 10:35:50 PM - Eintrag: 14
  Hier ist mein neues Zuhause. Ein Block mit sechs grosszügigen Wohnungen. Das Quartier ist neu und es entstehen rundum alles neue Gebäude. 17 Tage in einer leeren Wohnung zu hausen war eine ziemliche Herausforderung an meine Geduld. Auch hatte ich ausser einem Jeansanzug nichts zum Anziehen. Zweiseinhalb Wochen hat es gedauert bis endlich der Container zum ONG geliefert wurde. Die Zöllner und die Polizei kamen zusammen zum ONG. Diese Koordination hat etwas gedauert.Sie rissen dann auch wirklich jedes einzelne Paket auf: Alles musste aus dem Container geladen werden und nachher wieder beladen um zu meinem Domizil zu fahren. Dies nachts um 03.00 Uhr. Der Camion blieb im Sand stecken. Es dauerte ca. eine Stunde bis wir ein langes Brett gefunden hatten und der Camion endlich wieder Boden fasste.
23.07.2006 10:49:50 PM - Eintrag: 15
  Blick vom Balkon auf die Nachbarschaft. Hier sind auch die Einfamilienhäuser zwei bis dreigeschossig. Die Grundstücke haben alle gleich viel m2: Eine Bauordnung gibt es nicht. Jeder kann bis an die Grenze bauen. In diesem Fall werden die Häuser einfach zusammen "geklebt", die Fenster zugemauert. Es gibt eine maximale Ausnutzung: Rund ums Haus hat es in jedem Fall eine Mauer.
23.07.2006 11:06:31 PM - Eintrag: 16
Ich weiss nicht genau wieso die Bilder so riesig werden (Bemerkung von Nicolas: Mein Fehler, ist behoben: Sie werden jetzt automatisch zugeschnitten...). Bin völlig überfordert mit dieser ganzen Technik. Ich glaubte hier in Afrika hätte das endlich ein Ende, aber nein es wird alles noch schwieriger. Nicht mal mehr ein eigenes ADSL. Tastaturen bei denen die Buchstaben an andern Orten zu suchen sind. Macht alles gar kein Spass: Zum dritten Mal gebe ich jetz den gleichen Text ein. Mir fehlen die Worte.   Hier die Aussicht auf meine Nachbarschaft. Alle sind sehr freundlich mit der YOWO (Weisse), an der Côte d'Ivoire war es noch la Blanche!

Endlich habe ich meinen Container erhalten. Es war eine ziemliche Übung mit unendlich vielen Stempeln. Poloizei und Zöllner kamen selbst an Ort, als sie sahen wieviele neuen Sachen im Container waren, wollten sie mehr Geld. AN ONG schickt man nur alte Sachen.
23.07.2006 11:13:28 PM - Eintrag: 17
Es braucht hier alles unendlich Geduld. Ich weiss nicht ob man das wirklich lernen kann, ohne sich selbst untreu zu werden. Und sobald sie weisse Haut sehen, vervielfacht sich der Preis. Zweieinhalb Wochen in einer leeren Wohnung zu leben ist sicher einmalig. Ich glaube ich werde noch ganz bescheiden. Umso erfreulicher, wenn dann plötzlich eine ganz Wohnung anreist.
23.07.2006 11:26:22 PM - Eintrag: 18
  Vom Dach habe ich eine Panorama Aussicht aufs Meer. Natürlich konnte ich es nicht lassen, Grundstücke anzusehen. Eind Grundstück in Meeresnähe kostet hier ca. ca- 9000 bis 12'000 Euro, ca. 500 m2. Aber zuerst muss ich mich hier besser einleben, ich weiss nicht ob ich diese langsame Administration, die Ausnützerei der Weissen auf die Länge wirklich ertrage. Jeder Botengang, und sei es nur zur Bank, ist unendlich. Das Geld wollten sie mir erst einen Tag nach Ankunft ûbergeben.
23.07.2006 11:41:32 PM - Eintrag: 19
  Das ONG hat 21 verschiedene Sitz übers ganz Land verteilt. Es ist also vorallem dort, wo keine ONG's angesiedelt sind. Es handelt sich durchwegs um winzige Dörfer, die in unglaublicher Armut leben. Kinderarbeit ist hier kein Fremdwort sondern Alltag. Hier hämmern ganze Familien Granit zu kleinen Stückchen, ohne Brille oder Handschuhe. Der Verdienst ist minimal. Die Leute können sich kaum ernähren. Wie überall gibt es auch hier in der Stadt bessere Verdienstmöglichkeiten.
20.08.2006 03:29:32 PM - Eintrag: 27
  Eröffnungsfeierlichkeiten des Waisenhauses ?Un enfant ? une vie? in Tokpa Domé 1 Tokpa Domé Tokpa Domé steht als Namen einer Region zu der ca. 13 Dörfer gehören. Es zählt ca 11'000 Einwohner. Die Gegend war früher reich an Kulturen. Viehaufzucht und Fischerei sind die Haupteinnahmen dieser Bevölkerung. Die Region ist heute aus verschiedenen Gründen völlig verarmt. In dieser typisch afrikanischen Landschaft, 55 km nördlich von Cotonou, haben wir am letzten Samstag unter grosser Beteiligung der Öffentlichkeit das Waisenhaus ?Un enfant ? une vie? eingeweiht.. Ein Waisenhaus in dieser Region entspricht einem dringenden Bedürfnis. Viele Leute sterben an Aids und anderen, unbekannten Krankheiten. Auch ist die Sterblichkeit von Müttern bei der Geburt ihrer Kinder leider noch immer keine Seltenheit. Bei Scheidungen werden die Kinder oft von beiden Partnern im Stich gelassen, häufig weil der neue Partner die Kinder des Vorgängers nicht akzeptiert.
20.08.2006 03:32:48 PM - Eintrag: 28
  2 Publikum Über 400 Kinder und ca. 650 Erwachsene nahmen an der Feier teil.
20.08.2006 03:36:18 PM - Eintrag: 29
  3 Ehrengäste Von links nach rechts: Chef du village, rechts neben mir der Geshundheitsminister, daneben der Präsident des ONG?s Aide et Solidarité mit seiner Frau. Die Ehrengäste durften auf Plüschsofas Platz nehmen. Ich wurde offiziell als Marraine des Waisenhauses vorgestellt. Zur Ehre gehörte auch ein Referat zu halten. Diese waren zum Teil, je nach Wichtigkeit des Referenten unendlich lang.
20.08.2006 03:40:18 PM - Eintrag: 30
  4 Musiker Hier ist alles improvisiert, auch die Musikinstrumente. Erstaunlich finde ich immer wieder, was für Musik auf solchen Instrumenten hervorgebracht wird. Ohne Musik läuft hier gar nichts. Musik ist hier fast wichtiger als Essen
20.08.2006 03:42:54 PM - Eintrag: 31
  5 Tänzerinnen Von Jung bis Alt schwingt hier alles das Tanzbein. Jede Gelegenheit zum Tanzen wird wahrgenommen.
20.08.2006 03:45:30 PM - Eintrag: 32
  6 Tanz der Kinder Ihre Tänze wirken schon unglaublich professionell. Rhythmus ist im Blut.
20.08.2006 03:47:50 PM - Eintrag: 33
  7 Referat des Präsidenten Der die Gelegenheit wahrnimmt auch über sein vor 4 Jahren gegründetes ONG (Organisation non gouvernemental) zu berichten. Aide et Solidarité ist in 21 Ortschaften über das Land verteilt mit kleinen Nothilfe- und oder Gebärstationen präsent. Es ist das einzige und erste Waisenhaus dieses Hilfswerks.
20.08.2006 03:51:21 PM - Eintrag: 34
  8 Referat des Dorfältesten Verstanden habe ich gar nichts, weil er im hiesigen Fon Dialekt sprach. Der Chef du Village bemühte sich allerdings sehr mir das Wichtigste zu übersetzen.
20.08.2006 03:54:00 PM - Eintrag: 35
  9 Discours der Dorffrauen und Männer Sie wiesen auf die Wichtigkeit dieses Waisenhauses aber auch auf die Eigenverantwortung der Eltern hin. Sie versprachen Unterstützung der Bevölkerung durch Arbeit jeglicher Art, falls Bedarf bestünde.
20.08.2006 03:56:38 PM - Eintrag: 36
  9A Kindertheater und weitere Vorträge
20.08.2006 03:59:30 PM - Eintrag: 37
  10 Coupure ruban Hier wird ganz besonders auf Traditionen und Rituale geachtet. Das Band am Eingang zum Waisenhaus wird durchschnitten und die Gäste eingeladen das Waisenhaus zu besichtigen.
20.08.2006 04:01:18 PM - Eintrag: 38
  11 Das Waisenhaus besteht aus einem Schlafsaal für Mädchen und einem für Knaben. Einem grossen Esssaal, einem Klassenzimmer, einer Vorratskammer und einem winzigen Empfangsbüro. Das Waisenhaus wurde renoviert und erhielt am Tag vor der Einweihung noch schnell einen neuen Farbanstrich. Die Farbe war noch leicht feucht. Allerdings fehlte noch jegliche Einrichtung. Die eiligst herbeigeschafften Bastmatten sind alles was zum Schlafen vorhanden ist. Ich liess Schaumgummimatten zuschneiden und mit einem hübschen Stoff beziehen. Der kalte Zementboden ist zwar tagsüber angenehm kühl aber in der Nacht leider auch. Auch hier kühlt es manchmal zur Regenzeit stark ab. Allerdings erklärt man mir, dass die Kinder zu Hause auch keine Kautschukmatten hätten. Die Kinder haben zur Zeit weder Tische noch Stühle. Das sei doch normal, die könnten auch am Boden essen. Zum Glück habe ich sehr viele Spielsachen mitgebracht. Sonst wäre es hier sehr leer. Für das Fernsehen gibt es im Innern nicht viel zum Vorzeigen. Vis à vis vom Waisenhaus gibt es eine einfache Kochstelle und einen Waschsaal.
20.08.2006 04:03:58 PM - Eintrag: 39
  12 Die Kinder sind bis zu diesem Zeitpunkt noch bei ihren Tanten und Grossmüttern untergebracht. Einige haben auch noch einen Elternteil. Häufig haben diese Kinder nicht mal einen Geburtsschein. Oft kann nicht mal das Geburtsjahr ermittelt werden. Die Kinder sind zum Teil in sehr vernachlässigtem Zustand. Physisch wie psychisch. Die Kleine rechts neben mir heisst Nabiliat und ist die Tochter des Präsidenten. Wir haben uns auf Anhieb ins Herz geschlossen. Die anderen Kinder sind zum Teil recht schüchtern und sehr verunsichert. Auch wenn ihre Familienverhältnisse oft katastrophal waren, wurden sie doch aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen.
20.08.2006 04:07:08 PM - Eintrag: 40
  13 Die Waisenkinder am ersten Tag Hier werden die Kinder nicht sehr ernst genommen. Sie haben keine Rechte. So wurden die Kinder am Tag der Einlieferung, 7. August 2006, nicht vorher darüber informiert, dass sie in ein Waisenhaus kommen und nicht mehr an ihrem angestammten Platz verbleiben können. Die Verunsicherung war gross. Zudem sprechen sie praktisch ausnahmslos kein Französisch sondern den afrikanischen Fon Dialekt, der zu 90 % im Land verbreitet ist. Unsere 25 Kinder sind zwischen zweieinhalb, das Jüngste und acht Jahren. 18 Knaben und 7 Mädchen. Geplant ist ab Oktober eine eigene Schule. Hier werden die Kinder schon ab vier Jahren eingeschult. Es stört aber überhaupt nicht, wenn Vierjährige mit Achtjährigen in einer Klasse sitzen. Bei den Erwachsenen gibt es über 70 % der Frauen und 55 % der Männer, die Analphabeten sind. Im Moment werden die Kinder von vier Volontärinnen aus Frankreich, einer ?Mutter? einer Köchin, einer Waschfrau und einer jungen Assistenzmutter betreut. Der ?Direktor? ist 21jährig und nimmt so was wie eine Vaterfigur ein. Erstaunlich ist, dass die Kinder ihn trotz seiner Jugend als Autoritätsperson akzeptieren. Gegen sein Wort hat das der Frauen kein Gewicht.
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