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03.07.2006 12:54:27 PM - Eintrag: 1
Hallo und wilkommen zum Africa-Journal von Ima. Nachdem Ima alias Irmgard bereits verschieden Bereiche von West-Afrika erkundschaftet hat, beschloss Sie sich nun einmal für einen längeren Aufenthalt in dieser Region. Dieses Bild stammt von einem vorjährigen Besuch im Niger. (gepostet von Nicolas)  
03.07.2006 01:00:36 PM - Eintrag: 2
  Unterwegs mit den Tuaregs und Kamelen hat IMA auch bereits die Wüsten Malis bereist. Die Liebe zu Kamelen und auch die Faszination der Anpassungsfähigkeit dieser Überlebenskünstler bleibt wohl für immer erhalten. Wie könnte man sich auch diesem arroganten, überheblichen Blick dieser Tiere entziehen? (gepostet von Nicolas)
03.07.2006 01:13:16 PM - Eintrag: 4
Die letzten Entdeckungsreisen führten IMA an die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), wo sie sich für Hilfprojekten engagierte. Bei der Mutter Theresa Stiftung und bei Lotti Latrous in Abidjan bekam sie einen konkreten Eindruck wie die Situation ist, was Entwicklungshilfe in der Praxis heisst. (gepostet von Nicolas)  
03.07.2006 01:21:21 PM - Eintrag: 5
Es war noch früh am Morgen (4:30) als wir Irmgard nach Basel an den Flughafen begleiteten. Jedoch nicht zu früh für ein Foto... (gepostet von Nicolas)  
03.07.2006 01:25:47 PM - Eintrag: 7
  IMA frisch und munter mit Sack und Pack am Flughafen in Basel. (gepostet von nic)
03.07.2006 01:30:39 PM - Eintrag: 8
Ein direkter, und doch unschuldiger Blickkontakt mit dem Beamten der wohl aussagen soll "Ich habe nichts zu verstecken, ausser ein gewaltiges Übergewicht im Handgepäck". Wieviel? Hm, ca. 20 Kilo...

IMA ist am 1. Juli nach Cotonou in Benin abgereist. Ohne weitere Zwischenfälle (Verspätungen zählen natürlich nicht) ist sie nun bereits wohlerhalten am Ziel angekommen. Wir sind extrem gespannt auf ihre ersten Berichte und Eindrücke. (gepostet von Nicolas)
 
14.07.2006 08:22:23 AM - Eintrag: 9
ONG

Mein Chef Idrissou Bada ist sehr nett. 31jährig. Eine hübsche Frau und zwei allerliebste kleine Mädchen von 6 und anderthalb Jahren. Er arbeitet Tag und Nacht, kommt mit ca 4 Stunden Schlaf aus.
Das ONG hat er selber gegründet mit ein wenig Geld von Besuchern aus dem Tourismus Gebiet. Das ONG gibt es seit 2002. In diesen 4 Jahren hat er an 21 verschiedenen Orten übers ganze Land verteilt Stützpunkte kleinen Formats eingerichtet. Meistens in ganz kleinen Dörfern die wenig Kontakte haben und wo es auch keine Ärzte, oder Krankenschwestern oder Hebammen gibt. Das Hilfswerk hilt vor allem Menschen bei der Geburt oder bei Krankheiten bei denen aus verschiedenen Gründen kein Spital aufgesucht werden kann.
Die Einrichtungen sind sehr primitiv. Es gibt nicht einmal Elektrizität und auch kein Wasser. Im einen Fall muss dies 15 km weiter im nächsten Dorf geholt werden. Sofern jemand ausser der Hebamme bei der Geburt dabei ist, muss diese Person mit der Taschenlampe zünden. Diese Dienstleistungen kann Idrissou nur Dank den VoluntärInnen die von ganz Europa, Kanada und den USA kommen, erbringen.
14.07.2006 08:36:35 AM - Eintrag: 10
Diese Einsätze erfolgen nahtlos. Das heisst die Einen gehen, und die Nächsten kommen am nächsten Tag. Das erfordert einen enormen Einsatz von allen Beteiligten, da die Frauen am Anfang noch ziemlich unsicher sind.
Dann gibt es auch junge Lehrerinnen und Lehrer die Schuldienst gratis machen an Orten, wo die Regierung vergessen hat, dass dort auch Leute leben.
Er hat mich z.B. gestern auf eine Familie aufmerksam gemacht, die den ganzen Tag Granitstücke klein hämmern. Von der Grossmutter bis zum kleinsten Kind sind sie alle mit dieser schweren Arbeit beschäftigt. Er hat den Staat um Hilfe gebeten, man möge diesen Leuten doch bitte Handschuhe, Brillen und richtiges Werkzeug geben. Es sind viele Leute damit beschäftigt. Häufig gibt es Unfälle; z.B. Steinsplitter die ins Auge spicken. Es wären nur kleine Beträge, aber seit 3 Monaten wartet er auf Antwort.
Gestern habe ich ihm unser Spitex System erklärt. Gerne möchten wir dies für die AIDS-Kranken einrichten: Die Kranken bleiben zu Hause und eine Krankenschwester geht nach dem Moto "auf Krankenbesuch". Idrissou findet das eine geniale Idee. Hier fährt alles und jeder Moto oder Moped. Meistens allerdings ganz Familien mit Babys.
14.07.2006 08:38:37 AM - Eintrag: 11
Wohnung

Ca. 150 m2, schöne Aussicht auf's Meer vom Balkon und der riesigen Dachterasse. Wasser hat es auch, aber nur kaltes. Aber daran gewöhnt man sich. Kopfwaschen mit kaltem Wasser ist schon hart.
Die Nachbarn sind eine Deutsche, verheiratet mit einem Mann aus Cote d'Ivoire und ein kleines Mädchen von 3 Jahren. Die andern Leute kenne ich nicht. Es gibt auch einen Nachtwächter, aber das nützt wahrscheinlich nicht sehr viel.
15.07.2006 01:40:05 PM - Eintrag: 12
Am Montag Morgen kommt mein Container und ich werde endlich meine Kleider und Möbel zu meiner Verfügung haben. Bis jetzt hatte ich einen viel zu warmen Jeans-Anzug und kaufte mir deshalb eine Ghandura. Mit der mitgebrachten Küche wird es allerdings noch ein paar Probleme geben, da die Spannung 380 / 220 nicht stimmt und dort wo die Küche hinkäme bereits einzementierte Möbel sind. Dies allerdings ohne Kochherd, Backofen und ohne Kühlschrank den ich hier dringend brauche. Wegen der Hitze kann ich keine Esswaren angefangen auch nur einen Tag aufbewahren. Der Container war meine erste grosse Geduldsprobe, vorallem, da der Transitair immer wollte, dass das ONG beim Aushandeln der Preise präsent war. Unzählige Dokumente waren notwendig? dabei kostet der Container jeden Tag wo er länger im Hafen liegt eine Unsumme Geld. Meine weisse Haut durfte dort am Hafen nicht erscheinen. Bei weisser Haut wird der Preis gleich mindestens vervierfacht. Das ist hier wirklich ein Problem, vorallem weil ich gerne selber handeln würde. 14 Tage mit nur einer Matratze, ohne Stuhl und ohne Tisch und ohne etwas, ist für mich schon eine Herausforderung nach dem Luxus zu Hause.
23.07.2006 10:35:50 PM - Eintrag: 14
  Hier ist mein neues Zuhause. Ein Block mit sechs grosszügigen Wohnungen. Das Quartier ist neu und es entstehen rundum alles neue Gebäude. 17 Tage in einer leeren Wohnung zu hausen war eine ziemliche Herausforderung an meine Geduld. Auch hatte ich ausser einem Jeansanzug nichts zum Anziehen. Zweiseinhalb Wochen hat es gedauert bis endlich der Container zum ONG geliefert wurde. Die Zöllner und die Polizei kamen zusammen zum ONG. Diese Koordination hat etwas gedauert.Sie rissen dann auch wirklich jedes einzelne Paket auf: Alles musste aus dem Container geladen werden und nachher wieder beladen um zu meinem Domizil zu fahren. Dies nachts um 03.00 Uhr. Der Camion blieb im Sand stecken. Es dauerte ca. eine Stunde bis wir ein langes Brett gefunden hatten und der Camion endlich wieder Boden fasste.
23.07.2006 10:49:50 PM - Eintrag: 15
  Blick vom Balkon auf die Nachbarschaft. Hier sind auch die Einfamilienhäuser zwei bis dreigeschossig. Die Grundstücke haben alle gleich viel m2: Eine Bauordnung gibt es nicht. Jeder kann bis an die Grenze bauen. In diesem Fall werden die Häuser einfach zusammen "geklebt", die Fenster zugemauert. Es gibt eine maximale Ausnutzung: Rund ums Haus hat es in jedem Fall eine Mauer.
23.07.2006 11:06:31 PM - Eintrag: 16
Ich weiss nicht genau wieso die Bilder so riesig werden (Bemerkung von Nicolas: Mein Fehler, ist behoben: Sie werden jetzt automatisch zugeschnitten...). Bin völlig überfordert mit dieser ganzen Technik. Ich glaubte hier in Afrika hätte das endlich ein Ende, aber nein es wird alles noch schwieriger. Nicht mal mehr ein eigenes ADSL. Tastaturen bei denen die Buchstaben an andern Orten zu suchen sind. Macht alles gar kein Spass: Zum dritten Mal gebe ich jetz den gleichen Text ein. Mir fehlen die Worte.   Hier die Aussicht auf meine Nachbarschaft. Alle sind sehr freundlich mit der YOWO (Weisse), an der Côte d'Ivoire war es noch la Blanche!

Endlich habe ich meinen Container erhalten. Es war eine ziemliche Übung mit unendlich vielen Stempeln. Poloizei und Zöllner kamen selbst an Ort, als sie sahen wieviele neuen Sachen im Container waren, wollten sie mehr Geld. AN ONG schickt man nur alte Sachen.
23.07.2006 11:13:28 PM - Eintrag: 17
Es braucht hier alles unendlich Geduld. Ich weiss nicht ob man das wirklich lernen kann, ohne sich selbst untreu zu werden. Und sobald sie weisse Haut sehen, vervielfacht sich der Preis. Zweieinhalb Wochen in einer leeren Wohnung zu leben ist sicher einmalig. Ich glaube ich werde noch ganz bescheiden. Umso erfreulicher, wenn dann plötzlich eine ganz Wohnung anreist.
23.07.2006 11:26:22 PM - Eintrag: 18
  Vom Dach habe ich eine Panorama Aussicht aufs Meer. Natürlich konnte ich es nicht lassen, Grundstücke anzusehen. Eind Grundstück in Meeresnähe kostet hier ca. ca- 9000 bis 12'000 Euro, ca. 500 m2. Aber zuerst muss ich mich hier besser einleben, ich weiss nicht ob ich diese langsame Administration, die Ausnützerei der Weissen auf die Länge wirklich ertrage. Jeder Botengang, und sei es nur zur Bank, ist unendlich. Das Geld wollten sie mir erst einen Tag nach Ankunft ûbergeben.
23.07.2006 11:41:32 PM - Eintrag: 19
  Das ONG hat 21 verschiedene Sitz übers ganz Land verteilt. Es ist also vorallem dort, wo keine ONG's angesiedelt sind. Es handelt sich durchwegs um winzige Dörfer, die in unglaublicher Armut leben. Kinderarbeit ist hier kein Fremdwort sondern Alltag. Hier hämmern ganze Familien Granit zu kleinen Stückchen, ohne Brille oder Handschuhe. Der Verdienst ist minimal. Die Leute können sich kaum ernähren. Wie überall gibt es auch hier in der Stadt bessere Verdienstmöglichkeiten.
20.08.2006 03:29:32 PM - Eintrag: 27
  Eröffnungsfeierlichkeiten des Waisenhauses ?Un enfant ? une vie? in Tokpa Domé 1 Tokpa Domé Tokpa Domé steht als Namen einer Region zu der ca. 13 Dörfer gehören. Es zählt ca 11'000 Einwohner. Die Gegend war früher reich an Kulturen. Viehaufzucht und Fischerei sind die Haupteinnahmen dieser Bevölkerung. Die Region ist heute aus verschiedenen Gründen völlig verarmt. In dieser typisch afrikanischen Landschaft, 55 km nördlich von Cotonou, haben wir am letzten Samstag unter grosser Beteiligung der Öffentlichkeit das Waisenhaus ?Un enfant ? une vie? eingeweiht.. Ein Waisenhaus in dieser Region entspricht einem dringenden Bedürfnis. Viele Leute sterben an Aids und anderen, unbekannten Krankheiten. Auch ist die Sterblichkeit von Müttern bei der Geburt ihrer Kinder leider noch immer keine Seltenheit. Bei Scheidungen werden die Kinder oft von beiden Partnern im Stich gelassen, häufig weil der neue Partner die Kinder des Vorgängers nicht akzeptiert.
20.08.2006 03:32:48 PM - Eintrag: 28
  2 Publikum Über 400 Kinder und ca. 650 Erwachsene nahmen an der Feier teil.
20.08.2006 03:36:18 PM - Eintrag: 29
  3 Ehrengäste Von links nach rechts: Chef du village, rechts neben mir der Geshundheitsminister, daneben der Präsident des ONG?s Aide et Solidarité mit seiner Frau. Die Ehrengäste durften auf Plüschsofas Platz nehmen. Ich wurde offiziell als Marraine des Waisenhauses vorgestellt. Zur Ehre gehörte auch ein Referat zu halten. Diese waren zum Teil, je nach Wichtigkeit des Referenten unendlich lang.
20.08.2006 03:40:18 PM - Eintrag: 30
  4 Musiker Hier ist alles improvisiert, auch die Musikinstrumente. Erstaunlich finde ich immer wieder, was für Musik auf solchen Instrumenten hervorgebracht wird. Ohne Musik läuft hier gar nichts. Musik ist hier fast wichtiger als Essen
20.08.2006 03:42:54 PM - Eintrag: 31
  5 Tänzerinnen Von Jung bis Alt schwingt hier alles das Tanzbein. Jede Gelegenheit zum Tanzen wird wahrgenommen.
20.08.2006 03:45:30 PM - Eintrag: 32
  6 Tanz der Kinder Ihre Tänze wirken schon unglaublich professionell. Rhythmus ist im Blut.
20.08.2006 03:47:50 PM - Eintrag: 33
  7 Referat des Präsidenten Der die Gelegenheit wahrnimmt auch über sein vor 4 Jahren gegründetes ONG (Organisation non gouvernemental) zu berichten. Aide et Solidarité ist in 21 Ortschaften über das Land verteilt mit kleinen Nothilfe- und oder Gebärstationen präsent. Es ist das einzige und erste Waisenhaus dieses Hilfswerks.
20.08.2006 03:51:21 PM - Eintrag: 34
  8 Referat des Dorfältesten Verstanden habe ich gar nichts, weil er im hiesigen Fon Dialekt sprach. Der Chef du Village bemühte sich allerdings sehr mir das Wichtigste zu übersetzen.
20.08.2006 03:54:00 PM - Eintrag: 35
  9 Discours der Dorffrauen und Männer Sie wiesen auf die Wichtigkeit dieses Waisenhauses aber auch auf die Eigenverantwortung der Eltern hin. Sie versprachen Unterstützung der Bevölkerung durch Arbeit jeglicher Art, falls Bedarf bestünde.
20.08.2006 03:56:38 PM - Eintrag: 36
  9A Kindertheater und weitere Vorträge
20.08.2006 03:59:30 PM - Eintrag: 37
  10 Coupure ruban Hier wird ganz besonders auf Traditionen und Rituale geachtet. Das Band am Eingang zum Waisenhaus wird durchschnitten und die Gäste eingeladen das Waisenhaus zu besichtigen.
20.08.2006 04:01:18 PM - Eintrag: 38
  11 Das Waisenhaus besteht aus einem Schlafsaal für Mädchen und einem für Knaben. Einem grossen Esssaal, einem Klassenzimmer, einer Vorratskammer und einem winzigen Empfangsbüro. Das Waisenhaus wurde renoviert und erhielt am Tag vor der Einweihung noch schnell einen neuen Farbanstrich. Die Farbe war noch leicht feucht. Allerdings fehlte noch jegliche Einrichtung. Die eiligst herbeigeschafften Bastmatten sind alles was zum Schlafen vorhanden ist. Ich liess Schaumgummimatten zuschneiden und mit einem hübschen Stoff beziehen. Der kalte Zementboden ist zwar tagsüber angenehm kühl aber in der Nacht leider auch. Auch hier kühlt es manchmal zur Regenzeit stark ab. Allerdings erklärt man mir, dass die Kinder zu Hause auch keine Kautschukmatten hätten. Die Kinder haben zur Zeit weder Tische noch Stühle. Das sei doch normal, die könnten auch am Boden essen. Zum Glück habe ich sehr viele Spielsachen mitgebracht. Sonst wäre es hier sehr leer. Für das Fernsehen gibt es im Innern nicht viel zum Vorzeigen. Vis à vis vom Waisenhaus gibt es eine einfache Kochstelle und einen Waschsaal.
20.08.2006 04:03:58 PM - Eintrag: 39
  12 Die Kinder sind bis zu diesem Zeitpunkt noch bei ihren Tanten und Grossmüttern untergebracht. Einige haben auch noch einen Elternteil. Häufig haben diese Kinder nicht mal einen Geburtsschein. Oft kann nicht mal das Geburtsjahr ermittelt werden. Die Kinder sind zum Teil in sehr vernachlässigtem Zustand. Physisch wie psychisch. Die Kleine rechts neben mir heisst Nabiliat und ist die Tochter des Präsidenten. Wir haben uns auf Anhieb ins Herz geschlossen. Die anderen Kinder sind zum Teil recht schüchtern und sehr verunsichert. Auch wenn ihre Familienverhältnisse oft katastrophal waren, wurden sie doch aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen.
20.08.2006 04:07:08 PM - Eintrag: 40
  13 Die Waisenkinder am ersten Tag Hier werden die Kinder nicht sehr ernst genommen. Sie haben keine Rechte. So wurden die Kinder am Tag der Einlieferung, 7. August 2006, nicht vorher darüber informiert, dass sie in ein Waisenhaus kommen und nicht mehr an ihrem angestammten Platz verbleiben können. Die Verunsicherung war gross. Zudem sprechen sie praktisch ausnahmslos kein Französisch sondern den afrikanischen Fon Dialekt, der zu 90 % im Land verbreitet ist. Unsere 25 Kinder sind zwischen zweieinhalb, das Jüngste und acht Jahren. 18 Knaben und 7 Mädchen. Geplant ist ab Oktober eine eigene Schule. Hier werden die Kinder schon ab vier Jahren eingeschult. Es stört aber überhaupt nicht, wenn Vierjährige mit Achtjährigen in einer Klasse sitzen. Bei den Erwachsenen gibt es über 70 % der Frauen und 55 % der Männer, die Analphabeten sind. Im Moment werden die Kinder von vier Volontärinnen aus Frankreich, einer ?Mutter? einer Köchin, einer Waschfrau und einer jungen Assistenzmutter betreut. Der ?Direktor? ist 21jährig und nimmt so was wie eine Vaterfigur ein. Erstaunlich ist, dass die Kinder ihn trotz seiner Jugend als Autoritätsperson akzeptieren. Gegen sein Wort hat das der Frauen kein Gewicht.
20.08.2006 04:12:29 PM - Eintrag: 41
14 Geschwisterpaar Am ersten Tag. Es gibt vier Geschwisterpaare unter den Kindern, zwei davon sind Zwillinge.  
20.08.2006 04:16:50 PM - Eintrag: 42
15 Administration mit Kindern An der Eröffnungsfeier waren noch nicht alle Waisenkinder anwesend.  
20.08.2006 04:27:44 PM - Eintrag: 43
  16 Mamma mit Orphélins Am Eröffnungstag. (Die Stühle sind gemietet).
20.08.2006 04:29:32 PM - Eintrag: 44
  17 Voluntärinnen an der Eröffnungsfeier Die Voluntärinnen haben zum Teil abgeschlossene Ausbildungen als Kindergärtnerinnen oder Sozialhelferinnen. Der junge Mann links im Bild heisst Pascal ist Franzose und Physikstudent. Er kam extra nach Bénin und wollte einer Organisation das Geld zum Landkauf übergeben, hat dann aber vor Ort festgestellt, dass das ONG bei weitem nicht seinen Erwartungen entspricht. Er hatte daraufhin im Internet ?Aide et Solidarité? entdeckt und sofort Kontakt aufgenommen. Er ist in einer Studentenorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, einem ONG, das den Namen verdient, beim Landkauf und evt. später beim Hausbau zu helfen. Seine Abklärungen sind sehr seriös. Er liess jede Position vom vorgelegten Budget durch zwei unabhängige Handwerker überprüfen. Wir haben sehr gute Gespräche geführt und ich bin beeindruckt, wie seriös er seine Sache anpackte. Er hat mich denn auch auf einige Schwachpunkte hingewiesen. Leider musste er nach 14 Tagen (seine Ferien) wieder abreisen.
20.08.2006 04:32:17 PM - Eintrag: 45
  18 Voluntärinnen Vier Voluntärinnen helfen bei der Kinderbetreuung, was natürlich sprachlich nicht ganz einfach war. Aber trösten kann man auch ohne die Sprache zu sprechen. Vier weitere Voluntärinnen setzen sich für die Sensibilisierungsarbeit im Kampf gegen Malaria (Palu) in Tokpadomé und den umliegenden Dörfern ein. Diese jungen Frauen, manchmal auch Männer, haben häufig gerade ihr Studium abgeschlossen und sind bereit für einen ein- bis dreimonatigen Aufenthalt bei Aide et Solidarité. Sie werden in Familien untergebracht. Zum Teil unter sehr ärmlichen Bedingungen. Auch ans Essen dürfen hier keine grossen Ansprüche gestellt werden. Der Menueplan ist sehr einfach und häufig wird Tag für Tag einfach Reis oder Paté mit etwas Fisch gegessen.
20.08.2006 04:35:15 PM - Eintrag: 46
19 Wurzeln Dieser wunderschöne Baum steht gleich vor dem Waisenhaus. Ich hoffe, dass unsere Kinder sehr schnell, tiefe Wurzeln schlagen dürfen. Eine langfristige Sicherheit gibt es für sie allerdings im Moment nicht. Hier kann jeder ein Waisenhaus eröffnen, ohne finanzielle Sicherheiten vorzuweisen oder auch nur wirkliche Fachleute für die Betreuung einzusetzen. Ich habe zwar ein sehr detailliertes Budget für die Durchführung gesehen, aber die Realität ist eine andere.  
20.08.2006 04:37:00 PM - Eintrag: 47
  20 Panne Meinem Mitsubishi Montero/Pajero ist auf dem Nachhauseweg der rechte vordere Reifen geplatzt. Das gab einen Riesenknall und rüttelte heftig. Zum Glück war ich nicht selbst am Steuer sondern der Chauffeur, der wusste, dass man in solchen Fällen nicht bremsen darf. Zu allem Übel mussten wir dann feststellen, dass der Verkäufer des Pajeros nicht nur Pneus in erbärmlichem Zustand verkauft hatte, sondern auch der Ersatzreifen den Namen nicht mehr verdiente. Er hatte null Profil drauf und wies eine andere Raddimension auf. Das Werkzeug zum Radwechseln war vor dem Verkauf offensichtlich auch entfernt worden. Zum Glück kamen uns zwei junge Männer, aus dem Dorf wo es passierte, zu Hilfe.
17.10.2006 09:44:56 AM - Eintrag: 48
  Name: DOSSOU Vorname : Florent Alter : 6 ans Geschlecht : männlich Ethnie, Nationalität : Gun, Béninois Wohnort : Village Adja, Commune Adjohoun, Département de l?Ouémé Soziale Situation : Der Vater ist nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. In der Folge wurde das Kind einer Tante mütterlicherseits anvertraut. Letztere hat aber selbst 7 Kinder für die sie alleine verantwortlich ist und mit ihren Gemüseteigtaschen Verkäufen reicht eben das Geld auch nirgends hin. Die Lebensbedingungen von Florent sind unglaublich hart und er braucht dringend Hilfe. Die Tante selbst kann ihn nicht mehr selbst betreuen. Schulbildung : Das Kind besucht die zweite Primarklasse (CP) Besonderheiten : Florent leidet an Asthma.
17.10.2006 09:50:05 AM - Eintrag: 49
  Name : LOGBO Vorname : Anselme Alter : 11 Jahre Geschlecht : männlich Ethnie, Nationalität : Gun, Béninois Wohnort : Maison Ahissou, Adjohoun-Houékpa, Département de l?Ouémé Soziale Situation : Der Vater von Anselme ist am 20. Juli an den Folgen von Verhexung gestorben. Anselme lebt bei Freunden seines verstorbenen Vaters. Er hat zwei Schwestern und zwei Brüder. Der Mutter gelingt es nicht all ihre Kinder mit dem kleinen Einkommen einer Verkäuferin zu versorgen. Die Ernährung der Kinder ist sehr einseitig, es fehlt an Proteinen und Vitaminen. Aus diesem Grunde hat die Mutter entschieden, zwei ihrer Kinder ins Waisenhaus zu geben. Das ermöglicht ihr die andern Kinder besser zu ernähren. Auch kann sie nicht mehr länger für die Schulbildung all ihrer Kinder aufkommen. Schulbildung : Das Kind besucht die zweite Klasse des Collèges. Besonderheiten : Anselme ist sehr nachdenklich und kann einfach nicht glauben, dass sein Vater, der sehr gesund war so plätzlich gestorben ist
17.10.2006 09:51:59 AM - Eintrag: 50
  Namen : LOGBO Vornamen : Bénoîte Geburtsdatum : 11. Juli 1997 Geschlecht: weiblich Ethnie, Nationalität : Gun, Béninoise Wohnort : Maison Ahissou, Adjohoun-Houékpa, Département de l?Ouémé Soziale Situation : Der Vater wurde verhext und ist am 20 Juli 2003 an den Folgen gestorben. Benoîte lebt mit ihrer Mutter und fünf Geschwistern. Sie hat sechs Kinder zu versorgen, was ihr als Verkäuferin nicht möglich ist. Sie leben in einer prekären Unterkunft. Schulbildung : Benoîte besucht die 3. Primarklasse
17.10.2006 09:53:11 AM - Eintrag: 51
  Name : HOUNOU Vorname : Fabrice Alter : 2 ½ ans Geschlecht : männlich Ethnie, Nationalität : Goun, Béninois Wohnort : Maison HOUNOU, Village Tota, Commune de Sakété, Département du Plateau Soziale Situation : Der Vater des Kindes ist am 23.12.03 bei einem Verkehrsumfall ums Leben gekommen. Viviane lebt bei ihrer Mutter. Letztere hat zwei Kinder für die sie aufkommen muss. Sie ist Landwirtin mit sehr wenig Boden und deshalb sind auch ihre Einkünfte nicht genügend für das Leben zu Dritt.
17.10.2006 09:54:52 AM - Eintrag: 52
  Name : ZOUMENO Vorname : Brice Geburtsdatum : 13 novembre 1996 Geschlecht: männlich Ethnie, Nationalität : Goun, Béninois Wohnort : Ipkinlè, Département du Plateau Soziale Situation : Der Vater des Kindes ist am 4. September 2003 an der Folge von Verhexung gestorben. Seit dem Tod seines Vaters lebt Brice mit seiner Mutter und 5 weiteren Geschwistern. Die Mutter ist Hausfrau und hat keine Möglichkeiten alle sechs Kinder zu ernähren. Brice mit Kräutern, Wurzeln und Kräutertee ernährt und leidet grossen Hunger. Er ist sehr unterernährt Schulbildung : Das Kind besucht die dritte Primarklasse (CEI)
17.10.2006 09:55:46 AM - Eintrag: 53
  Name : ZOUMENOU Vornamen : Delphine Alter : 26 novembre 2003 Geschlecht : weiblich Ethnie, Nationalität : Goun, Béninoise Wohnort : Ikpinlè, Commune d?Adja-Wéré, Département du Plateau. Soziale Situation : Der Vater des Kindes ist am 4. September 2003 an der Folge von Verhexung gestorben. Seit dem Tod seines Vaters lebt Delphine mit ihrer Mutter und 5 weiteren Geschwistern. Die Mutter ist Hausfrau und hat keine Möglichkeiten alle sechs Kinder zu ernähren. Brice wird lediglich mit Wurzeln undKräutern ernährt und leidet grossen Hunger. Particularités : Das Kind ist sehr ängstlich und häufig auf sich selbst gestellt. Das Kind leidet an Blutarmut aufgrund der schlechten Ernährung. Es fehlen die nötigen Proteine.
17.10.2006 09:56:45 AM - Eintrag: 54
  Namen : OUINANON Vornamen : Clésias Alter : 9 jährig Geschlecht : männlich Ethnie, Nationalität : Fon, Béninois Wohnort : Gbèdégbé, Cotonou Soziale Situation : Der Vater von Clésias ist nach dreieinhalb jähriger Krankheit gestorben. Seine Mutter hat sieben Kinder für welche sie ganz alleine aufkommen muss. Die Lebensbedingungen dieser Kinder sind sehr prekär. Die Kinder haben praktisch nichts zu essen. Körperhygiene ist ebenfalls ein Fremdwort. Schulniveau : Clésias besuchte die dritte Primarklasse (CE1).
17.10.2006 09:58:37 AM - Eintrag: 55
  Namen : BOSSA Vornamen : Fernand Alter : 6 Monate Sex : männlich Ethnie, Nationalität : Goun, Béninoise Wohnort : Maison BOSSA, Village Alayévi, Commune Sakété, Département du Plateau Soziale Situation : Die Mutter von Fernand ist nur acht Tage aufgrund von Komplikationen bei der Geburt gestorben. Leider kommt für dieses Kind jede Hilfe zu spät. Ich habe heute vernommen, dass es gestorben ist.
17.10.2006 10:00:28 AM - Eintrag: 56
  Namen : HOUETO Vornamen : Dohou Alter : 6 Jahre Geschlecht : männlich Ethnie, Nationalität : Goun, Béninois Wohnort : Azowlissè, Département de l?Ouémé, s/c Mr FATON Edouard Tél. : 97 48 37 67 Soziale Situation : Der Vater von Dohou ist vor 5 Jahren gestorben. Er wurde durch einen Blitzschlag getötet. Dohou lebt seither bei seiner Mutter in einer Hütte ohne Dach. Dieses wurde durch das Feuer zerstört. Aufgrund der Feuerbrunst hat die Familie alles was sie besass verloren. Auch alle ihre Kinder sind verbrannt. Wenn es regnet verbringt Dohou die Nacht stehend. Er steht noch immer unter schwerem Schock. Die Lebensbedingungen dieser beiden sind unbeschreiblich. Es ist Geld für nichts vorhanden und die beiden leiden extrem an diesem schweren Verlust. Schule : Der Junge besucht noch keine Schule Besonderheiten : Das Kind hat Blut im Urin
17.10.2006 10:04:03 AM - Eintrag: 57
  Name : HOUNSOU Vorname : Jacob Alter : 8 Monate Geschlecht: männlich Ethnie, Nationalité : Goun, Béninois Wohnort : Eglise Soziale Situation : céleste Papa Gabriel, Démè Kpota, Département de l?Ouémé Jacob ist ein Drilling. Er lebt bei seinen Eltern. Obwohl Jacob bei seiner Familie lebt, hat er seit seiner Geburt bis heute nur Schwierigkeiten erlebt. Bereits nach der Geburt konnte die Mutter ihre Kinder nicht stillen, da sie keine Milch produzierte. So mussten die Drillinge von Anfang an mit Maisbrei ernährt werden. Diese einseitige Ernährung führte zu Blutarmut und Mangelernährung mit all ihren Folgen. Die Mutter ist Hausfrau und der Vater repariert Geräte. Sie haben fünf Kinder zu versorgen. Die Lebensbedingungen von Jacob sind trotz der Hilfe der Eltern und freiwilligen Beiträgen von Kirchenmitgliedern als sehr schwierig zu bezeichnen. Besonderheiten : Jacob leidet an chronischer Erkältung und Mangelernährung.
17.10.2006 10:05:25 AM - Eintrag: 58
  Name : HOUNSOU Vorname : Jacques Alter : 8 Monate Geschlecht : männlich Ethnie, Nationalité : Goun, Béninois Wohnort : Eglise céleste Papa Gabriel, Démè Kpota, Département de l?Ouémé Soziale Situation : Jacques ist ein Drillingskind. Er lebt bei seinen Eltern. Trotzdem hat er seit seiner Geburt nur Schwierigkeiten erlebt. Bereits nach der Geburt konnte die Mutter ihre Kinder nicht stillen, da sie keine Milch produzierte. So mussten die Drillinge von Anfang an mit Maisbrei ernährt werden. Diese einseitige Ernährung führte zu Blutarmut und diversen Folgen der Mangelernährung. Die Mutter ist Hausfrau und der Vater verdient etwas Geld mit Reparaturen von Geräten. Sie haben 5 Kinder zu versorgen. Die Lebensbedingungen von Jacques sind trotz der Hilfe der Eltern und anderen freiwilligen Beiträgen von Kirchenmitgliedern als sehr schwierig zu bezeichnen. Besonderheiten : Jacques leidet an chronischer Erkältung und Mangelernährung.
17.10.2006 10:07:59 AM - Eintrag: 60
  Name : TINDENON Vorname : Aimé Alter : 10 Jahre Geschlecht : männlich Ethnie, Nationalité : Goun, Béninois Wohnort : Adjohoun ? Zougbomé, Dép. de l?Ouémé Soziale Situation : Aimé ist Halbwaise seit zwei Jahren. Sein Vater ist an den Folgen einer Krankheit gestorben. Aimé ist mit seiner Mutter und weiteren drei Geschwistern zurückgeblieben. Um ihre Kinder mehr schlecht als recht zu ernähren, verkauft die Mutter Holz zum Feuermachen. Die Lebensbedingungen dieser Familie sind sehr schlecht; Sie leben in einer Strohhütte und es fehlt an Sauberkeit, auch ist kein Wasser und kein WC vorhanden. Ihre Ernährung ist sehr einseitig, Manioc und Bohnen. Aimé hat keine Kleider. Im Falle von Krankheit kann sich die Familie keine Medikamente oder den Besuch in einem Gesundheitszentrum leisten, und die Mutter versucht alleine mit Kräutern die Krankheiten zu beheben. Schuldbildung : Aimé besucht die zweite Primarklasse (CP).
17.10.2006 10:09:31 AM - Eintrag: 61
  Name : DANSOU Vorname : Sylvie Alter : 6 Jahre Geschlecht : weiblich Ethnie, Nationalität : Goun, Béninoise Wohnort : Maison DANSOU Samon, Gboa, Commune Bonou, Département von Sylvie ist gleich nach der Geburt von Sylvie einen tragischen Tod gestorben. Ihre Mutter hat Sylvie verlassen und ist nach Nigeria ausgewandert. Im Moment lebt das Mädchen bei seiner Grossmutter, die bereits vier weitere Kinder versorgen muss. Es reicht der Frau kaum für das Notwendigste. . de l?Ouémé Soziale Situation : Der Vater Schulbildung : Sylvie besucht die erste Primärklasse Besonderheiten : Sylvie leidet an Kopfschmerzen
17.10.2006 10:16:09 AM - Eintrag: 63
  Namen : GNOLON FOUN Vornamen : Olouafèmi Alter : 6 Jahre Geschlecht : männlich Ethnie, Nationalité : Goun, Béninois Wohnort: s/c EL Abou GBADAMASSI, Yoko, Commune de Sakété, Département du Plateau Soziale Situation : Olouafèmi ist Vollwaise. Er lebt bei seiner Tante väterlicherseits. Sie ist eine alte, mittellose Frau und es ist ihr nicht möglich die minimalsten Bedürfnisse des Kleinen zu stillen. Die Lebensbedingungen von Olouafèmi sind katastrophal. Das Kind lebt in einer Strohhütte ohne Dach. Schulbildung : Das Kind besucht die erste Schulklasse.
17.10.2006 10:25:24 AM - Eintrag: 64
  Name : HOUNSOU Vorname : Jacob Alter : 8 Monate Geschlecht: männlich Ethnie, Nationalité : Goun, Béninois Wohnort : Eglise Soziale Situation : céleste Papa Gabriel, Démè Kpota, Département de l?Ouémé Jacob ist ein Drilling. Er lebt bei seinen Eltern. Obwohl Jacob bei seiner Familie lebt, hat er seit seiner Geburt bis heute nur Schwierigkeiten erlebt. Bereits nach der Geburt konnte die Mutter ihre Kinder nicht stillen, da sie keine Milch produzierte. So mussten die Drillinge von Anfang an mit Maisbrei ernährt werden. Diese einseitige Ernährung führte zu Blutarmut und Mangelernährung mit all ihren Folgen. Die Mutter ist Hausfrau und der Vater repariert Geräte. Sie haben fünf Kinder zu versorgen. Die Lebensbedingungen von Jacob sind trotz der Hilfe der Eltern und freiwilligen Beiträgen von Kirchenmitgliedern als sehr schwierig zu bezeichnen. Besonderheiten : Jacob leidet an chronischer Erkältung und Mangelernährung.
17.10.2006 10:36:36 AM - Eintrag: 67
  Name : HOUNSOU Vorname : Jacqueline Alter : 8 mois Geschlecht : féminin Ethnie, Nationalité : Goun, Béninoise Wohnort : Eglise céleste Papa Gabriel, Démè Kpota, Département de l?Ouémé Soziale Situation : Jacqueline ist ein Drillingskind. Sie lebt bei ihren Eltern. Trotzdem hat sie seit ihrer Geburt bis heute nur Schwierigkeiten erlebt. Es fing damit an, dass die Mutter bereits nach der Geburt ihre Kinder nicht stillen konnte, da sie keine Milch produzierte. So mussten die Drillinge von Anfang an mit Maisbrei ernährt werden. Diese einseitige Ernährung führte zu Blutarmut und Mangelernährung mit all ihren Folgen. Die Mutter ist Hausfrau und der Vater verdient den Lebensunterhalt der Familie mit Reparaturen. Sie haben 5 Kinder zu versorgen. Die Lebensbedingungen von Jacqueline sind trotz der Hilfe der Eltern und freiwilligen Beiträgen von Kirchenmitgliedern als sehr schwierig zu bezeichnen. Besonderheiten : Jacqueline leidet an chronischen Erkältung und Mangelernährung.
17.10.2006 10:48:47 AM - Eintrag: 69
  Hier sind die Drillinge Hounsou; Jacob, Jacques und Jacqueline im Multipack. Für alle drei suchen wir dringend eine Parraine.
17.10.2006 11:53:34 AM - Eintrag: 70
  1.Orph.1 jpg Unser Orphelinat Yedidja in Sakété. Im Moment sind 20 Kinder hier wohnhaft. Es gibt allerdings eine lange Liste von dringenden Fällen. Im Hintergrund rechts das Tableau der 80 extern betreuten Kindern
17.10.2006 11:56:58 AM - Eintrag: 71
  2.Orp.staff.1.jpg Vor dem Waisenhaus Yedidja in Sakété mit einigen der Mitarbeiter. Erster von links Richard, der ?Vater? der Kinder, der zweite von links ist Krankenpfleger und betreut die Kranken in der angesiedelten Krankenstation. Ein externer Arzt kommt wöchentlich und nach Bedarf. Dritter von links Honoré Faton, Präsident und Gründer. Vierte von links (in Weiss), eine der beiden Betreuerinnen, sie ist Krankenschwester und ?Mutter? der Kinder. Der Lange im Hintergrund ist Apotheker. Rechts aussen Gabi Faton, Geschäftsleiterin und Ehefrau von Honoré
17.10.2006 11:58:20 AM - Eintrag: 72
  3. Administration ONG Arbre de Vie in Cotonou Von links nach rechts : Louis Zoro, Apotheker, arbeitet an seinem Doktorat und hat soeben ein Konzept für eine Aids Sensibilisierungskampagne für das ONG geschrieben.. Didier ist Sekretär, Richard, Betreuer der Waisenkinder in Sakété, Marc hat soeben sein Studium als Jurist abgeschlossen. Gabi Faton, Geschäftsleiterin, sie ist Mitbegründerin des ONG Arbre de Vie und arbeitet halbtags an Bibelübersetzungen in afrikanische Sprachen. Im Hintergrund Edouard, er ist Arzt und arbeitet in einem Spital. Mich kennt ihr. Narcisse macht ein Stage als Sozialarbeiter bei uns. Augustin ist Ökonom und verantwortlich für die Buchhaltung. Im Hintergrund Charles, er hat Sprachen studiert und arbeitet als Übersetzer. Ganz recht Judith sie ist Aktivmitglied von Arbre de vie.
17.10.2006 12:00:08 PM - Eintrag: 73
  4.Augustin+Sylvie1 Unser Mitarbeiter Augustin hat soeben seine Frau Sylvie geheiratet. Es war ein Riesenfest, alle Mitarbeiter und das ganze Dorf waren eingeladen. Resultat, jetzt nagen die beiden am Hungertuch. Hier in Afrika ist es nicht selten, dass man Kredite aufnimmt um seine Hochzeit zu finanzieren. Aber es ist Ehrensache, dass alle eingeladen und verpflegt werden
17.10.2006 12:02:08 PM - Eintrag: 74
  5.Augustin+Sylvie 2 Die Hochzeitszeremonie dauert stundenlang. Allen lief der Schweiss runter, da nur ein Ventilator für das ganze Lokal vorhanden war. Es waren mindestens 4 Priester, Prediger anwesend. Deren Rollen waren sehr genau verteilt. Nach dem Zeremoniell verschwindet das Ehepaar und die Gäste, ca. 500 Leute, feiern alleine weiter. Die ganze Dorfbevölkerung ist anwesend und geniesst den Festschmaus. Fisch und gebratenes Hühnchen mit Reis und hiesigem Paté, gekochte Getreidekugeln. Und natürlich gibt es Getränke, Bier und süsse Mineralwasser, keinen Wein. Dessert gehört hier nicht zum Essen. Die Geschenke werden persönlich überbracht. Geöffnet werden sie allerdings später. Häufig wird Geld geschenkt. Nur das ist natürlich bei der hiesigen Armut nicht mehr als 10 bis 20 Euro. Es wird gesungen und musiziert und auch getanzt. Das Zeremoniell dauert von 9.00 Uhr, Start beim Standesamt und ab 10.00 Uhr in der Kirche bis ca. 13.00 Uhr. Das Essen dauert ca. 2 Stunden
17.10.2006 12:05:12 PM - Eintrag: 75
6. Die Braut vor der Zeremonie, scheint noch etwas ängstlich.  
17.10.2006 12:09:21 PM - Eintrag: 76
7. Hochzeitsgäste jeden Alters. Hier ist es Pflicht, bei solchen Gelegenheiten ein neues Kleid Zu kaufen  
17.10.2006 12:12:04 PM - Eintrag: 77
8. Brautjungfer. Die Kleine hat ihre Arbeit als Schleierträgerin sehr ernst genommen.  
17.10.2006 12:15:58 PM - Eintrag: 78
9. Sogar ein richtig schweres Kaliber an Kamera wurde aufgefahren  
17.10.2006 12:19:04 PM - Eintrag: 79
10. Ima, Gaby et enfants Hier ist die ganze Dorfbevölkerung unter dem Strohdach vor der Kirche vereinigt. Wir harren auf das Essen. Emmanuel sitzt bei mir. Gabi mit ihrer Tochter Jamina  
17.10.2006 12:21:56 PM - Eintrag: 80
11. Louis + Emmanuel Louis mit seinem Sohn Emmanuel am Hochzeit von Augustin und Sylvie  
17.10.2006 12:23:45 PM - Eintrag: 81
12. Paysage Das hübsche Dorf Adjohoun ist an der Lagune gelegen. Und die Häuser sind aus Lehm gebaut. Diese Häuser mit den traditionellen Strohdächern bleiben im Innern recht kühl  
17.10.2006 12:26:26 PM - Eintrag: 82
13. Didier 1.jpg Wir ; Gabi, Didier, Louis, Charles und die Kinder haben vor der 2stündigen Rückreise einen kleinen Spaziergang in der näheren Umgebung unternommen  
17.10.2006 12:28:30 PM - Eintrag: 83
14. Charles1.jpg Charles der ebenfalls in diesem Dorf gross geworden ist, wollte uns unbedingt seine Seetüchtigkeit beweisen. Ich war schussbereit. Wir alle erwarteten, dass er ausrutschen würde in seinem Sonntagsstaat. Er hat dann aber doch einige Geschicklichkeit auf den glitschigen Pyrogen bewiesen  
17.10.2006 12:30:59 PM - Eintrag: 84
15. Honoré?s Familie Hier ist das Motorrad nicht selten das Familientransportmittel und oft mit bis zu 5 Personen beladen. Wenn man eben kein Auto besitzt, öffentliche Transportmittel gibt es in dieser Region nicht, muss man sich eben zu helfen wissen.  
17.10.2006 12:32:45 PM - Eintrag: 85
16. Paysage 2 Das Dorf heisst Adjohoun und ist nördlich von Porto Novo gelegen. Ca. 2 Stunden Autofahrt von Cotonou  
17.10.2006 12:35:04 PM - Eintrag: 86
  17. Auftanken Ist hier gar nicht immer so einfach. Weil offizielle Tankstellen gibt es nur wenige. Dafür umso mehr Kleinsttankstellen. Hier kostet der Liter Benzin nur 310 CFA und kommt aus demNachbarland Nigeria. An den offiziellen Tankstellen kostet der Liter 450 CFA, ca CHF 1.10. Die Qualität dieses Benzins im Süden des Landes sei genau so gut wie an den Tankstellen.
17.10.2006 12:36:41 PM - Eintrag: 87
18. Am Kochen in meiner afrikanischen Schweizerküche  
17.10.2006 12:38:32 PM - Eintrag: 88
19. Gabi und Janina An der Geburtstagsfeier von Jamina, 3-jährig.  
17.10.2006 12:40:55 PM - Eintrag: 89
  20. Gabi et enf. Gabi mit dem Neugeborenen Israel in Sakété
03.11.2006 10:54:24 AM - Eintrag: 93
  Bild 1, 9.00 Uhr, die Stühle sind noch fast leer, die ersten schlafen schon. Ich wollte die Sitzung auf 8.55 anberaumen, damit die Leute merken, dass wir es genau nehmen mit der Zeit. Aber eigentlich waren wir ganz froh, dass die Leute nicht pünktlich waren, wir hatten auch noch nicht alle Zahlen bereit?
03.11.2006 10:56:33 AM - Eintrag: 94
  Bild 2 Dafür blieb noch etwas Zeit für einen kleinen Schwatz. Diese Dame hat seit 18 Jahren ein ONG in Sakété und hat Arbre de vie schon viel geholfen und möchte uns weiter- hin so gut wie möglich unterstützen
03.11.2006 10:59:16 AM - Eintrag: 95
Bild 3 Honoré, der Präsident begrüsst und präsentiert den Rapport 2005 mittels PowerPoint Präsentation, die seine Frau zusammengestellt hat.  
03.11.2006 11:01:37 AM - Eintrag: 96
Bild 4 Augustin ist der Finanzer und präsentiert den Finanzbericht  
03.11.2006 11:03:44 AM - Eintrag: 98
  Bild 5 Die Zahlen sind nicht ganz rosig. Aber bisher hatten alle noch andere Teilzeit Jobs nebenher. Es wurde sehr viel gearbeitet in diesem Jahr. Und mit Stolz darf das Erreichte gezeigt werden.
03.11.2006 11:06:07 AM - Eintrag: 99
  Bild 6 Man glaubt es kaum, aber die ganze Crew hatte eine Freinacht vor dieser GV-Übung.
03.11.2006 11:08:34 AM - Eintrag: 100
  Bild 8 Frank, ebenfalls ein Mitglied unserer AG und Mieter im gleichen Hausblock. Er ist Unternehmensberater und konnte uns schon viele gute Tipps vermitteln.
03.11.2006 11:08:43 AM - Eintrag: 101
Bild 7 Es waren immerhin 25 Personen anwesend die die verschiedenen Berichte mit grossem Interesse mitanhörten  
03.11.2006 11:10:20 AM - Eintrag: 102
Bild 9 Richard der Waisenhausleiter im Gespräch mit einer andern ONG-Leiterin.  
03.11.2006 11:14:39 AM - Eintrag: 103
  Bild 10 Mein Vorschlag für Sandwich wurde nicht genehmigt. Man offeriert hier mindestens ein warmes Essen. Reis und Fisch, zu meinem Leidwesen.
03.11.2006 11:40:17 AM - Eintrag: 106
  Bild 11 Hier die Crew mit Anne-Julie, der französischen Krankenschwester. Sie hat letztes Jahr zwei Monate einen Stage in der Krankenstation in Sakété absolviert und ist eine begeisterte Werberin für unser ONG. Gerne möchte sie ab Januar in Bénin arbeiten, nur ist es eben sehr schwierig eine bezahlte Arbeit zu erhalten. Bezahlt, heisst hier schon wenn eine Krankenschwester 80-100 000 CFA verdient. Ca. 150 Franken, was auch hier nicht viel ist. Aber eben es gibt sehr viele die arbeiten ganz umsonst, in der Hoffnung auf eine spätere Anstellung.
03.11.2006 11:42:57 AM - Eintrag: 107
  Die wichtisten Gespräche finden beim Essen statt. Diese Dame hat uns gerade ihre, auf ONG spezialisierte Buchhaltungs-Software,offeriert und ihr Auto für die Woche vor der Abreise. Es gab noch sehr viele Erledigungen vor der Abreise des Präsidenten-Paares zu tätigen.
03.11.2006 11:57:44 AM - Eintrag: 108
  Bild 12 Frère François beeindruckt mich immer wieder. Vor der GV nahm er den Besen und wischte den Eingang. Er ist beim Arbeiten immer der Erste und beim Essen der Letzte.
03.11.2006 11:58:39 AM - Eintrag: 109
Bild 13 Das Essen ist mindestens so wichtig wie der Rest.  
03.11.2006 12:06:53 PM - Eintrag: 112
Excursion Zinsou 27.10.06 Wir haben die Direktrice der Stiftung Mlle Zinsou, sie ist auch Moderatorin am hiesigen Fernsehen, am Strand getroffen und ihr ein wenig von unserem ONG erzählt. Woraufhin sie sich spontan entschied, unsere Kinder vom Waisenhaus in Sakété an ihre aktuelle Ausstellung einzuladen. Die Ausstellung wurde von unzähligen Schulklassen, aber auch von vielen Erwachsenen frequentiert.
03.11.2006 12:11:18 PM - Eintrag: 114
  Bild 1 3 Kleinbusse mit 1Chauffeur warten bereits um 8.00 Uhr auf uns. Die anderthalb stündige Fahrt nach Sakété lässt uns genügend Zeit über das Tagesprogramm zu sprechen.
03.11.2006 12:26:16 PM - Eintrag: 119
  Bild 2 Die Kinderschar, es sind total 45 Kinder warten trotz der grossen Vorfreude überaus diszipliniert. Für viele der Kinder ist es das erste Mal, dass sie aus Sakété rauskommen.
03.11.2006 12:28:05 PM - Eintrag: 120
Bild 3 Unsere Kinderschar vor dem ONG. Da der Ausflug mitten in der Woche stattfand, hätten wir im Voraus die Lehrer informieren müssen. Diese sind jedoch nicht autorisiert so viele Kinder zu beurlauben. Deshalb wurde das einfach nachgeholt. Die Lehrer hatten allerdings im Wiederholungsfalle gedroht, die Kinder von der Schule zu weisen.  
03.11.2006 12:28:11 PM - Eintrag: 121
  Bild 4 Erwartungsvolle Kinderschar im Bus. Kaum eingestiegen, fangen sie an zu singen und hören erst bei der Ankunft in Cotonou auf. Hier singen die Kinder sehr viele christliche Lieder auch in der Schule. Das scheint die Muslime, die hier in der Überzahl sind, nicht weiter zu stören.
03.11.2006 12:30:03 PM - Eintrag: 122
  Bild 5 Richard, der Leiter des Kinderheims mit seiner Schar. Er ist ein herzensguter Mensch und liebt jedes der Kinder als wäre es sein eigenes.
03.11.2006 12:31:01 PM - Eintrag: 123
Bild 6 Eigentlich war es verboten in der Ausstellung zu fotografieren, sie machten dann aber eine Ausnahme, als ich erklärte die Bilder würden in der Schweiz gezeigt. Die Kinder wurden in zwei Altersgruppen eingeteilt und die Guides sprachen den Dialekt der Kinder. Es wurde nach jedem Bild wieder nachgefragt und kontrolliert ob die Kinder den Inhalt auch wirklich verstanden hatten.  
03.11.2006 12:32:45 PM - Eintrag: 124
Bild 7 Hier im Kinderzimmer der Stiftung wurde jedem Kind ein kleines Büchlein geschenkt. Dieses zeigte einige der gesehenen Bilder nochmals und zeigte Fragen oder Rätsel in Bezug auf das Gesehene.  
03.11.2006 12:33:22 PM - Eintrag: 125
  Bild 8 Den Kindern wurden Bonbons verteilt. Und sie durften auch eine Zeichnung des Gesehenen hinterlassen. Die besten wurden dann aufgehängt.
03.11.2006 12:34:42 PM - Eintrag: 126
Bild 9 Hier beim eindrücklichen Bau der Fondation Zinsou, das Gebäude gehört der Gattin des Ex Präsidenten.  
03.11.2006 12:35:16 PM - Eintrag: 127
  Bild 10 Falls Euch die Fondation weiter interessiert, hier noch die Webadresse.
03.11.2006 12:37:07 PM - Eintrag: 128
Bild 11 Im Anschluss fuhren wir mit der ganzen Schar zum Place Etoile rouge. Dieser ist in Cotonou etwa gleichbedeutend wie der Eifelturm in Paris.  
03.11.2006 12:39:12 PM - Eintrag: 129
  Bild 12 Die Angestellten haben Reis und Poulet vorbereitet. Hier kann man den Kindern nicht einfach ein Sandwich in die Hand drücken. Da die Frage nach der Mahlzeit (diese wohlverstanden warm) von höchster Bedeutung ist.
03.11.2006 12:39:29 PM - Eintrag: 130
Bild 13 Hier die Statue des Bauern in der Mitte des Sterns sur la place Etoile rouge  
03.11.2006 12:42:23 PM - Eintrag: 131
Bild 14 Hierzu gibt es eine lustige Geschichte; Der Präsident und alle hohen Militärs des Landes verfolgten gerade ein Militär-Defilé als ein Verrückter ?un fou? unten bei der Statue stand und rief, Jacob viens en bas, l?agriculture ne se fait pas au ciel. (Jakob komm runter, Landwirtschaft macht man nicht im Himmel). Der Präsident und alle Anwesenden fanden diesen Ausspruch so köstlich, dass von nun an, die Statue nur noch Jacob sur la place rouge genannt wird.  
03.11.2006 12:44:12 PM - Eintrag: 132
  Bild 15 War leider in der vollen Mittagssonne und ich habe das Bild fehl belichtet. Viele der Kinder haben zum ersten Mal das Meer gesehen und waren sehr beeindruckt. Sie waren nicht dazu zu bewegen, sich etwas näher an den hohen Wellen fotografieren zu lassen.
03.11.2006 12:44:56 PM - Eintrag: 133
Bild 16 Die Angestellten hatten ihre helle Freude an den Wellen und wären am liebsten noch etwas hier verweilt. Die Sonne war jedoch so brennend heiss und die meisten der Kinder hatten keine Kopfbedeckung.  
03.11.2006 12:46:47 PM - Eintrag: 134
  Bild 17 Das Schlussbild eines schönen, für viele der Kinder sicher unvergesslichen Tages.
27.11.2006 09:17:11 AM - Eintrag: 135
1. Die ?gute Stube? oder der Salon, wie man hier sagt. Emmanuel fühlt sich hier sehr wohl.  
27.11.2006 09:23:21 AM - Eintrag: 136
1. Die ?gute Stube? oder der Salon, wie man hier sagt. Emmanuel fühlt sich hier sehr wohl.  
27.11.2006 09:23:58 AM - Eintrag: 137
2. Meine Waschküche. Die Waschmaschine ist eine Miele aus der Schweiz. Allerdings muss die Maschine sich damit abfinden, dass sie während des Waschvorgangs stundenlang unterbrochen wird. Der Strom wird praktisch täglich ohne Vorwarnung abgestellt. Ich hoffe sie nimmt keinen Schaden. Ich habe hier diese Marke nicht gesehen. Der Wäschetrockner ein Stewi, der genau in diesen Gang passt ist ebenfalls aus der Schweiz  
27.11.2006 09:27:44 AM - Eintrag: 138
  3. Salon mit Halbafrikanerin.
27.11.2006 09:29:58 AM - Eintrag: 139
4. Ausser für?s Foto, gibt es nicht viel Zeit zum Ausruhen. Ich bin hier fast immer am Arbeiten seit die Direktion verreist ist. Es gibt viel zu tun. Natürlich möchte ich in der Zeit die mir hier zur Verfügung steht, möglichst viel bewegen.  
27.11.2006 09:31:42 AM - Eintrag: 140
  5. Emanuel und ich am Baby Foot, ich habe keine Chancegegen ihn zu gewinnen!
27.11.2006 09:33:58 AM - Eintrag: 141
6. Hier das Kinderzimmer. Im Zweifelsfall kann ich hier 4 Kinder unterbringen. Ein Teil der Küche musste ich leider hier platzieren, da es zu wenig Platz gab. Alle wollten, dass ich den ?schönen Kühlschrank? doch im Salon platzieren müsste, hier wird das so gemacht, zeigen was man hat.  
27.11.2006 09:36:45 AM - Eintrag: 142
  7. Hier mein Büro. Wenn im ONG der Strom ausfällt, kann ich die Leute nach Hause schicken. Zum Glück habe ich noch die zwei Laptops. Louis hat sich gut an meinen Mac gewöhnt.
27.11.2006 09:39:36 AM - Eintrag: 143
  9. Mein Sorgenkind, er hat gerade wieder mal nach neuen Stossdämpfern geschrieen. Mit diesen Strassen hier, wird das wohl nicht allzu lange hinhalten.
27.11.2006 09:40:01 AM - Eintrag: 144
8. Emmanuel auf der Dachterrasse  
27.11.2006 09:41:28 AM - Eintrag: 145
10. Sonnenuntergang, um ca. halb sieben Uhr.  
27.11.2006 10:04:54 AM - Eintrag: 146
  1.Triplets Ich werde darüber informiert, dass Drillinge in ganz prekären Verhältnissen mit 5 weiteren Kindern unter grösster Armut leben. Eine alte Frau, die die Nachbarin dieser Familie ist, hat unser Waisenhaus auf die Kinder aufmerksam gemacht. Die Kinder haben zwar noch beide Eltern, leben aber in grösster Armut. Die Kirche hat ihnen einen Raum von 9m3 zur Verfügung gestellt. Dieser muss für zwei Erwachsene und 8 Kinder ausreichen. Die ersten beiden Kinder dieser Familie wurden verhext und starben. Nachher musste das Ehepaar auch noch zwei Kinder des verstorbenen Bruders aufnehmen.
27.11.2006 10:11:06 AM - Eintrag: 147
  3. Hier die Kinder die vom Federvieh bestürmt werden, weil sie gerade das von mir mitgebrachte Brot, hier eine absolute Delikatesse, essen. Das im Zeitalter der Vogelgrippe. Auch die Hühner leben immer im Schlaf- Wohn- und Esszimmer.
27.11.2006 10:11:47 AM - Eintrag: 148
2. Die Mutter der grossen Kinderschar. Sie ist sehr nett, spricht aber leider kein Französisch. Sie ist völlig erschöpft. Sie sagt vor allem die Nächte seien schlimm. Die Kinder weinen häufig und wenn eines weine, fangen die andern auch an zu schreien.  
27.11.2006 10:15:44 AM - Eintrag: 149
  5. Hier zwei weitere Kinder der Familie
27.11.2006 10:16:32 AM - Eintrag: 150
4. Richard der Waisenhausvater spricht den Dialekt der Familie und klärt ab, ob es wirklich sinnvoll ist, wenn wir die Drillinge ins Waisenhaus holen. Die Mutter ist einfach so erschöpft, dass sie zu allem Ja sagen würde. Ich finde das allerdings eine ganz schlechte Idee für so kleine Kinder.  
27.11.2006 10:19:01 AM - Eintrag: 151
7. Wir sprechen mit dem Vater ganz offen auch über Familienplanung. Weil ein weiteres Kind liegt nicht mehr drin.  
27.11.2006 10:19:18 AM - Eintrag: 152
  6. Der Raum wurde von der Kirche zur Verfügung gestellt und ist auf die Länge keine Lösung. Ich denke, wenn für das dritte der Kinder eine Patin, ein Pate gefunden wird, können wir die Familie auch bei den Mietkosten unterstützen.
27.11.2006 10:21:36 AM - Eintrag: 153
  8. Hier die Kinder kurz vor unserer Abreise ins Waisenhaus. Allerdings dauert dieser Schlaf nicht sehr lange.
27.11.2006 10:22:04 AM - Eintrag: 154
9. Ich habe entschieden, dass wir die Mutter und die Drillinge für ein paar Wochen in die Ferien holen. Den Ausschlag dafür gab, Danielle, eine Voluntärin aus Frankreich. Sie ist Krankenschwester und hat sich bereit erklärt bei der Betreuung der Kinderschar mitzuhelfen. Sie ist Krankenschwester.  
27.11.2006 10:39:34 AM - Eintrag: 155
  10. Hier werden die Drillinge von unseren Kindern herzlich empfangen und sofort gefüttert.
27.11.2006 10:40:38 AM - Eintrag: 156
11. Danielle ist sofort der Liebling vieler Kinder. Diese Waisenkinder sind extrem anhänglich und man merkt, dass ihnen die Mutter fehlt.  
27.11.2006 10:43:57 AM - Eintrag: 157
  12. Eins unserer Kinder mit einem der Drillinge. Unser Kinder freuen sich extrem über die angekommenen Winzlinge.
27.11.2006 10:45:04 AM - Eintrag: 158
13. Die Kinder werden von allen sofort ins Herz geschlossen. Keine Eifersucht, nichts Negatives.  
27.11.2006 10:50:49 AM - Eintrag: 159
  14. Jacqueline auf dem Töpfchen. Bei ihrer Ankunft hatte sie plötzlich hohes Fieber.
27.11.2006 10:50:56 AM - Eintrag: 160
15. Unsere vierjährige Alice mit den Drillingen. Wenn die andern in der Schule sind, ist sie immer alleine und deshalb geniesst sie diese Abwechslung doppelt.  
27.11.2006 11:06:02 AM - Eintrag: 161
  16. Alice spricht Jacob gut zu, dass er doch endlich laufen soll. Die Drillinge sind schon 20 Monate alt, am 10.3.05 geboren und laufen noch immer nicht.
27.11.2006 11:11:25 AM - Eintrag: 162
17. Beim nächsten Besuch die Mutter mit den Drillingen in unserem Center. Es gefällt ihr gut und sie geniesst es, dass sie nicht immer für ihre Riesenfamilie kochen muss.  
27.11.2006 11:24:02 AM - Eintrag: 163
19. Jacob fängt an zu laufen, was die andern ebenfalls animiert es ihm nachzutun.  
27.11.2006 11:24:41 AM - Eintrag: 164
  18. Auch Jacqueline, das kritischste der drei, taut langsam auf.
27.11.2006 11:30:33 AM - Eintrag: 165
20. Alice trainiert alle drei. Sicher können sie bald gehen. Es ist ein eindeutiges Zeichen von Fehlernährung.  
27.11.2006 06:16:57 PM - Eintrag: 166
  1. Bau: Das von Hand ?trassierte? und gerodete Terrain auf dem schlussendlich das Waisenhaus, im Moment 3 Schlafsäle, erstellt wird. Diese drei Schlafsäle wurden von der amerikanischen Botschaft gespendet. Die Eltern, Barbara und Hans Meier haben das Geld für einen Brunnen, 12 m tief, geschenkt. Das Wasser für den Bau wird im Moment mühsam von Hand, durch Frauen, aufs Terrain getragen. In einer späteren Phase wird dann das Gesundheitszentrum, ein Personalhaus mit Küche, Duschen und WC?s dazugebaut. In diesem Haus sollen dann auch die Volontäre in Zukunft Unterkunft finden.
27.11.2006 06:17:40 PM - Eintrag: 167
2. Die Trassierung passiert hier von Hand mit der Hacke.  
27.11.2006 06:24:31 PM - Eintrag: 168
  3. Hier werden die Backsteine von Hand vor Ort pro Paar gefertigt.
27.11.2006 06:25:01 PM - Eintrag: 169
4. Allerdings gibt es auch hier schon modernere Methoden, bei denen die Formen Löcher enthalten damit die Backsteine später weniger Wärme speichern, was hier von Nutzen wäre. Ganz clever wäre es gewesen, wenn man auf die traditionelle Bauweise mit roter Lehmerde gebaut hätte. Dieses Mazterial schützt extrem vor der Hitze und überdauert ebenfalls Jahre.  
27.11.2006 06:27:11 PM - Eintrag: 170
  5. Das Personal begutachtet die Fortschritte. Augustin, in der Mitte wurde die Koordination mit dem Baumeister und der Botschaft übertragen. Er bemüht sich sehr und ist stolz, dass man ihm die Arbeit in Abwesenheit der Direktion übertragen hat. Allerdings musste ich bereits die Türen etwas vergrössern
27.11.2006 06:29:46 PM - Eintrag: 171
6. Es sind schon 980 Backsteine produziert.  
27.11.2006 06:30:11 PM - Eintrag: 172
  7. Leider wurden auch beim Abbrennen des Terrains, viele wunderschöne Palmen vernichtet. Aber das alles wächst hier schnell wieder nach
27.11.2006 06:33:25 PM - Eintrag: 173
  9. Dritte Baubesichtigung am 24. November. Das Ganze macht Fortschritte. Hier wird nicht mit der Wasserwage gebaut.
27.11.2006 06:34:09 PM - Eintrag: 174
8. Bei meiner zweiten Bauinspektion haben zwei von drei Mitarbeitern mittags um halb fünf geschlafen. Bei meiner Reklamation via dem Baumeister meinte dieser, das sei doch sein Problem, er bezahle schliesslich die Löhne  
27.11.2006 06:37:59 PM - Eintrag: 175
  10.Zimperlich sein nützt ebenfalls nichts. Hoffentlich passen am Schluss die Fenster rein. Keller werden keine gebaut.
07.01.2007 12:50:13 PM - Eintrag: 176
  Bild 1 Augustin, der Buchhalter fällt gerade unseren Weihnachtsbaum
07.01.2007 12:53:27 PM - Eintrag: 177
  Bild 2 Richard beim Transport unseres Weihnachtsbaums
07.01.2007 12:57:31 PM - Eintrag: 178
Bild 3 Augustin animiert die Kinder zum Singen  
07.01.2007 12:59:44 PM - Eintrag: 179
  Bild 4 Zita, die beste aller Köchinnen, normalerweise unsere Sekretärin
07.01.2007 01:03:55 PM - Eintrag: 180
  Bild 5 Die Kinder spielen begeistert mit.
07.01.2007 01:04:00 PM - Eintrag: 181
  Bild 6 Völlig andächtig hört der Kleine den Weihnachtsklängen zu
07.01.2007 01:06:41 PM - Eintrag: 182
  Bild 7 Auch die afrikanische Trommel darf natürlich nicht fehlen
07.01.2007 01:07:40 PM - Eintrag: 183
Bild 8 Begeistert über die vielen Spiele; hier dans la mare (rivière) sur la Rive.  
07.01.2007 01:08:29 PM - Eintrag: 184
  Bild 9 Charlotte hebt völlig ab im Spiel
07.01.2007 01:09:39 PM - Eintrag: 185
Bild 10 Der Waisenhausvater hat sofort einen Dankesbrief an die edlen Spender dieses Weihnachtsfestes, Hans und Barbara Meier geschrieben.  
07.01.2007 01:10:10 PM - Eintrag: 186
  Bild 11 Hier unsere festlich gedeckte Tafel
07.01.2007 01:12:03 PM - Eintrag: 187
Bild 12 Die Kinder beim Weihnachtsschmaus. Fisch und Reis und zur Auswahl, Makaroni und Poulet. Früchte zum Dessert und Weihnachtsguetsli nach Betty Bossy Rezept.  
07.01.2007 01:12:36 PM - Eintrag: 188
  Bild 13 Auch Gäste sind hier herzlich willkommen. Diverse Arme und Alte sind mit ihrem Plasticsäckli vorbeigekommen um etwas Nahrung abzuholen.
07.01.2007 01:14:41 PM - Eintrag: 189
Bild 14 Alle Kinder haben ein Geschenkli erhalten. Hier Oluwafémi mit seinem neuen Ball, (Geschenk vom Götti).  
07.01.2007 01:15:26 PM - Eintrag: 190
  Bild 15 Unser Jüngster mit seinem Geschenkli
07.01.2007 01:17:30 PM - Eintrag: 191
Bild 16 Kinderaugen  
07.01.2007 01:17:52 PM - Eintrag: 192
  Bild 17 Perlen aus der Schweiz.
07.01.2007 01:19:12 PM - Eintrag: 193
Bild 18 Mathieu und Charlotte  
07.01.2007 01:19:29 PM - Eintrag: 194
  Bild 19 Rita und ich.
28.02.2007 09:24:45 AM - Eintrag: 195
  Ganvié ? das Venedig Afrikas
28.02.2007 09:36:06 AM - Eintrag: 196
Ganvié heisst die Leute sind gerettet  
28.02.2007 09:39:12 AM - Eintrag: 197
  Ganvié ist ein absolutes Highlight, wenn man zu Besuch in Bénin weilt. Es befindet sich eine Autostunde von Cotonou entfernt.
28.02.2007 09:41:47 AM - Eintrag: 198
Das Pfahlbauerdorf ist auf dem Lac Nakoué, an der Flussmündung des Ouémé gebaut. Es zählt heute rund 30 000 Einwohner.  
28.02.2007 09:44:40 AM - Eintrag: 199
Die Häuser sind vor allem aus Bambus konstruiert und weisen Strohdächer auf.  
28.02.2007 09:47:19 AM - Eintrag: 200
  Zur Besichtigung (Kosten ca. 6 000 CFA = 15 CHF pro Person) kann eine Piroge, ein einfaches Holzschiff) mit oder ohne Motor gewählt werden.
28.02.2007 09:50:13 AM - Eintrag: 201
Diejenige mit Motor ist natürlich schneller aber auch lauter. Mit dem Boot ohne Motor, wird sofern es Wind hat, zuerst einmal gemütlich gesegelt. Die Distanz ab Anlegestelle bis zum Dorf beträgt ca. 7 km.  
28.02.2007 09:52:02 AM - Eintrag: 202
  Eine Fahrt auf einem Segelboot oder einer Piroge dauert rund 3 Stunden, auf einem Motorboot 2 Stunden. Auf der gemütlichen Schifffahrt erzählt der Begleiter, die Entstehungsgeschichte dieses Dorfes. Es gibt dazu zwei Varianten. Übereinstimmung herrscht lediglich in der Jahrzahl von 1717 für die Entstehung.
28.02.2007 09:54:12 AM - Eintrag: 203
  Die ethnische Gruppe, zu der 40 000 Flussbewohner zählen, nennt sich Toffinu. Der grösste Anteil von ihnen lebt in Ganvié.
28.02.2007 09:57:11 AM - Eintrag: 204
Geschichte I Die Dorfbewohner in der Gegend des Mono (Grenzfluss zu Togo) mussten anlässlich eines Stammeskrieges fliehen. Als sie die Lagune erreichten, konnten sie nicht weiter, denn weder die tapferen Krieger noch ihre Familien konnten schwimmen. Sie warfen das Orakel, welches ihnen in mitten des Sees eine Insel versprach. Der Stammesälteste verwandelte sich in einen Vogel und erkundete das Gebiet. Tatsächlich entdeckte er eine Insel. Seine Leute wurden dorthin gebracht.  
28.02.2007 09:59:08 AM - Eintrag: 205
Diese Insel erwies sich allerdings als zu klein für die vielen Leute worauf sie im Wasser Hütten auf Pfählen bauten. Wo sie heute noch stehen und immer zahlreicher werden.  
28.02.2007 10:03:21 AM - Eintrag: 206
  Ganvié besitzt, wie andere Dörfer der Region auch, viele Kirchen und einen Friedhof. Wasser kommt aus artesischen Brunnen, die früher von den Franzosen gebaut und vor kurzem von den Kanadiern ergänzt wurden. Alle Bewohner müssen via Anlegestelle von Calavi auf das Festland. Nur wir durften dank dem Chef de Village die umgekehrte Route fahren. Gegen den Wind kann man mit den Pirogen leider nicht kreuzen, sie haben keinen Kiel, so müssen alle rudern oder Stacheln. Die zweite Geschichte erzähle ich Euch, bei Eurem Besuch.
28.02.2007 10:05:39 AM - Eintrag: 207
Nicht nur auf der Strasse sind alle Vehikel völlig überladen. Auch dieser Kahn ist beladen mit einem Wald. Wozu habe ich leider nicht erfahren.  
28.02.2007 10:06:30 AM - Eintrag: 208
  Nicht nur auf der Strasse sind alle Vehikel völlig überladen. Auch dieser Kahn ist beladen mit einem Wald. Wozu habe ich leider nicht erfahren.
28.02.2007 10:10:28 AM - Eintrag: 209
Das Personal ist gerade daran das rote Expotel, chez Raphael und seinen Ausstellungsraum für Kunsthandwerk neu zu bemalen. Es gibt hier wunderschönes, afrikanisches Kunsthandwerk und auch Bilder zu kaufen. Die Preise sind moderat und die Verkäufer unaufdringlich.  
28.02.2007 10:12:08 AM - Eintrag: 210
  Dieses Hotel ist äusserst verschieden von allem was ich je gesehen habe. Kaum einen Meter achzig über Wasser mit einer herrlichen Aussicht. Es ist sehr romantisch und weist lediglich vier Zimmer auf.
28.02.2007 10:20:55 AM - Eintrag: 211
Praktisch jedes Touristenboot hält hier für einen Drink und eine Besichtigung der Ausstellung  
28.02.2007 10:22:31 AM - Eintrag: 212
  Hier der Marché flottant, wo die Marktfrauen ihre Ware auf den Pirogen anbieten. Es Früchte, Gemüse und alles was zum täglichen Leben gebraucht wird. Auch die Käufer kommen per Schiff. Auf dem Schiff wird gespielt, getrunken, gegessen und geplaudert.
28.02.2007 10:24:15 AM - Eintrag: 213
Hier hängt nicht etwa die Wäsche zum Trocknen sondern diese Hemden werden zum Verkauf angeboten.  
28.02.2007 10:26:27 AM - Eintrag: 214
Zum Fotografieren gibt es hier unzählige Motive. Allerdings ist es nicht mehr ganz so einfach, seit ein berühmter Magnumfotograph Preise für ein Bild das hier aufgenommen wurde, einheimste.  
28.02.2007 11:01:10 AM - Eintrag: 217
Die Leute haben den Eindruck, dass alle Touristen dank ihrem Konterfei, viel Geld verdienen. Und da möchten sie natürlich auch mit profitieren. Es gibt aber auch Leute die sich nicht fotografieren lassen wollen und schnell mal ihren Hut übers Gesicht ziehen oder schnell das Boot wenden.  
28.02.2007 11:03:20 AM - Eintrag: 218
  Wer es vermag, malt sein Haus bunt an. Die Schwarzen lieben die Farben. Zweistöckige Bauten sind eher selten.
28.02.2007 11:05:02 AM - Eintrag: 219
Diese Frauen haben wir gerade an einem kleinen Schwatz unterbrochen. Weisse fallen hier immer auf.  
28.02.2007 11:09:04 AM - Eintrag: 220
Waschtag?Ich staune immer wieder wie sauber sie meistens gekleidet sind. Die Frauen waschen mit kaltem Wasser. Seife ist ebenfalls meistens rationiert.  
28.02.2007 11:13:08 AM - Eintrag: 221
  Was der Mechaniker in luftiger Höhe wohl flickt. Wohl kaum die Bootsmotoren.
28.02.2007 11:14:21 AM - Eintrag: 222
Das ist ein Fischrestaurant. Ich hoffe die Fische wurden etwas weiter draussen im See gefischt. Kanalisation gibt es hier keine.  
28.02.2007 11:20:10 AM - Eintrag: 224
  Diese Dame wirbt für das Ortsmuseum.
28.02.2007 11:22:12 AM - Eintrag: 225
Maggi sorgt hier nicht nur für Würze sondern auch für Schatten.  
28.02.2007 11:24:38 AM - Eintrag: 226
Dieses Boot macht Werbung für das zweite Hotel am Ort: Ganvie Holiday Resort. Es ist erst zum Teil fertig gestellt. Da die Touristen noch sehr spärlich sind.  
28.02.2007 11:26:00 AM - Eintrag: 227
Hier das Restaurant des Hotels. Die Zimmer sind einfach und sauber.  
28.02.2007 11:27:12 AM - Eintrag: 228
  Es ist sehr schade, wenn hier nun auch die Backsteinhäuser Einzug halten. Eine Bauzonenordnung gibt es sicher nicht. Hier macht jeder was er will.
28.02.2007 11:28:34 AM - Eintrag: 229
Es war ein wunderschöner und erfüllter Ausflug. Wir alle, auch die Einheimischen waren begeistert von diesem Pfahlbauerstädtchen.  
06.03.2007 02:32:04 PM - Eintrag: 230
  Das alte portugiesische Fort, erstellt im Jahr 1721 durch Joseph de Torres. Erbaut wurde es vor allem als Handels- und Missionarbasis. Später wurden in diesem Fort die Sklaven vor ihrer Verschleppung festgehalten.
06.03.2007 02:35:19 PM - Eintrag: 231
Heute ist in diesem Fort ein Geschichtsmuseum untergebracht. Es dokumentiert vor allem die lange Geschichte des Sklavenhandels.  
06.03.2007 02:36:30 PM - Eintrag: 232
  Die ersten Europäer liessen sich 1556 in Dahomey (heutiges Bénin) nieder. Zu den ersten zählten die Portugiesen gefolgt von den Dänen, Franzosen, Engländern, Deutschen und den Holländern. Die französischen Kolonialherren regierten das Land während 60 Jahren (1900-1960).Unabhängigkeitstag ist der 1. August 1960. Heutiger Nationalfeiertag.
06.03.2007 02:37:38 PM - Eintrag: 233
1820-1835 wandern die nach Brasilien verschleppten Einheimischen wieder nach Ouidah zurück.  
06.03.2007 02:42:25 PM - Eintrag: 234
  Vor dem Dangbe-Tempel mit der mythischen, heiligen Python. Dangbé ist ein wichtiger Voodoo- Schrein. In vielen Kulturen werden Schlangen verehrt aber auch gefürchtet. Im Voodoo repräsentiert die Schlange den Gott Da, Dan oder Dangbe. Er gilt als Lebensspender und Fruchtbarkeitssymbol. Er ist der am meisten verehrte Gott in Ouidah. Regenbogen sind weitere Symbole von Da. Sie sind im ganzen Tempel überall zu finden.
06.03.2007 02:44:34 PM - Eintrag: 235
Die Python und ich. Wer hatte wohl mehr Angst? Ich fand mich schon besonders mutig, als ich mir die Python um den Hals hängen liess. Wissend, dass, wenn sie aus Schreck anfängt zu würgen, jede Hilfe zu spät kommt.  
06.03.2007 02:47:36 PM - Eintrag: 236
  In diesem Tempel leben unzählige Pythons. Der Guide fragte mich, ob ich diesen betreten möchte und natürlich wollte ich. Mein Herz hat dann aber schon etwas geklopft, als ich inmitten all dieser Schlangen durchspazierte. Man hat mir nachher erklärt, dass die Touristen normalerweise keinen Zugang zum Schlangentempel hätten und die Einheimischen waren sehr erstaunt, dass mir dieser Besuch ermöglicht wurde.
06.03.2007 02:54:41 PM - Eintrag: 237
La route des Esclave. Sie ist ungefähr 3,5 km lang und führt von Ouidah bis zum Meeresstrand. Oft bedeutete sie die Schlussstrecke eines langen Weges der nicht selten hunderte von Kilometern im Landesinnern begonnen hatte. Für viele Sklaven war Ouidah das letzte Stück Land, das sie von Afrika gesehen hatten. Dieser Weg ist gesäumt von Statuen aller Art.  
06.03.2007 02:57:59 PM - Eintrag: 238
Eine riesige Skulptur, die zeigt, dass die Mächtigen dieses Landes oft das Zünglein an der Waage für ein Schicksal in Unfreiheit und Folter bedeuteten.  
06.03.2007 03:00:29 PM - Eintrag: 239
  Ein weiteres wehrloses Zeugnis aus einer der dunkelsten Zeiten der Geschichte Afrikas. Millionen von Menschen, Frauen, Männer und Kinder wurden aus Habgier verkauft und geknechtet. Als ich diesen Weg abmarschierte, hat mich das Schicksal dieser Menschen stark berührt. Wie kann so was Unmenschliches passieren? Ohne, dass sich jemand für diese Minderheit zur Wehr setzt?
06.03.2007 03:04:08 PM - Eintrag: 240
Baum des Vergessens. Dieser Baum wurde mit magischen Eigenschaften gepflanzt und gesegnet durch den König Agadja. Männliche Sklaven hatten den Baum 9 mal und weibliche- und Kindersklaven 7 mal zu umringen.  
06.03.2007 03:05:43 PM - Eintrag: 241
  Nach dieser Umkreisung, so behauptet man, hatten alle ihre bisherigen Namen, ihrer Familie, ihre Identität und ihr bisheriges Leben dank der Magie vergessen. Der Baum weist heute eine riesige Wunde auf. Es heisst, dass er vom Blitz getroffen wurde.
06.03.2007 03:07:55 PM - Eintrag: 242
Memorial de Zoungbodji. Die Sklaven wurden nur selten am Tag des Verlassens des Sklavenmarkts verschifft. Man zwang sie in einen dunklen Raum der hiess Zomaï, was soviel wie ?wo kein Licht erlaubt ist? heisst. Nicht selten wurden die Sklaven mehrere Monate in diesem dunklen Verliess festgehalten. Die Idee war, dass ihr Lebensgeist gebrochen wurde, sie komplett desorientiert würden und sich also nicht mehr zur Wehr setzen würden. Viele überlebten diese mörderische Kur nicht und starben an Ort und Stelle. Diese Körper wurden in ein Massengrab auf dem Sklavenweg geworfen.  
06.03.2007 03:09:57 PM - Eintrag: 243
  La porte du non retour. Dieses Monument mit seinen Wandgemälden veranschaulicht die Reise der Sklaven und bildet das Ende einer schrecklichen Ganges. Im Hintergrund, das runde weisse Häuschen, war für die Menschen die kurz vor ihrer Abreise starben, die letzte Ruhestätte.
06.03.2007 03:12:44 PM - Eintrag: 244
Dieses Monument ist hier zur Begrüssung der Rückkehr der Seelen der Verstossenen.  
06.03.2007 03:14:38 PM - Eintrag: 245
  Memorial du Grand Jubilé de l?an 2000. Christliches Denkmal unweit des Sklavenverschiffungs-Platzes am Meer.
06.03.2007 03:17:41 PM - Eintrag: 246
Casa del Papa. Dieses wunderschön gelegene Hotel liegt etwa 8 km vom Stadtzentrum von Ouidah entfernt ist ein Ort der Ruhe. Es entspricht höchsten Ansprüchen sowohl als Hotelunterkunft mit Swimmingpool als auch zum Essen. Hier logieren die Reichen und Superreichen aus allen Herrschaftsländern.  
06.03.2007 03:27:52 PM - Eintrag: 248
  Auf der Vorderseite der Bungalow Anlagen ist der Atlantik und auf der Rückseite die Lagune. Dieses wunderschöne Strandhaus lädt zum Lesen und Ausruhen ein.
06.03.2007 03:36:07 PM - Eintrag: 249
Blick vom Strandhaus auf die Lagune.  
06.03.2007 03:41:17 PM - Eintrag: 251
Nach diesem eindrücklichen Tag, mit sehr viel Bedürfnis nach Verarbeitung, hat die Ruhe die mich hier umgab meine Gefühle wieder etwas besänftigt.  
06.03.2007 03:55:15 PM - Eintrag: 252
  Die Bungalow-Anlage mit Meerblick. Ein Zimmer in einem Bungalow kostet 100 Franken für die erste Person oder 120 für zwei Personen zusammen. Dieses Luxus-Hotel beherbergt viele Europäer und Reisende aus dem asiatischen Raum. Die Zimmer sind sehr komfortabel und wunderschön eingerichtet. Jeder Bungalow verfügt über eine eigene Terasse. Das Essen das sowohl im modernen Restaurant aber auch auf der gedeckten Terasse mit Meerblick eingenommen werden kann, befriedigt auch Anspruchsvolle. Die Anlage verfügt über drei eigene Bäder. Eine eigene Quadpiste, Voleyball, Billiard, Ping-pong und sogar Velos stehen zur Verfügung.
06.03.2007 04:00:17 PM - Eintrag: 253
Ausblick vom Restaurant zum Meer.  
20.03.2007 09:56:06 PM - Eintrag: 254
  Ouidah Fest von Dagbo Hounon, alljährlich am 10. Januar 2007, Ouidah ist eine Stadt an der Atlantikküste ganz im Süden von Benin. Als einziger Hafen Benins war Ouidah das Zentrum des Sklavenhandels. Seit 1999 ist die Stadt de facto Hauptstadt des Departements Atlantique, wurde dazu aber noch nicht offiziell ernannt. Im XVI Jahrhundert entstand das Dorf Ouidah (französisch), Ajuda (portugiesisch) oder Whyda (englisch). Es wurde durch einen Herrscher aus Savé gegründet. Er hiess Gléhué, ?la maison des champs? (Haus der Äcker. Nach und nach entwickelte sich Gléhué zu einer der wichtigsten Drehscheiben des afrikanischen Sklavenhandels. Es gilt als die Wiege des Voodoo.
20.03.2007 09:58:04 PM - Eintrag: 255
Es gibt auch heute noch unzählige grosse und kleine Könige in ganz Bénin. Ihre Wichtigkeit wird hier nicht selten nach Automarke und -grösse dokumentiert. Wichtige, einflussreiche Könige, erhalten staatliche Unterstützung für ihre Departemente und ihre Arbeit.  
20.03.2007 09:59:23 PM - Eintrag: 256
  Das Voodoo Fest ist für alle ein unvergessliches Erlebnis. Keiner der vielen Würdenträgern durfte hier fehlen. Die Voodoo Religion entstand aus einer Synthese des Glaubens der Yoruba aus Niveria und verschiedenen Einflüssen aus der Karibik und Brasilien. Diese Religion entstand, als die Nachfahren der Sklaven aus diesen Ländern zurückkehrten.
20.03.2007 10:00:36 PM - Eintrag: 257
Feste geben in kurzer Zeit sehr tiefe Einblicke in das Wesen und die Besonderheiten fremder Kulturen und Gesellschaften. Viele dieser Würdenträger waren offen für persönliche Gespräche. Sie gaben mir sogar ihre Visitenkarten, die ich allerdings in Cotonou liess, und luden mich zu Besichtigungen und Gesprächen ein. Andere interessierten sich für meine Arbeit in Bénin.  
20.03.2007 10:03:05 PM - Eintrag: 258
  Es gibt nur zwei Länder in der Welt, in denen Voodoo als Staatsreligion anerkannt ist. Bénin war eindeutiger Vorreiter. Auch hohe Politiker und Militärs dokumentieren ihre Wichtigkeit an diesem Tag.
20.03.2007 10:05:22 PM - Eintrag: 259
Es ist durchaus üblich, dass die Leute offiziell Christen oder Muslime sind und trotzdem Voodoo praktizieren. Das wird aber nicht als Widerspruch angesehen. Es war ein Fest für die Augen. Diese Abkömmlinge aus allen Herrenländern miterleben zu dürfen. Hier ganz klar Abkömmlinge aus Haiti.  
20.03.2007 10:06:52 PM - Eintrag: 260
  Diese ehrwürdige, alte Voodoo Priesterin sah ich später tanzen bis sie in Trance fiel.
20.03.2007 10:09:11 PM - Eintrag: 261
In vorderster Front die Königinnen mit ihren Velos. Diese symbolisieren ihre Kraft und Macht .Die Götter können in den verschiedensten Formen erscheinen.Als Donnergott, Eisengott(Symbol der Eisenvelos) oder Pockengott.  
20.03.2007 10:10:59 PM - Eintrag: 262
  Die Stimmung ist mitreissend, überall ertönt das Trommeln der Musiker und es wird ekstatisch getanzt. Verteilt über den riesigen Platz sind Zelte aufgestellt, unter denen sich die Mitglieder der verschiedensten Voodoo-Gruppierungen versammelt haben. Häufig haben sie eigene Erkennungszeichen die nicht selten auf ihrer Kopfbedeckung angebracht sind.
20.03.2007 10:13:27 PM - Eintrag: 263
Allerorts wird getanzt und gesungen. Es herrscht Fröhlichkeit an allen Ecken und Enden. Im ganzen Lande, aber ganz besonders in Ouidah feiern die Menschen das traditionelle Voodoo Fest.  
20.03.2007 10:15:05 PM - Eintrag: 264
  Das farbenfrohe Fest widerspiegelt die fröhliche Stimmung dieses Tages.
20.03.2007 10:18:07 PM - Eintrag: 265
Die Königinnen und Priesterinnen geniessen hier hohes Ansehen. Sie dürfen überall in vorderster Front auf den Ehrenplätzen Platz nehmen.  
20.03.2007 10:21:03 PM - Eintrag: 266
  Junge wie alte Männer sind hier reich geschmückt, parfümiert und dekoriert. Sie tragen fast ausnahmslos Amulette zur Unterstützung bei den verschiedensten Alltagsproblemen. Diese Amulette werden von den Fetischeuren aus verschiedenen Substanzen, die man auf dem Fetischmarkt bekommt, hergestellt.
20.03.2007 10:23:47 PM - Eintrag: 267
Diese geheimnisvolle Gruppe erregte besonders viel Aufsehen. Vor allem auch unter den weissen Besuchern. Dieser religiöse Kult steht in direktem Zusammenhang mit dem Sklavenhandel. Es wird Verbindung aufgenom-men mit den Seelen der Ahnen. Sie tanzten sich später alle bis sie in Trance fielen (Selbsthypnose). Später wurde auch noch das Orakel befragt. Dieses gibt mittels eines komplizierten Verfahrens Auskunft zu gestellten Fragen.  
20.03.2007 10:26:24 PM - Eintrag: 268
  Hier wagte ich es nicht, einfach zu fotografieren. Doch der Fetischeur erlaubte mir, ein Bild von seinen Fetischen aufzunehmen. Damit die Götter den Menschen wohl gesonnen sind, wird ihnen mit Hilfe von Fetischen geopfert. Dazu wird Palmwein und Schnaps und das Blut von geopferten Tieren über die Fetische geschüttet.
20.03.2007 10:27:31 PM - Eintrag: 269
  Ansprachen und Reden gehören auch hier unbedingt dazu. Diese finden immer aufmerksame Zuhörer.
20.03.2007 10:30:27 PM - Eintrag: 270
Auf den Ehrentribünen sitzt in vorderster Reihe als Schirmherr des Festes der König von Allada, geschmückt mit aussergewöhnlichem Goldschmuck sowie weitere Yorubakönige mit ihren Perlenkronen.  
20.03.2007 10:33:10 PM - Eintrag: 271
  Die ursprünglich meist getragene Farbe der Voodoo Anhänger war weiss. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass die Voodooanhänger sich in Weiss präsentieren müssten.
20.03.2007 10:34:53 PM - Eintrag: 272
Natürlich fehlten auch die Kinder nicht. Für sie gab es ebenfalls zahlreiche Attraktionen.  
20.03.2007 10:35:36 PM - Eintrag: 273
  Dieser Mann wünschte nachdrücklich, dass ich von ihm und seiner Palmweinflasche ein Bild aufnahm.Er schien dem Alkohol bereits ausgiebig zugesprochen zu haben. Alkohol wird hier allerdings nicht allzu viel getrunken, ist aber an einem so hohen Feiertag erlaubt.
20.03.2007 10:36:35 PM - Eintrag: 274
Diese junge Frau wird hier vor allen Leuten für ihren rituellen Tanz vorbereitet.  
20.03.2007 10:38:39 PM - Eintrag: 275
  Plötzlich bewegt sich fast die ganze Völkermenge an den Strand, dem einstmals wichtigsten Hafen auf der Seite des Golf von Guinée. Hier werden den Wogen Fetische übergeben und in eindrücklichen Zeremonien werden unverständliche Sprüche und Worte gesprochen. Plötzlich nehmen die ruhigen Wellen unglaubliche Höhenmasse an. Die Menge ist wie gebannt. Man hört nur noch das Rauschen des Meeres.
20.03.2007 10:40:03 PM - Eintrag: 276
Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Viele Frauen machen heute den Umsatz eines ganzen Monats.  
20.03.2007 10:43:03 PM - Eintrag: 277
  Viele junge Musiker haben hier eine einmalige Gelegenheit entdeckt zu werden. Unterschiedlichste Musikrichtungen werden hier mit viel Begeisterung aufgenommen und animieren zum Tanzen.
20.03.2007 10:45:28 PM - Eintrag: 278
Frauenpower ist hier nicht zu unterschätzen.  
20.03.2007 10:46:41 PM - Eintrag: 279
  ?Les Vieux? geniessen hier sehr viel mehr Respekt als bei uns in Europa. Aber es gibt auch nicht so viele Alte und sehr Alte wie bei uns. Lebenserwartung der Männer in Bénin 53, Frauen 57.
20.03.2007 10:48:10 PM - Eintrag: 280
Dieser König in vorderster Reihe, hat mir besonders gut gefallen.  
20.03.2007 10:54:37 PM - Eintrag: 282
  Eine besonders beeindruckende Persönlichkeit ist Dagbo Hounon mit seinem Zylinderhut. Die Referate findet häufig in den verschiedensten Dialekten statt, meistens aber in Fon.
20.03.2007 10:55:49 PM - Eintrag: 283
Die Suche der Tänzer nach dem Kontakt zu Ihren Vorfahren. Bei den Tänzern handelt es sich ausnahmslos um Waisen- oder Halbwaisen.  
20.03.2007 10:56:45 PM - Eintrag: 284
  Vollwaisen schlagen die Trommel mit zwei Stecken, Halbwaisen nur mit einem. In Bénin heisst es, dass wenn sich jemand als Waise ausgibt, ohne es zu sein, seine Eltern innert Jahresfrist sterben werden.
20.03.2007 10:58:17 PM - Eintrag: 285
Magie der Sinne. Egunguns verbinden sich mit dem Geist ihrer Vorfahren.  
07.07.2007 03:44:28 PM - Eintrag: 288
  Die Kinder sind immer durstig, aber leider lässt die Wasserqualität häufig zu wünschen übrig. Sogar in Schulen habe ich bemerkt, dass das Regenwasser über rostige Dachkanäle in den Brunnen fliesst und dort unbedeckt, während Tagen und Wochen liegen bleibt. Ungeschützt für Staub und Insekten aller Art. Nicht selten bekommen die Kinder starken Durchfall oder noch schlimmer,Typhus. Ein kleines Wasserschloss würde Wunder wirken.
07.07.2007 03:47:50 PM - Eintrag: 289
Die Waisenkinder von Madame Adegnika, ONG AFAP in Porto Novo. Von links nach rechts: Toi, Louise, Christian, Parfaite und Parfait (Zwillinge). Sie leben im Wohnhaus von Madame Marie, werden sehr gut erzogen, auch zur Arbeit. Sie helfen beim Holzschlagen, Sammeln und Bündeln des Holzes. Pro Bündel wird das Holz für 100 CFA. (380 CFA = 1 CHF) verkauft. Die Frauen brauchen es zum Kochen. Es wird sehr viel Holz geschlagen für die Kocherei. Hier würden Solarkocher Wunder wirken. Weil überall wo viel Holz gefällt wird, erodiert der Boden; was bei starken Regenfällen rasch zu Überschwemmungen führt.  
07.07.2007 03:50:00 PM - Eintrag: 290
  Das ist die Waisenhausmutter Pulgérie vom Orphelinat Exode House in Pau, etwas nördlich auf der Route nach Ouidah. Sie ist die Mutter von 78 Kindern. Vor nur drei Jahren eröffnete sie ihr Waisenhaus und hat bereits eine Schule nebenan bauen lassen. Allerdings ist das Schulhaus bei weitem nicht fertig, aber es wird bereits darin unterrichtet. Das ermöglicht der Waisenhausleitung, andere Kinder aus dem Dorf in ihrer Schule gegen ein Schulgeld aufzunehmen. Mit diesem Schulgeld erspart sie sich das Schulgeld für ihre Waisenkinder.
07.07.2007 03:53:20 PM - Eintrag: 291
Louis nimmt eine kleine Erfrischung zwischendurch. Hier gibt es keine öffentlichen Schwimmbäder und private schon gar nicht. Es gibt für die Reichen die Möglichkeit in Hotelanlagen die Schwimmbassins gegen Bezahlung zu benutzen.  
07.07.2007 03:59:16 PM - Eintrag: 292
Die Kleine verkauft selbstgebackene Brötchen und Avocados. Sie kann zwar noch kaum sprechen, sicher kein Französisch sondern nur Fon, das hier im Süden häufig gesprochen wird.  
07.07.2007 04:02:06 PM - Eintrag: 293
  Diese Kinder kommen gerade von der Maisernte. Mais wird hier häufig angepflanztund ist ein günstiges Nahrungsmittel, günstiger als Reis. Mais wird häufig zu Pâte (teigartig) verarbeitet.Häufig wird Mais auch geröstet. Hier funktioniert auch in der Landwirtschaft noch alles manuell. Die Frauen verrichten auch in der Landwirtschaft praktisch alle anfallenden Arbeiten und tragen oft schwerste Lasten über kilometerlange Entfernungen auf ihrem Kopf. Die Männer haben in Afrika ein leichteres Leben und kümmern sich lieber um ihre vielen Frauen und machen sich stark in der Reproduktion.
07.07.2007 04:05:18 PM - Eintrag: 294
  Dies sind im Moment noch 4 extern betreute Kinder vom ONG AFAP. Wir suchen Patinnen und Paten für alle 4 Kinder. Sie werden im neu gebauten Waisenhaus in Ilakon aufgenommen. Die beiden Kinder links wurden von ihrer Mutter verlassen (Scheidung). Der dritte Junge (von links) hat seinen Vater verloren, und der Junge rechts aussen ist der Bruder von Christian der im Haus von Madame Marie lebt, auch er ist Vollwaise. Auch ihm wurde ein Platz im Waisenhaus reserviert.
07.07.2007 04:20:27 PM - Eintrag: 299
  Diese Kinder von Tokpadomé tanzen und spielen Theater. Jede musikalische Gelegenheit wird zum Tanzen wahrgenommen. Und schon ganz kleine Kinder tanzen absolut perfekt im Rhythmus.
07.07.2007 05:07:15 PM - Eintrag: 300
  In Ganvié sind die Kinder auf dem Wasser aufgewachsen und scheuen das Wasser nicht. Allerdings können sie trotzdem nur selten schwimmen. Allerdings ist das Wasser selten tiefer als 50 ? 60 cm.
07.07.2007 05:09:20 PM - Eintrag: 301
Für viele Kinder in Afrika sind Mineralwasser fast unerschwinglich und werden nur an Festtagen getrunken. Sie sind meist schon zufrieden wenn sie genügend Wasser haben.  
07.07.2007 05:13:59 PM - Eintrag: 302
Dieser kleine afrikanische Eskimo ist vor mir geflohen. Trotz grösster Hitze trug er seinen Pelzmantel. Mit einem Bisquit, Mangelware für die hiesigen Kinder, liess er sich dann fotografieren. Hier gibt es auch nach einer guten Mahlzeit praktisch nie ein Dessert. Ist sicher besser für die Zähne, die nur selten geputzt werden.  
07.07.2007 05:17:36 PM - Eintrag: 303
  In Bénin gibt es über 50 % Kinder zwischen 0 und 14 Jahren. Das heisst über die Hälfte der Bevölkerung steckt noch in Kindsschuhen. Nach 14 werden sie zu den Erwachsenen gezählt
07.07.2007 05:31:40 PM - Eintrag: 305
Diese Kleine hier steht auf einem Grab, was ihr sicher nicht bewusst ist. Hier werden die Toten überall begraben. Im eigenen Garten oder gerade dort, wo ihr letztes Stündlein geschlagen hat. So muss man sie nicht weit transportieren. Häufig werden die Toten aus Kostengründen, heimlich im Wald verscharrt. Weil die Särge sind auch hier relativ teuer und Beerdigungen verschlingen eine Unsumme Geld und bedeuten häufig der definitive Ruin einer Familie. Manchmal wird auch eine Totenfeier vor der Beerdigung zwecks Mittelbeschaffung veranstaltet. Das heisst es wird ein Zeltdach gemietet, über die Strasse gespannt, (die Strasse wird in solchen Fällen ganz einfach gesperrt), Plasticstühle gemietet und ein Disc Jockey angestellt, der die Aufgabe hat die Bevölkerung mit seiner Musik bei guter Laune zu halten. Es wird die Nacht durchgetanzt. Die Leute bezahlen dafür und die Veranstalter kassieren für die bevorstehende Beerdigung Geld ein. Somit ist allen gedient und für den Toten wird eine standesgemässe Beerdigung organisiert.  
07.07.2007 05:34:09 PM - Eintrag: 306
Hier gäbe es noch viel zu tun für Herrn Adolf Ogi. Weil für die meisten Kinder ist ein Ball ein Riesenluxus. nur wenige kommen in den Genuss selbst einen zu besitzen. Häufig sieht man die Kinder mit leeren Kokosnusshüllen oder irgendeinem anderen runden Gegenstand spielen. Auch hier sind die Leute sehr fussballbegeistert, schnell mal ist ein Tor improvisiert.  
07.07.2007 05:35:28 PM - Eintrag: 307
  Im Norden des Landes zwischen Natitingou und Porgo, wanderten nach Schulschluss hunderte von Kindern auf der Hauptstrasse nach Hause. Oft ist ihr Schulweg Stunden entfernt und sie haben kein Fahrrad oder gar eine Mutter die sie abholen kommt. Unsere europäischen Kinder haben keine Ahnung vom harten Leben der Kinder hier.
07.07.2007 05:36:35 PM - Eintrag: 308
Beim ONG AFAP in der ?Filiale? Gamé, produzieren die grösseren Waisenkinder Oel und Seife aus Palmüssen. Diese werden von der Palme abgelesen, anschliessend wird die Hülle geknackt und dann werden die Nüsse gekocht. Nach dem Kochen werden sie in einen den Trichter einer Maschine mit Passevite Funktion gefüllt. Das fertige Oel träufelt unten raus. Aus den Rückständen wird Seife hergestellt.  
07.07.2007 05:46:45 PM - Eintrag: 310
  Die frisch geernteten Palmnüsse werden mit Palmzweigen zugedeckt. Aus hygienischen Gründen, aber auch damit sie nicht austrocknen.
07.07.2007 05:52:05 PM - Eintrag: 311
  Nach dem Kochen werden sie in einen den Trichter einer Maschine mit Passevite Funktion gefüllt. Das fertige Oel träufelt unten raus. Aus den Rückständen wird Seife hergestellt.
07.07.2007 05:54:49 PM - Eintrag: 312
Dies sind keine Waisenkinder jedoch haben auch sie ein schwieriges Schicksal.Ihre Mutter ist geistig behindert und sie hat die Kinder mit ihrem eigenen Bruder gezeugt. Die Kinder mussten ihr weggenommen werden, da sie immer wieder versuchte die Kinder ins Feuer zu werfen oder sie zu ertränken.  
07.07.2007 05:57:30 PM - Eintrag: 313
Das sind glückliche Waisenkinder von Exode House. Es ist mir aufgefallen, dass die Waisenhausmutter oft mit ihren Kindern spielt. Sie hat selbst ganz bewusst auf eigene Kinder verzichtet. Das ist hier eine Seltenheit für eine verheiratete Frau.  
07.07.2007 05:59:18 PM - Eintrag: 314
  Dieses Mädchen liest stundenlang Maiskörner vom Kolben ab.
07.07.2007 06:00:29 PM - Eintrag: 315
Mädchen haben hier noch immer einen viel schwierigeren Stand als Jungen, nicht mal die Hälfte aller Mädchen dürfen eine Schule besuchen und Französisch, die Landessprache, lernen. Später werden sie oft schon mit 12, 13 Jahren nach Nigeria verkauft. Häufig landen sie in der Prostitution. Bei den Erwachsenen haben 48% der Männer und nur 23% der Frauen eine Schule besucht. Die Primarschule dürfen 60% der Jungen und 47 % der Mädchen besuchen und von diesen besuchen 23% Jungen und 11% der Mädchen die anschliessende Sekundarschule.(Zahlen Unesco 2000-2004).  
07.07.2007 06:04:32 PM - Eintrag: 316
Paulette ist zwar noch klein aber schon jetzt passt sie auf die Babys auf. Mir ist aufgefallen, wie viel Verantwortung schon von kleinen Kindern übernommen wird. Im Alter wo sie bei uns noch häufig selbst von ihren Müttern rumgetragen werden, haben sie hier schon Aufgaben zu erfüllen.
07.07.2007 06:04:34 PM - Eintrag: 318
  Jovo, Jovo immer wird man freundlich und mit Hurra begrüsst. Die Kinder sind sehr respektvoll im Umgang mit Erwachsenen und geben ihrer Freude Ausdruck.
07.07.2007 06:05:08 PM - Eintrag: 319
Dieser Junge belädt sein Schiff mit Schlamm vermutlich für die Düngung von Kulturen. Das Wasser ist hier zum Teil nur ca. 50 cm tief.  
07.07.2007 06:06:33 PM - Eintrag: 320
  16 % der Neugeborenen weisen in Bénin ein starkes Untergewicht auf. (Quelle Unesco, basierend auf den Jahren 1998-2005), Was bei diesem Kind sicher nicht zutrifft. . Manchmal ist allerdings erstaunlich wie schnell sich ein untergewichtiges Bébé bei guter Ernährung zu einem wohlgenährten Säugling entwickeln kann. Dieses Bild wurde von Rosi, der Voluntärin aus der Schweiz bei ihren wöchentlichen ?Pésées? aufgenommen. Die Animateurinnen von AFAP reisen in die weit entlegenen Dörfer und beraten die Mütter. Bei der Bébé-Pesée werden häufig Krankheiten wie Blutarmut oder Malaria (Palu) festgestellt. Entsprechende Medikamente können gegen einen kleinen Beitrag an die Patienten abgegeben werden.
07.07.2007 06:37:41 PM - Eintrag: 321
  Hier verleiht der Maire von Sakété den 9 jungen Waisen die ihre 3-jährige Ausbildung bei AFAP in Tricotage und Elevage abgeschlossen haben, ihre Diplome. Der Mix von Tieraufzucht und Stricken ist hier den Lebensanforderungen angepasst. Es war eine grossangelegten Feier, bei denen auch Familien- und Behördemitglieder und die ganze Bevölkerung eingeladen wurden. Allerdings mussten alle ihr Essen und Trinken selber mitbringen, was hier aber keinesfalls als störend empfunden wird. Zumal die Bevölkerung weiss, dass das ONG nicht viel Geld zur Verfügung hat.
07.07.2007 06:41:43 PM - Eintrag: 322
Auch diesen beiden Kleinen waren Gäste an der Diplomfeier der Lehrlinge.  
07.07.2007 06:44:20 PM - Eintrag: 323
  Die Kleine dieser jungen Mutter fing laut an zu Weinen als ich mich ihr näherte. Die ?Narben? im Gesicht zeigen ganz unterschiedliche Zeichnungen und weisen immer auf die Zugehörigkeit einer bestimmten Familie hin. Hier in Bénin sind diese ?Einritzungen? ganz typisch und stören niemanden. Manchmal verlaufen die Zeichnungen waagrecht, manchmal senkrecht nicht selten sind bis zu 5 Strichen sichtbar.
07.07.2007 06:47:48 PM - Eintrag: 324
Am Samstag reisen Rosi und ich manchmal nach Illako und spielen dort mit den Kindern. Im Anschluss gibt es feine Pâte mit Sauce Arachide (Erdnüssli) und Fisch.  
08.10.2007 11:10:07 AM - Eintrag: 325
Bild 1 Einen Tag nach meiner Ankunft in Bénin traf Rosi als Voluntärin in Cotonou ein. Während ihrem Aufenthalt arbeiteten wir vor allem bei ONG AFAP in Porto-Novo. Natürlich wollte sie an Wochenenden die Umgebung etwas kennen lernen. Wir reisten nach Ouidah. Hier an der ?Porte de non retour?. Sicher ist ihr Aufenthalt ziemlich anders ausgefallen als geplant. Wir haben während ihrem Aufenthalt ziemlich viel Büroarbeit erledigt.  
08.10.2007 11:13:36 AM - Eintrag: 326
  Bild 2 Sehr schnell hatte Rosi Kontakt zur Bevölkerung und wurde auch in Familien eingeladen.
08.10.2007 11:15:21 AM - Eintrag: 327
Bild 3 Nicht nur die Kinder verliebten sich in Rosi. Der Ansturm auf Weisse ist hier enorm.  
08.10.2007 11:21:57 AM - Eintrag: 328
Bild 4 Rosi mit Waisenkind  
08.10.2007 11:23:53 AM - Eintrag: 329
  Bild 5 Rosi wird à l?Africaine gestylt. Es dauert Stunden und braucht unendlich Geduld, selbst wenn sich vier « Coiffeusen » bemühen.
08.10.2007 11:26:33 AM - Eintrag: 330
  Bild 6 Rosi in den Ferien im Norden.
08.10.2007 11:29:07 AM - Eintrag: 331
Bild 7 Rosi und ich haben jeden Samstag mit den Kindern gespielt und getanzt. Es war wirklich ein Riesenspass für alle Seiten. Schnell hat es sich herumgesprochen, dass am Samstag im Dorf gespielt wird und die Kinder und ihre Mütter erschienen in Massen. Die Schwierigkeit war, dass nur ?unsere? Kinder etwas zum Essen kriegten und die andern zusehen mussten.  
08.10.2007 11:30:58 AM - Eintrag: 332
  Bild 8 Auch die Mütter hatten ihre Freude. Vor allem wir immer viel getanzt. Die Afrikaner sind trotz ihrer Armut sehr lebensfroh.
08.10.2007 11:32:45 AM - Eintrag: 333
Bild 9 Diese kleine Gruppe gehört zu den externen Waisenkindern in Gamé.  
08.10.2007 11:35:07 AM - Eintrag: 334
  Bild 10 Unsere Samstagsgruppe. Das ONG hatte bisher noch kein Waisenhaus. Die Kinder wurden bisher extern mit etwas Nahrungsmittel unterstützt.Allerdings erhalten sie keine Kleider. Wir waren erstaunt wie zerlumpt und in welch großer Armut die Mütter oder Väter mit ihren Kindern leben.
08.10.2007 11:37:16 AM - Eintrag: 335
Bild 11 Rosi kümmerte sich um die kleineren Kinder. Ich spielte mit den grösseren Völkerball.  
08.10.2007 11:42:04 AM - Eintrag: 336
  Bild 11a Wer steht am längsten auf dem Kopf?
08.10.2007 11:44:16 AM - Eintrag: 337
Bild 12 Hier in Illako bringen mir die Kinder Rhythmus bei. Ihnen liegt er im Blut.  
08.10.2007 11:48:00 AM - Eintrag: 338
Bild 13 Rosi und ich haben tagelang Girlanden gebastelt um dem Fest eine festliche Note zu geben.  
08.10.2007 11:50:23 AM - Eintrag: 339
Bild 14 Hier ein hoffentlich bleibendes Werk von Rosi. Die frisch gesetzten Kakteen Sehen noch etwas dürr aus.  
08.10.2007 11:51:54 AM - Eintrag: 340
  Bild 15 Am Vortag des Festes und während der ganzen Nacht wurde gekocht für die eingeladenen Eltern. Die Gäste allerdings mussten ihr Essen selbst mitbringen. Das scheint hier nichts Aussergewöhnliches zu sein.
08.10.2007 11:53:37 AM - Eintrag: 341
Bild 16 Die Kinder sind auch hier genauso vom Feuer fasziniert.  
08.10.2007 11:54:59 AM - Eintrag: 342
  Bild 17 Alle Mädchen kriegten noch schnell ein neues Kleid. Es wurde genäht bis spät nachts. Hier gibt es praktisch keine elektrischen Maschinen, was bei den häufigen Stromausfällen auch weniger Arbeitsausfall produziert.
08.10.2007 11:55:55 AM - Eintrag: 343
Bild 18 Die Lehrabgängerinnen im neuen Gewand. Madame hat uns gebeten, diese zu sponsern.  
08.10.2007 11:56:58 AM - Eintrag: 344
  Bild 19 Es mussten einige hundert Stühle für das Fest gemietet werden.
08.10.2007 11:58:20 AM - Eintrag: 345
  Bild 20 Letzte Kontrolle der Hoffotografen
08.10.2007 11:59:36 AM - Eintrag: 346
Bild 21 Eine Feier ohne Pfarrer wäre hier undenkbar. Die Predigt wurde in Fon gehalten und eine gekürzte Version auf Französisch für die ?Gäste?.  
08.10.2007 12:00:57 PM - Eintrag: 347
Bild 22 Die Absolventinnen mit ihren selbst gestrickten Pullovern. War nicht ganz nach unserem Geschmack. Jede junge Frau erhielt dasselbe Geschenk mit einem Diplom. Auch ich durfte eines überreichen.  
08.10.2007 12:02:30 PM - Eintrag: 348
  Bild 23 Auch hier kein Fest, ohne die Anwesenheit von Politikern.
08.10.2007 12:04:18 PM - Eintrag: 349
Bild 24 Die Frauen haben eine 3jährige Lehre in Tricotage und Elevage abgeschlossen. Eine merkwürdige Mischung, aber für Afrika sehr sinnvoll.  
08.10.2007 12:05:41 PM - Eintrag: 350
  Bild 25 Der Tag wurde genutzt um alle Arbeiten der jungen Frauen zu präsentieren und natürlich auch zum Verkauf der selbst hergestellten Produkte.
08.10.2007 12:08:17 PM - Eintrag: 351
Bild 26 Madame Adegnika, die ONG Leiterin wurde von allen Seiten sehr gerühmt. Sie selbst ist eine strenge Lehrmeisterin. Die jungen Frauen mussten sehr viel arbeiten. Hier ist es sehr selten, dass gleich zehn junge Frauen gleichzeitig ausgebildet werden.  
08.10.2007 12:10:44 PM - Eintrag: 352
  Bild 27 Bauen auf afrikanisch. Ein Erlebnis. Zuerst hat uns Madame gefragt ob wir ihr den Bau des Orphelinats bezahlen würden. Wir sagten wir würden schon gratis arbeiten und könnten eine solche Investition nicht verkraften. Sie wollte dann wenigstens einen Anteil. Sofort hat sie selbst das geplante Orphelinat verkleinert. Pläne gibt es keine. Die Backsteine werden selbst ?gebacken?. Man grabe ein Loch, das dann gleich Als ?WC? verwendet wird. Die rote Erde wird mit etwas Cement vermischt.Häufig gibt es da enorme Farbunterschiede, das scheint aber niemanden gross zu stören.
08.10.2007 12:11:57 PM - Eintrag: 353
Bild 28 Die Erde-/Cement Mischung wird in eine selbstgebastelte ?Holzmaschine eingefüllt.  
08.10.2007 12:15:00 PM - Eintrag: 354
  Bild 29 Deckel drauf und von Hand gepresst. Es erfordert ziemlich viel Kraft. Rosi und ich hatten geglaubt wir würden das selbst hinkriegen, mussten uns dann aber eines besseren belehren lassen.
08.10.2007 12:17:24 PM - Eintrag: 355
Bild 30 Hier haben wir die Grundmauern gelegt. Das Ganze hat kein richtiges Fundament, und schon gar nicht einen Keller. Die Kinder halfen eifrig mit, die Backsteine zum geplanten Bau zu tragen. Sie fanden das sehr spassig, dass die Yowos selbst Hand anlegen. Man ist hier gewohnt, dass die Weissen nur befehlen.  
08.10.2007 12:19:26 PM - Eintrag: 356
Bild 31 Es wurden zwei verschiedene Sorten Backsteine hergestellt. Die Steine werden nicht gebrannt, sondern einfach ein paar Tage an der Sonne ausgetrocknet. Manchmal fehlen ein paar Ecken. Macht nichts, wird mit Cement aufgefüllt.  
08.10.2007 12:21:26 PM - Eintrag: 357
  Bild 32 Dieser Mann hat von morgens früh gekrampft. Man kann leicht feststellen, dass er kein Profi ist. Wichtig ist, dass es schnell fertig ist und erst noch billig. Die Ansprüche sind hier sehr niedrig.
08.10.2007 12:23:13 PM - Eintrag: 358
Bild 33 Didier und ich haben gekämpft, dass die Türen nicht nur 60 sondern 70 cm aufweisen. Weil sonst müssen die Möbel im Raume selbst hergestellt werden. Immer sind die Türen zu schmal.  
08.10.2007 12:25:38 PM - Eintrag: 359
Bild 34 Mein Kampf galt auch der Fenstergrösse. Die Zimmer sind minimal klein. Ein Etagenbett hat knapp Platz. Madame meinte zum Schlafen sei das genügend groß.  
08.10.2007 12:29:49 PM - Eintrag: 360
  Logo 35 Hier unser neuer Briefkopf. Unserem ONG wurde 11. September 2007 definitiv die offizielle Nummer erteilt. Somit können wir mit den diversen Ministerien verhandeln. Hier wird überall nach dieser Nummer gefragt.
08.10.2007 12:31:06 PM - Eintrag: 361
Bild 36 Didier, Zita und ich. Wir drei haben das ONG Bouge gegründet  
08.10.2007 12:33:12 PM - Eintrag: 362
  Bild 37 Didier und ich beim Entwurf der Micro Crédit Formulare
08.10.2007 12:36:37 PM - Eintrag: 363
Bild 38 Florent beim Umzug meiner Wohnung. Er ist Schreiner, kann aber auch alles Elektrische selbst erledigen. Jetzt ist er in der Ausbildung zum ?Elevateur?. Er ist ein Multitalent.  
08.10.2007 12:38:28 PM - Eintrag: 364
Bild 39 Didier stammt aus der Zentralafrikanischen Republik und ist seit 8 Jahren in Bénin. Er und Zita haben mit mir bei ADV gearbeitet. Nach ihrer Entlassung haben sie mich gefragt, ob sie für mich arbeiten könnten. Wir waren somit von Anfang an ein gut eingespieltes Team  
08.10.2007 12:41:34 PM - Eintrag: 365
  Bild 40 Zita auf ihrem neuen Motorrad. Die Herren Kollegen sind noch etwas skeptisch ob das Motorrad für eine Frau nicht zu gross ist. Didier hat ebenfalls seit 2 Monaten sein eigenes Motorrad. Für Florent müssen wir nach Abschluss seiner Ausbildung im Dezember eines kaufen. Ohne Moto läuft hier gar nichts. Die Distanzen sind zu gross. Und die Mototaxi auf die Länge zu teuer.
08.10.2007 12:44:37 PM - Eintrag: 366
Bild 41 Am 11 September vergaben wir die ersten 200 Micro Kredite. Der Empfang war fröhlich. Die Frauen freuen sich sehr auf diese Finanzierung. Es hilft ihnen ihre grossen Familien besser zu ernähren und im Falle einer Krankheit die nötigen Medikamente zu besorgen. Wir haben bereits eine lange Warteliste von Frauen die ebenfalls Kredite möchten.  
08.10.2007 12:46:18 PM - Eintrag: 367
  Bild 42 Jeanne ist unsere Vermittlerin zwischen den Frauen die einen Microkredit benötigen und dem ONG. Sie leistet einen wichtigen Beitrag und ist sehr dafür besorgt, dass alle Frauen rechtzeitig, das heisst jeden Monat am 11. einen Sechstel ihres Kredits zurückbezahlen.
08.10.2007 12:47:19 PM - Eintrag: 368
Bild 43 Rund 70 % unserer Frauen sind Analphabetinnen. Anstelle ihrer Unterschrift geben sie ihren Fingerabdruck.  
08.10.2007 12:48:29 PM - Eintrag: 369
  Bild 44 Die Rückzahlung der Kredite und die Neuausgabe der Kredite erfolgt in Jeannes? Wohnung. Seit sie mit uns die Kredite vergibt, hat sie keine Ruhe mehr. Es kommen hunderte von Frauen, die sich ebenfalls einschreiben möchten.
08.10.2007 12:49:58 PM - Eintrag: 370
Bild 45 Ein Glück, dass es nicht regnet. So können wir unsere Aktivitäten im Freien entfalten. Das wird immer begleitet mit viel Tanz und Gesang. ??Ima Hoje? , Didier Hoje, Jeanne Hoje. Sie wünschen uns allen viel Glück.  
08.10.2007 12:52:57 PM - Eintrag: 371
  Bild 46 Ein potentieller Geldgeber, Béninois der in Amerika aufgewachsen ist, interessiert sich für die Vergabe von Microkrediten. Allerdings ist sein Interesse eher kommerzieller Natur wie wir später feststellen mussten. Zu diesem Ereignis erschienen über 500 Frauen in strömendem Regen.
08.10.2007 01:00:03 PM - Eintrag: 372
Bild 47 Um unser Elevage, Jardinage- und Ananas-Projekt zu realisieren benötigen wir Terrain. Die Schönheit eines tropischen Landstücks genügt hier nicht für den Kaufentscheid.  
08.10.2007 01:03:28 PM - Eintrag: 373
  Bild 48 Es ist ein zeitaufwändiges Unternehmen. Viele Aspekte müssen berücksichtigt werden. Die Frage des Ortes war zentral. Nicht auf jedem Terrain wächst alles gleich gut. Deshalb war es wichtig zu wissen, was wir pflanzen möchten.
08.10.2007 01:04:19 PM - Eintrag: 374
Bild 49 Wir haben da sehr verschiedene Leute kennen gelernt. Wir wurden gewarnt, dass hier die Terrains häufig mehrmals an verschiedene Leute verkauft werden.  
08.10.2007 01:05:34 PM - Eintrag: 375
  Bild 50 Dieses Terrain gehörte dem Bruder von Madame. Er war an einem Verkauf sehr interessiert. Der Entscheid es nicht zu kaufen viel nach ein paar Regentagen, das gesamte Gebiet war nicht mal mit dem 4x4 zugänglich. Die Strassen zu steil abfallend und nicht mehr befahrbar.
08.10.2007 01:07:05 PM - Eintrag: 376
Bild 51 Wird hier der Landpreis fixiert, muss anschliessend noch über den Preis pro Palme verhandelt werden. Die Palmen sind nicht mitinbegriffen. Pro Palme wird zwischen 2500 und 5000 CFA verhandelt. CHF 6.50 ? 13.-. In meinem Fall haben sie Palmwein entzogen. Der Rest wird verfeuert.  
08.10.2007 01:08:56 PM - Eintrag: 377
  Bild 52. Bei Jeanne haben wir gefunden was wir suchten. 3 Hektaren ebenes Kulturland. Die Palmen mussten leider ausgerissen werden. Da Ananas, vor allem biologische, unter Bäumen nicht gedeihen. Wir haben 98 000 Ananas anpflanzen lassen. Die Hälfte ist Pain de sucre und die Hälfte Cayenne. Das sind die beiden Sorten die hier gut gedeihen. Später werden wir sie zum Teil, zusammen mit andern, in die Schweiz exportieren, Ananassaft herstellen und oder sie trocknen. Die Ananas braucht 18 Monate bis sie reif ist.
15.06.2008 05:24:36 PM - Eintrag: 378
  Im Oktober letzten Jahres bin ich nach Abomey in ein Einfamilienhaus umgezogen. Hier haben wir auch unsere Büros von unserem ONG Bouge angesiedelt. Jedes Haus ist aus Sicherheitsgründen von hohen Mauern umgeben. Glücklicherweise sind sie bei diesem Objekt nicht direkt vor den Fenstern. Alle Fenster sind vergittert, was am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig war.
15.06.2008 05:25:34 PM - Eintrag: 379
Das Haus ist sehr geräumig und alles auf einem Niveau. Es hat auch Platz für Volontärinnen und Besucher aus dem Ausland. Es besitzt einen grossen Garten und ich fühle mich hier sehr wohl. Autos und Motorräder müssen hier unbedingt innerhalb der Mauern platziert werden.  
15.06.2008 05:26:25 PM - Eintrag: 380
  Das ist der Backgarten und wir werden hier auch einen Kräutergarten und Tomaten anpflanzen. Bei den Palmen handelt es sich um Ölnusspalmen und Kokospalmen sowie einer Zierpalme von mystischer Bedeutung (grauer Stamm).
15.06.2008 05:27:13 PM - Eintrag: 381
Der Salon ist sehr gross und meine Möbel sahen aus wie in einer Puppenstube. So habe ich auch gleich mein Büro darin platziert.  
15.06.2008 05:29:11 PM - Eintrag: 382
  Hier mein neuer Esstisch und die typisch afrikanisch gestylten Stühle.
15.06.2008 05:32:02 PM - Eintrag: 383
Meine Küche ist riesig. Sie hat 3 Türen, eine geht direkt in den hinteren Garten eine zum Salon und eine auf den Gang. Die Demo- Küche aus der Schweiz fand problemlos Platz darin. Ich könnte gut noch einen Esstisch für mindestens 10 Personen platzieren.  
15.06.2008 05:33:32 PM - Eintrag: 384
  Vor dem Salon befindet sich eine grosse gedeckte Terrasse wo ich meistens meine vielen Gäste empfange oder auch meine Büroarbeiten erledige.
15.06.2008 05:34:26 PM - Eintrag: 385
Hier das Büro von Didier und Zita.  
15.06.2008 05:38:28 PM - Eintrag: 386
  Auf unserem Terrain in Wibatin haben wir 2 Hektaren biologische Ananas angepflanzt.
15.06.2008 05:39:33 PM - Eintrag: 387
  In Bénin sind vor allem zwei Sorten Ananas zu finden Cayenne lisse und Pain du sucre. Sie sind sehr süss und saftig. Vom Setzen bis zur Ernte brauchen sie 18, biologische eher 20 Monate. Sie müssen sehr häufig gejätet werden, ansonsten keine Früchte entstehen, insbesondere da kein künstlicher Dünger verwendet wird. Sie können jederzeit gesetzt und somit auch das ganze Jahr hindurch geerntet werden.
15.06.2008 05:40:44 PM - Eintrag: 388
Gerne würden wir die Ananas in die Schweiz exportieren. Auch wäre es möglich, Fruchtsäfte zu produzieren. Die Früchte zu trocknen und dann zu exportieren wäre am einfachsten. Wir sind im Moment daran, verschiedene Möglichkeiten abzuklären. Mit dem Geld möchten wir gerne in spätestens zwei Jahren das Waisenhaus realisieren.  
15.06.2008 05:47:07 PM - Eintrag: 389
  Unser Team auf unserem Terrain. Von links nach rechts: Didier, Zita, Florent, ich, Hyacinthe.
15.06.2008 05:49:45 PM - Eintrag: 390
Didier ist unser ?Directeur?, das tönt zwar etwas geschwollen für ein kleines ONG, aber hier sind Titel unabdingbar wenn man mit den Ministerien und der Administration viel zu tun hat. Er ist mein Stellvertreter und gut im Formulieren von Texten. Fehlerfreies Französisch ist hier selten anzutreffen. Es ist auch für die Béninois eine Fremdsprache. Didier ist ein Centre Africain der aber schon seit 8 Jahren in Bénin lebt. Er findet auch in der grossen Stadt von Cotonou jede Örtlichkeit, was nicht einfach ist, da es praktisch keine Strassennamen gibt.  
15.06.2008 05:50:51 PM - Eintrag: 391
  Zita ist die Trésorière und gleichzeitig hat sie eine halbjährige Gärtnerausbildung absolviert. Auf dem Terrain ist es ihr eindeutig wohler als im Büro. Auch bei den Micro-Crédit Frauen ist sie sehr beliebt. Sie macht jeweils die Übersetzung für mich in Fon der Lokalsprache. Sie wird den Frauen auch das Konservieren und Trocknen der Früchte beibringen.
15.06.2008 05:52:19 PM - Eintrag: 392
Florent ist gelernter Schreiner. Er war arbeitslos und ich habe ihm eine einjährige Ausbildung zum Elévateur finanziert. Er wird sich vor allem um die Kaninchen, Hühner und die Fischzucht kümmern.  
15.06.2008 05:53:17 PM - Eintrag: 393
  Hyacinthe hat eine zweieinhalbjährige Ausbildung als Landwirt und ist der Leiter in Wibatin. Er war auch verantwortlich für die diversen Bauten und die Wasserbohrung auf dem Terrain.
15.06.2008 05:54:08 PM - Eintrag: 394
In meinen Zürcher Büromöbeln fühle ich mich wohl.  
15.06.2008 05:56:01 PM - Eintrag: 395
  Das Dorf Wibatin zählt 500 Einwohner und hat wie unzählige andere Dörfer kein Trinkwasser. Bisher verfügten sie nicht mal über einen Brunnen und mussten ihr Wasser in 3 km Entfernung zu Fuss holen und auf dem Kopf nach Hause balancieren. Mehr als 25 Liter pro Gang liegen da nicht drin. Gross war da ihre Freude über die Nachricht, dass die Yowo Wasser ins Dorf bringen wird.
15.06.2008 05:56:59 PM - Eintrag: 396
In 60 m Tiefe sind wir auf Grundwasser gestossen. Wir liessen das Wasser untersuchen und es hat sich gezeigt, dass es von hervorragender Qualität ist. Natürlich brauchen wir auch Wasser für unsere Gärtnerei und die geplante Kaninchen-, Hühner und Fischzucht.  
15.06.2008 05:58:43 PM - Eintrag: 397
In den meisten Dörfern gibt es keinen Strom. Deshalb waren wir gezwungen ein Stromaggregat zu kaufen. Es ist dies eine 50 KWA Electrogroupe aus China. Dank einem Freund, der diese für seine Radio- und Fernsehstation vorgesehen hatte, seine Lizenz aber nicht erhielt, stand sie uns sofort zur Verfügung. Zuerst musste ein Spezial-LKW mit Kranen organisiert werden.  
15.06.2008 06:04:54 PM - Eintrag: 398
  Frohe Landung.
15.06.2008 06:07:05 PM - Eintrag: 399
Zum Glück gibt es immer viele Helfer im Dorf. Die Bevölkerung ist 80 ? 90 % arbeitslos.  
15.06.2008 06:08:18 PM - Eintrag: 400
  Natürlich hat es sich schnell herumgesprochen, dass die Yowo (Weisse) Wasser ins Dorf bringt.
15.06.2008 06:09:50 PM - Eintrag: 401
Die Frauen kommen von allen umliegenden Dörfern um Wasser zu holen. Obwohl das Stromaggregat noch nicht funktionsfähig war, wollten sie per sofort Wasser holen. Mit der kleinen Notstromgruppe ist dies zwar möglich, aber die Pumpe könnte dabei à la longue Schaden nehmen. So haben wir notgedrungen einfach am ersten Tag Wasser gegeben und den Leuten erklärt, dass sie noch etwas Geduld bräuchten.  
15.06.2008 06:10:53 PM - Eintrag: 402
  Natürlich braucht das Stromaggregat aus Sicherheitsgründen sofort ein ?Gehege? rundherum.
15.06.2008 06:11:36 PM - Eintrag: 403
Freiwillig hat mir Zita, meine Mitarbeiterin, angeboten am Karfreitag unser Electro?Haus? anzumalen. Sofort waren Helfer aus dem Dorf bereit uns zu unterstützen. Das einzige Problem war, ihnen beizubringen, dass nachher nicht alles mit blauer Farbe verschmiert war.  
15.06.2008 06:13:34 PM - Eintrag: 404
  Hier unser Wasserschloss im Bau. Es ist 7 meter hoch.
15.06.2008 06:14:32 PM - Eintrag: 405
Sobald das 5000 l grosse Reservoir auf dem Dach platziert und die Electropumpe montiert war, konnten wir mit grossem Druck das Wasser in die auf einem Hektar verteilten Leitungen pumpen und unseren neu angelegten Gemüsegarten bewässern.  
15.06.2008 06:15:24 PM - Eintrag: 406
  Es war eine ziemliche Übung den grossen, schwarzen Wasserbehälter auf das Dach des Wasserschlosses zu hieven. Aber wiederum waren unzählige Helfer am guten Gelingen beteiligt.
15.06.2008 06:17:03 PM - Eintrag: 407
  Micro-Kredit-Aktion in Wibatin. Im Hause des Gemeindepräsidenten. Er hat sich vehement für ?seine Frauen? eingesetzt. Gerne möchte er, dass die lange Warteliste der Frauen die Micro-Kredite erhalten möglichst schnell kleiner wird.
15.06.2008 06:18:09 PM - Eintrag: 408
Eine Frauengruppe in Cotonou die ihre ersten Micro-Kredite entgegennimmt. Es ist dies eine Vereinigung der Zita seit langem angehört. Sie kennt alle Frauen persönlich. Ansonsten wäre es ein Problem, in einer Stadt Micro-Kredite zu erteilen. Da die Städterinnen ihren Wohnsitz sehr schnell wechseln können und die Frauen anonymer sind.  
15.06.2008 06:19:26 PM - Eintrag: 409
  Hier werden die Frauen befragt, ob sie interessiert wären, lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Wir erklärten ihnen, dass sie somit ihre Kinder zu Schule schicken und ihnen bei den Aufgaben behilflich sein könnten. Auch hätten sie viel mehr Erfolg bei ihrer täglichen Arbeit auf dem Markt. Über 50 % möchte gerne alphabetisiert werden. Wir suchen Sponsoren um dieses Projekt während mindestens einem Jahr mit Profis durchführen zu können.
15.06.2008 06:21:11 PM - Eintrag: 410
In ?unserem Dorf? haben wir die von Nicolas und Nicole mitgebrachten Kleider verteilt. Hier die neueingekleideten Kinder. Es war ein Grosserfolg.  
15.06.2008 06:22:07 PM - Eintrag: 411
  Gross und klein waren begeistert über die hübschen Schweizer Kleider. Es war auch nicht so schlimm, wenn die Grösse nicht ganz stimmte. Die Kinder laufen meist nackt herum. Auch haben sie kaum Schuhe, was vor allem in der Regenzeit ein Problem darstellt.
15.06.2008 06:23:15 PM - Eintrag: 412
Die Mütter waren meist glücklicher als ihre Kinder über die neuen Kleider.  
15.06.2008 06:26:40 PM - Eintrag: 413
  Seit letztem Herbst haben wir ein paar Patenschaften für unsere neuen Kinder gefunden. Nicole und Nicolas haben mich Ende Dezember 07 in Cotonou besucht. Hier hält Nicole zum ersten Mal ihr Patenkind im Arm.
15.06.2008 06:27:17 PM - Eintrag: 414
In diesem ?Haus? das aus einem Raum besteht, lebt Cristel. Sie wurde im 6. Monat geboren und die Kosten für die Isolette haben die Eltern fast ruiniert. Normalerweise helfen wir nur Waisen- oder Halbwaisenkindern.  
15.06.2008 06:29:34 PM - Eintrag: 415
  Für viele Jugendliche Waisen- oder Halbwaisen ist es besonders schwierig Unterstützung zu erhalten. Weil die meisten ONG's nur Waisenkinder bis max. 14 Jahren unterstützen. Die andern fallen durchs Netz. Das ist Béatrice. Sie ist 17 Jahre alt. Ihr Vater ist seit langem Tod und ihr Onkel war für die Kinder dieser Familie aufgekommen. Nun ist er letztes Jahr ebenfalls gestorben. Béatrice hätte ohne unsere Hilfe die Schule verlassen müssen.
15.06.2008 06:30:37 PM - Eintrag: 416
Das ist Hermann. Er hat bei einem Motorradunfall das Bein gebrochen und eine schwere Hirnerschütterung erlitten. Dank Hilfe aus der Schweiz konnte auch dieser Familie geholfen werden. Die Briobahn ist auf grosse Begeisterung gestossen. Hermann hat noch vier weitere Geschwister.  
15.06.2008 06:32:27 PM - Eintrag: 417
Das ist das Elternhaus von Hermann mit seiner Mutter.  
15.06.2008 06:33:22 PM - Eintrag: 418
  Brice ist ebenfalls Halbwaise. Er könnte ohne Patenschaft nicht weiter studieren.
16.03.2009 08:48:03 PM - Eintrag: 419
  Die Mitarbeiterzahl hat entsprechend der Tätigkeiten zugenommen. Hier posiert unser Team vor dem Kaninchenhaus. In der Administration arbeiten Augustin und ich. In der Gärtnerei und der Tieraufzucht sind 5 Mitarbeiter beschäftigt, 1 Teilzeitmitarbeiter ist zuständig für die Ananas-Plantage. Für das Jäten der Plantage beschäftigen wir freie Mitarbeiter aus dem Dorf. Zurzeit zählt Bouge zehn Mitarbeiter, 2 davon sind Nachtwächter.
16.03.2009 08:50:41 PM - Eintrag: 420
Dazu gekommen ist unsere junge Schäferhündin Amie. Sie wacht Tag und Nacht. Leider ist es hier so, dass alles bewacht werden muss. Sie ist am 31. August 2008 geboren. Mit ihren kaum 7 Monaten ist sie bereits sehr gross und stark. Sie ist anhänglich und versteht schon sehr gut Französisch. Ich schimpfe meistens auf Schweizerdeutsch, sie versteht auch das aufs Wort. Den Männern gehorcht sie wesentlich besser als mir. Da ich noch nie einen Hund besass, besuchten wir die Hundeschule. Dort gilt sie als intelligente Vorzeigeschülerin. Zuhause sieht das aber anders aus.  
16.03.2009 08:53:41 PM - Eintrag: 421
  Um unsere Ananas zu zertifizieren, war es notwendig, je eine Toilette für Männer und Frauen zu bauen. Die Mitarbeiter sind sich nicht an solch "vornehme" Toiletten gewohnt und es brauchte einiges an Überzeugungskraft, dass sie sie auch benützten.
16.03.2009 08:56:26 PM - Eintrag: 422
Da die meisten unserer Mitarbeiter zu Hause nicht über fliessend Wasser verfügen, haben wir gleichzeitig Duschen eingebaut.  
16.03.2009 08:58:29 PM - Eintrag: 423
  Hier ist unser Mühle, die wir im Dezember 2008 fertiggestellt haben. Sie dient gleichzeitig als Magazin für das Futter. Für die vielen Tiere benötigten wir zum Mahlen von Mais und anderem Futter eine effiziente Mühle. Auf diese Art können wir das Futter selbst herstellen, was uns wesentlich weniger kostet.
16.03.2009 09:00:24 PM - Eintrag: 424
  Sofort kamen die Dorfbewohner und fragten ob sie sich hier einmieten könnten, das Gebäude könnte durch sie besser genutzt werden. Eine Mühle bräuchte doch kein Haus. Wir haben dann viele Hände der Dörfler und ihrer Kinder auf dieser Wand verewigt und um dem Neid vorzubeugen, eine kleine Party veranstaltet. Alle haben gesungen und getanzt und das Gebäude wurde freudig eingeweiht.
16.03.2009 09:03:59 PM - Eintrag: 425
Hier ist unser erstes Kaninchenhaus, genannt ?Impossible?. Der Baumeister aus dem Dorf hatmir immer wieder bestätigt, dass so ein grosses Rundhaus unmöglich sei sowohl für den Bau als auch für die Aufzucht von Kaninchen. Ich hatte grössere Rundhäuser gesehen und war überzeugt, dass es funktionieren würde. Zur Zeit bewohnen 144 Kaninchen das Haus und täglich werden es mehr. Es hat Platz für rund 900 Tiere. Dieses Haus haben wir im letzten Oktober fertiggestellt und im November mit der Elevage begonnen. Am Anfang hatten wir einige Hürden zu nehmen. Die Hygiene war ungenügend und so wurden viele Tiere krank. Mittlerweile haben die Mitarbeiter weitere Ausbildungen besucht und sind sich ihrer Verantwortung bewusst.  
16.03.2009 09:06:28 PM - Eintrag: 426
  Sämtliche Tiergehege wurden von jugendlichen Waisen gefertigt. Es ist keine Präzisionsarbeit,genügt aber den Ansprüchen.
16.03.2009 09:08:40 PM - Eintrag: 427
Das ist unser Gehege für unsere Ziegen und Schafe. Zur Zeit sind es 20 Tiere. Ich habe Schafe bestellt und war dann etwa enttäuscht, als ich entdeckte,dass sie statt dessen Ziegen gekauft haben. Sie haben es schlicht verwechselt. Ich fragte mich dann wirklich, ob das gut gehen kann mit der Aufzucht, wenn man das Eine nicht vom andern unterscheiden kann. Nun, mittlerweile haben wir beides und sie vertragen sich gut zusammen.  
16.03.2009 09:11:16 PM - Eintrag: 428
  Hyacinthe bei der Fütterung unserer jüngsten Ziege. Die Mutter starb eines seltsamen Todes und so muss ihr Kind mit der Flasche aufgezogen werden. (Der Veterinär hat festgestellt, dass das Tier einen Schlag auf den Kopf bekam). Solche Vorfälle melden wir jeweils dem Chef de Village.
16.03.2009 09:15:38 PM - Eintrag: 429
  Hier wird der Wassergraben auf der ganzen Länge der Ananasplantage ausgehoben. Nun sind alle 3 Hektaren Land mit Wasser versehen. Gross war die Enttäuschung, als wir unsere in der Schweiz gekaufte Gardena-Anlage in Betrieb nehmen wollten und anstatt der angegebenen Wasserreichweite von 17 Metern, lediglich auf einem Meter Wasser verteilt wurde. Das hiess, dass wir zu wenig Druck hatten und einen Suppresseur kaufen mussten. Das war nochmalseine Investion von rund 4000 Schweizer Franken. Doch seither rennen die Mitarbeiter nicht mehr mit Spritzkannen morgens bis abends und sie haben mehr Zeit für die Aufzucht der Tiere.
16.03.2009 09:19:46 PM - Eintrag: 430
Unser Garten hat uns viele Probleme bereitet. So wurde beispielsweise das Kraut der Karotten schwarz, wie verbrannt und die Karotten wuchsen nicht mehr. Dann wurden viele Kohlköpfe von verschiedenen Schädlingen befallen. Ich wollte absolut keine Chemie verwenden. Biologischer Anbau ist hier nicht sehr bekannt und die Konsumenten sind nicht sensibilisiert dafür. Wichtig ist, das alles Gemüse möglichst gross gewachsen ist. Riesenkarotten, Riesenkohl etc. Die Preise für Früchte und Gemüse sind extrem tief: Der Ertrag deckt kaum die Kosten für das Wasser. (Diesel um das Wasser ins Wasserschloss zu pumpen).  
16.03.2009 09:21:24 PM - Eintrag: 431
Hier wird von Mathias, unserem Ananas-Spezialisten und Augustin kritisch begutachtet ob die Hormonage erfolgreich war.  
16.03.2009 09:23:57 PM - Eintrag: 432
  Diese Frau jätet zusammen mit anderen unsere Ananas-Plantage. Um sich vor Verletzungen zu schützen, muss sie ihre Hände und Arme gut einpacken. Vor allem die Sorte ?Pain de sucre? mit ihren geraffelten scharfen Blätterkanten, bereitet im fortgeschrittenen Stadium viel Mühe beim Jäten. In Zukunft werde ich ihnen dicke Handschuhe, die bei uns zum Kochen verwendet werden, kaufen. Biologische Ananas müssen sehr häufig gejätet werden.
16.03.2009 09:27:26 PM - Eintrag: 433
Hier unsere ersten reifen Ananas. Es handelt sich um Cayenne lisse. Zum Teil wiegen sie bis 2 kg. Dieses Resultat absolut ohne jegliche Düngerzugabe. Es wurde auch kein biologischer Dünger verwendet. Viele sagten uns, das wird keine Früchte tragen. Tatsache ist, wenn man es nicht ausprobiert, kann man es auch nicht wissen. Der Boden ist hier sehr reich und das Resultat überzeugt. Allerdings müssen wir die Ananas zu Schleuderpreisen auf dem lokalen Markt verkaufen, da sie noch nicht zertifiziert sind.  
16.03.2009 09:30:36 PM - Eintrag: 434
  Das Bild zeigt das Fundament unseres zweiten Kaninchenhauses. Alle praktischen Erfahrungen die wir inzwischen gemacht haben, werden beim Bau des zweiten Hauses berücksichtigt. Die Kaninchen vermehren sich unglaublich schnell. Fünf- bis sechsmal pro Jahr haben sie Jungtiere. Jedes Mal zwischen drei und sechs Tieren.
16.03.2009 09:33:05 PM - Eintrag: 435
So wurde beispielsweise das Strohdach durch ein Wellblechdach ersetzt. Zum Teil haben sich dort Mäuse eingenistet. Sie sind Überträger vieler Krankheiten. Da die Hitze steigt, wurde oben das Dach nochmals gelüftet. Dann wurden unter den Kaninchengehegen Gräben ausgehoben, die mit Sand gefüllt werden. Kack und Urin gehen direkt in den Sand und die unangenehmen Düfte werden vom Sand absorbiert. Wir haben bereits viele Anfragen von Jugendlichen, die gerne bei uns einen Stage oder eine Lehre machen möchten. Die Landwirtschaft wird zur Zeit auch vom obersten Staatschef an erste Stelle gesetzt und entsprechend gefördert. Unser Ziel ist eine grosse Vorzeigefarm, die viele Arbeitsplätze schafft.  
16.03.2009 09:35:04 PM - Eintrag: 436
  An Weihnachten haben wir für unsere Patenkinder und ihre Familien ein grosses Fest organisiert. Viele dieser Kinder hätten sonst kein Geschenk erhalten, geschweige denn ein besonderes Essen. Hier hat das Essen schon bei Kindern einen sehr hohen Stellenwert. Etwas Selbstverständliches bei unsern Kindern.
16.03.2009 09:36:52 PM - Eintrag: 437
Wir haben für die Kinder viele Spiele organisiert und kleine Preise. Alle waren überglücklich. Auch ihre Mütter genossen den Abend.  
16.03.2009 09:38:33 PM - Eintrag: 438
  Meine japanische Freundin Majo bedient Klein und Gross am Dessertbuffet. Nachspeisen gehören bei den Afrikanern nicht zum Menuplan. Aber alle haben den Fruchtsalat unsere Schoggicakes und unsere Weihnachtsguetsli in grossen Mengen verspiesen.
16.03.2009 09:39:57 PM - Eintrag: 439
Unsere Kinder mit ihren Geschenkpaketen. Die Mädchen erhielten eine Puppe, die Jungen ein LKW aus Plastic. Diese Geschenke wurden uns von einem andern ONG gespendet.  
16.03.2009 09:43:46 PM - Eintrag: 440
  Natürlich besuchten wir an Weihnachten auch unser behindertes Drillingsmädchen Sylviane im Spital in Lokossa. Hier mit ihren beiden Schwestern, beide Beine wurden über Monate eingegipst, was in dieser Hitze fast unerträglich ist. Das Spital verfügt nicht über eine Klimaanlage. Sylviane konnte mit ihren 7 Jahren nur kriechen. Langsam wurde sie ihrer Mutter zu schwer um sie in die Schule zu tragen und man liess sie einfach zu Hause. Jetzt hat sie täglich Therapien und lernt zum ersten Mal in ihrem Leben zu gehen und Treppen zu steigen. Es gibt in ganz Bénin nur ein einziges derartiges Spital. Dank Hilfe aus der Schweiz wurden ihr die Operation und der Aufenthalt bezahlt. Krankenkassen gibt es hier nicht. Sozialhilfe ebenfalls nicht. Ihre Mutter ist Witwe und betreut 7 Kinder.
11.05.2009 02:22:04 PM - Eintrag: 441
 
11.05.2009 02:32:15 PM - Eintrag: 442
Erster Teil unserer Bio-Ananasernte in Bénin 30.3.09 Die ersten Ananas, Sorte ?Cayenne lisse?, sind nach 18 Monaten Wachstumszeit reif. Unsere biologisch produzierten Ananas wiegen häufig über 2 kg pro Stück. Dies obwohl absolut kein Dünger, auch kein biologischer, verwendet wurde.   Die Ananas werden sorgfältig von der Staude geschnitten. Am unteren Fruchtende muss mindestens 1 cm des Stängels stehen bleiben und allfällige Blätter sauber entfernt werden.
11.05.2009 02:37:49 PM - Eintrag: 443
  Innert einer Viertelstunde mussten ErnterInnen zur Arbeit aufgeboten werden. Wir hatten geglaubt, dass diese durch die externe Abnahmefirma organisiert würden. Aber in Afrika ist das kein Problem.
11.05.2009 02:43:04 PM - Eintrag: 445
Die Kinder der Ernterinnen werden zur Arbeit mitgenommen und am Rande des Feldes ?deponiert?. Sie waren den ganzen Tag über unglaublich genügsam.  
11.05.2009 02:46:05 PM - Eintrag: 446
  Die Ananas werden in diese Emailbecken geladen und auf einem Haufen deponiert. Es ist wichtig, dass diese Arbeiten sorgfältig ausgeführt werden. Ananas sind sehr stossempfindlich.
11.05.2009 02:49:38 PM - Eintrag: 447
Alle Arbeiten werden genau zugeteilt. Diese Frau ist dazu bestimmt, beim Abladen der frisch gepflückten Ananas behilflich zu sein. Wiegt doch ein solches Becken mit Ananas gefüllt, je nach Pflückerin zwischen 25 und 30 kg.  
11.05.2009 02:58:45 PM - Eintrag: 449
  Die Ananas werden stehend in Teleskopschachteln à 6 Stück transportiert. Die Kartons müssen genügend Belüftungslöcher aufweisen ansonsten Schimmelbildung entstehen kann. Ananasfrüchte weisen eine hohe Druckempfindlichkeit auf. Bei liegender Aufbewahrung der etwa 1 bis 2,5 kg schweren Früchte bilden sich schnell Druckstellen, die anschließend in Fäulnis übergehen. Aus diesem Grund werden vor allem die schwereren Cayenne lisse nur aufrecht in speziellen Schachteln transportiert.
11.05.2009 03:00:23 PM - Eintrag: 450
Es wurde kurzerhand ein Zelt aufgestellt, damit nicht alle Arbeiten unter brennender Sonne verrichtet werden mussten. An der Sonne waren es um die 50°Celsius an diesem Tag. Im Schatten ?nur? etwa 36° C.  
11.05.2009 03:01:37 PM - Eintrag: 451
  Hier wird eine ungefähre Triage nach Grösse vorgenommen.
11.05.2009 03:10:29 PM - Eintrag: 453
  Grössenvergleich. Unsere Ananas gehören mehrheitlich unter die Bezeichnung A1, Grösse über 2 kg. Ein nicht geringer Teil sogar zu den ?Jumbos = über 2.5kg. Jumbos sind in Europa weniger erwünscht und werden zu unserem grossen Frust einfach auf dem Terrain liegen gelassen. Wir mussten dann ganz schnell lokale Abnehmerinnen dafür suchen. Sie bezahlten uns 20 Rappen pro Ananas! Ideal wäre diese Grösse für die Herstellung von Ananassaft, -konzentrat oder für das Gastgewerbe.
11.05.2009 03:12:24 PM - Eintrag: 454
Jede einzelne Ananas wird gewogen, nochmals kontrolliert und sauber von allfälligen Rückständen gebürstet und in die verschiedenen Grössensegmente eingeteilt.  
11.05.2009 03:23:07 PM - Eintrag: 455
  Jeder Karton wird der Grösse entsprechend markiert.
11.05.2009 03:24:33 PM - Eintrag: 456
Jeder Lieferant möchte ein individuelles Etikett das über Sorte, Qualität, Herkunftsland usw. informiert, angebracht haben.  
11.05.2009 03:28:02 PM - Eintrag: 457
  Nach Gewicht vorsortierte Ananas.
11.05.2009 03:29:50 PM - Eintrag: 458
Ich wollte jeden Arbeitsgang auch selber ausführen. Meine Hände waren von der Kartonfalterei völlig zerschnitten.  
11.05.2009 03:31:04 PM - Eintrag: 459
Zwischendurch wird auch mal schnell ein Kind gestillt oder beruhigt.  
11.05.2009 03:32:25 PM - Eintrag: 460
  Trotz dem zeitlichen Stress, ist die Atmosphäre fröhlich. Es wird gesungen und gelacht. Die Arbeit begann um 08.00 Uhr. Der Camion musste um 14.00 Uhr das Feld verlassen und wurde um 15.00 Uhr am Flughafen erwartet.
11.05.2009 03:33:55 PM - Eintrag: 461
Die fertigen Kartons mussten schnell zum Camion gebracht werden wegen der Hitzeentwicklung  
11.05.2009 03:35:39 PM - Eintrag: 462
 
11.05.2009 03:38:03 PM - Eintrag: 463
Der Camion ist abreisebereit.  
06.01.2010 07:50:48 PM - Eintrag: 464
Hier unser Patenkind Sylviane: Als wir sie vor einem Jahr kennen lernten, konnte sie nur kriechen und musste mitansehen wir ihre beiden Drillingsschwestern rumrannten und spielten. Sie hat ein sehr schwieriges Jahr hinter sich in Lokossa, wo ihre Beine operiert wurden. Fern von ihrer Mutter und ihren Geschwistern musste sie schlussendlich einen Aufenthalt von über 10 Monaten mit täglich vielen Therapien erdulden. Aber es hat sich gelohnt. Sylviane ist heute ein fröhliches Kind voller Energie und Tatendrang.
06.01.2010 07:56:51 PM - Eintrag: 465
Hier unser Patenkind Sylviane: Als wir sie vor einem Jahr kennen lernten, konnte sie nur kriechen und musste mitansehen wir ihre beiden Drillingsschwestern rumrannten und spielten. Sie hat ein sehr schwieriges Jahr hinter sich in Lokossa, wo ihre Beine operiert wurden. Fern von ihrer Mutter und ihren Geschwistern musste sie schlussendlich einen Aufenthalt von über 10 Monaten mit täglich vielen Therapien erdulden. Aber es hat sich gelohnt. Sylviane ist heute ein fröhliches Kind voller Energie und Tatendrang.  
06.01.2010 08:09:29 PM - Eintrag: 466
  Sylviane brauchte neue Beinprothesen. Hier mit ihrem Orthopäden. Beim Aufschneiden des Gips?schrie sie aus vollen Kräften. Sie hatte so Angst der Arzt würde ins Bein schneiden.
06.01.2010 08:14:27 PM - Eintrag: 467
Da Sylviane noch nicht alleine zur Schule marschieren kann, schenkte ich ihr mein Velo.Ihre grosse Schwester fährt sie täglich zur Schule. Sylviane besucht nun eine Privatschule ca. 200 m von ihrem Daheim entfernt. Ihre Drillingsschwestern besuchen die Volksschule und sind unter den besten vier.  
06.01.2010 08:18:18 PM - Eintrag: 468
  Die Mutter von Sylviane lebt mit den 7 Kindern in extremer Armut. Sie haben nur 2 Räume für 8 Personen zur Verfügung.
06.01.2010 08:21:02 PM - Eintrag: 469
Das ist Kévin mit seiner Mutter, Grossmutter und seinen Geschwistern. Kevin hatte bei der Geburt eine Gelbsucht die nicht behandelt wurde, da kein Geld vorhanden war. Er kann nicht sprechen, nicht selber essen, nicht gehen, nichts. Nachts schreit er und kann nur schwer beruhigt werden. Aus diesem Grunde wollen die Hausbesitzer die Mutter mit ihren drei Kindern aus ihrer Wohnung jagen. Da braucht es hin und wieder ein Karton Eier oder sonst eine kleine Aufmerksamkeit für den Hausbesitzer und das Problem ist wieder für eine gewisse Zeit geregelt.  
06.01.2010 08:24:15 PM - Eintrag: 470
  Das ist Mutter Henriette Hounkkpeni. Ihre beiden Ehemänner sind gestorben. Sie hat 9 Kinder, darunter einmal Zwillinge und einmal Drillinge. Die Mutter gab einige der älteren Kinder zu ihren Grosseltern. Nun lebt sie noch mit zwei der Drillinge (eines ist bereits gestorben) und einem der Zwillinge. Dank der Patenschaft aus der Schweiz bekommt sie jeden Monat 50 Franken. Bouge half ihr finanziell dieses ?Haus? zu bauen. Sie ist sehr stolz und dankbar in den eigenen vier Wänden zu leben.
06.01.2010 08:25:44 PM - Eintrag: 471
Ihr Zwillingssohn Daniel ist der einzige, der dank Schweizer Hilfe die Schule besuchen darf. Ihr ältestes Mädchen Hélène hat mit ihren 12 Jahren eine Lehre als Schneiderin angefangen. Der 11 jährige Junge sollte ebenfalls bereits eine Lehre als Mechaniker beginnen, wurde dann als zu jung wieder nach Hause geschickt. Alle diese Kinder haben keine Schule besucht. Eine Lehre ist hier rein praktischer Natur, ohne jegliche Schulbegleitung. Oft müssen die Eltern für die Kinder bezahlen, wenn sie eine ?Lehre? absolvieren möchten. Die Kinder werden meistens enorm ausgenützt und arbeiten nicht selten 12 Stunden und mehr.  
06.01.2010 08:28:47 PM - Eintrag: 472
  Léocadie mit ihren 4 Kindern, die jüngsten beiden sind Zwillinge. Wir halfen ihr bei der Suche einer neuen Behausung. Es müssen meistens 6 Monatsmieten Depot hinterlegt werden. Das waren in diesem Fall 90 000 CFA, ca. rund 225 Franken. Dazu kommt die Bezahlung eines eigenen Electrozählers. Diese Frauen haben aber nicht das mindeste Ersparte. Wenn sie aus ihren Wohnungen weggeschickt werden, stehen sie einfach auf der Strasse. Sie ist unsere aktivste Eierverkäuferin.
06.01.2010 08:33:04 PM - Eintrag: 473
  Bouge zählt heute 13 Mitarbeiter. Mittlerweile leben 12 Familien, insgesamt 75 Personen, von Bouge. Die meisten unserer Mitarbeiter kommen aus Wibatin und Umgebung. Viele von ihnen waren arbeitslos.
06.01.2010 08:35:55 PM - Eintrag: 474
  Ein Kaninchenhaus beherbergt die Maternité das zweite die Aufzucht. Das zuerst gebaute Kaninchenhaus musste bereits nach einem Jahr komplett renoviert werden.
06.01.2010 08:46:43 PM - Eintrag: 476
Bouge hat zur Zeit 950 Kaninchen und täglich werden es mehr.  
06.01.2010 08:53:14 PM - Eintrag: 477
 
06.01.2010 08:57:04 PM - Eintrag: 478
Im Frühling 2009 hat Bouge ein Hühnerhaus mit einem Magazin und zwei Räumen für Mitarbeiter mit Duschen und WC gebaut.  
06.01.2010 09:01:31 PM - Eintrag: 479
  Hier das Zimmer unseres Veterinärs Moïse der während 5 Tagen auf der Ferme bleibt. Im zweiten Zimmer ruhen sich die Mitarbeiter über Mittag aus, nehmen gemeinsam ihre Mahlzeiten dieser ein oder schauen TV wenn der Generator gerade läuft.
06.01.2010 09:03:56 PM - Eintrag: 480
Am 7. Juni haben 2000 zwei Tage alte Bibeli bei Bouge ein neues Zuhause gefunden. Dank unserem Veterinär und zwei erfahrenen Mitarbeitern gediehen diese prächtig.  
06.01.2010 09:06:13 PM - Eintrag: 481
Mittlerweile sind die Kücken zu gefrässigen Hühnern herangewachsen.  
06.01.2010 09:11:15 PM - Eintrag: 482
  Seit Mitte Oktober haben die Hühner der Rasse Warein angefangen Eier zu legen. Schon als Kind liebte ich es den Hühnern die frischgelegten Eier wegzunehmen. Nie hätte ich mir diese Menge vorstellen können. Es macht echt Spass!
06.01.2010 09:13:35 PM - Eintrag: 483
Der kleine VW Polo nimmt problemlos 100 Eierkartons auf. Transportieren wir drei Tagesrationen Eier, d.h. Über 150 Plâteaux, nehmen wir den Nissan.  
06.01.2010 09:15:43 PM - Eintrag: 484
  Wir haben in Cotonou unseren eigenen Verkaufskiosk für unsere Eier und unsere Kaninchen. Das reicht als Absatzkanal jedoch nicht aus. Zum Glück ist es einfach die Eier an die Frau zu bringen, es gibt nämlich nicht genügend davon.
06.01.2010 09:19:23 PM - Eintrag: 485
  Wir hatten im Oktober auch ganz schwierige Zeiten zu bestehen. Hier mein verunfallter Nissan Patrol. Sie haben dieses Wrack nun bald fertig repariert. Die Teile, Türen etc. kommen meist aus dem benachbarten Nigeria. Bei uns würde es sich nicht mehr lohnen, ein solches Wrack zu reparieren.
06.01.2010 09:21:45 PM - Eintrag: 486
Der Fahrer, Augustin Faton hatte enormes Glück. In seiner Stirn fanden sich diverse Glassplitter.  
06.01.2010 09:25:15 PM - Eintrag: 487
Mich hatte gleichzeitig mein wilder Schäferhund zu Fall gebracht. Dies hatte einen Gips zur Folge. Es war ein schwieriger Monat mit sehr wenig Bewegung. Ich fand mich in meinem eigenen Käfig und vorallem konnte ich meine geplante Reise mit Elisabeth nach Burkina Faso nicht realisieren.  
06.01.2010 09:27:50 PM - Eintrag: 488
  Das Jahresende verbrachte ich in Nattitingou, im Norden von Bénin, bei Schweizer Freunden. Gut erholt und wieder auf den Beinen schritt ich ins Neue Jahr.
15.01.2011 06:47:32 PM - Eintrag: 494
Im Monat Januar 2010 haben wir beschlossen, dass unsere im Jahr 2008 gebaute Provenderie (hier werden die Futtermittel für die Kaninchen und die Hühner hergestellt), nicht mehr den Anforderungen entspricht. Die grossen zu verarbeitenden Mengen fanden nicht mehr genügend Platz im bisherigen Haus.  
15.01.2011 07:05:50 PM - Eintrag: 495
  Arbeitslose bei der Futtermittelherstellung. Die Agence Nationale pour la Poromotion de l?Emploi (ANPE) hat sie uns zur praktischen Ausbildung geschickt. Bei der Herstellung entsteht sehr viel Staub und das Gebäude musste offener und wesentlich höher gebaut werden.
15.01.2011 07:09:53 PM - Eintrag: 496
  Im Vordergrund mein leitender Mitarbeiter Augustin der während meinem Schweizer Aufenthalt alles bestens unter Kontrolle gehalten hat. In den Monaten Februar, März und April bauten wir unser zweites Hühnerhaus das 2000 Hühnern Platz bietet. Im gleichen Haus wurden zwei grosse Zimmer mit Duschen WC und ein grosser Lagerraum mitgebaut.
15.01.2011 07:33:20 PM - Eintrag: 497
  Im April 2010 wurde der ganze, bestehende Hühnerbestand mit Bronchitis infiziert. Die Hühner starben reihenweise. Die Verbleibenden mussten geimpft werden. Eric, der Verantwortliche für die Elevage der Hühner bei der Impfaktion.Die Eierproduktion sank danach auf null. Auch ein Monat danach legten die Hühner nur zu 25%.. Das tägliche Futter kostete wesentlich mehr als was die paar Eier noch einbrachten.
15.01.2011 07:51:59 PM - Eintrag: 498
Am 4. Juli und am 30. August 2010 haben wir je 2000 2-Tage alte Küken empfangen. Die ersten fingen im letzten Dezember mit Eierlegen an. Sie haben sich zu prächtigen Hühnern entwickelt. Zurzeit legen ungefähr 84 % der im Juli aufgenommenen Küken. Die zweite Hühnerpopulation wird Mitte Februar 2011 mit Legen beginnen.  
15.01.2011 08:02:42 PM - Eintrag: 499
Wir haben inzwischen über 1500 Kaninchen. Unsere 3-schichtige Käfig-Konstruktion erwies sich als untauglich. Wir hatten zwar den Vorteil, dass wir auf kleinstem Raum viele Tiere unterbringen konnten, doch die Realität zeigten uns, das die Geruchsemissionen zu hoch waren und wesentlich zur Todesursache der empfindlichen Tiere beigetragen hatte. Die Beninois haben erst seit kurzem den Fleischkonsum von Kaninchen schätzen gelernt. 1 kg Kaninchenfleisch kostet hier CHF 6.25. Die Futtermittel sind nur geringfügig günstiger als bei uns, viele Futtermittel sind importiert. Die Verkaufsmarge ist sehr gering.  
15.01.2011 08:24:30 PM - Eintrag: 500
 
15.01.2011 08:32:11 PM - Eintrag: 501
Moïse ist Veterinär und trägt die Gesamtverantwortung der Farm. Das zweite, im Mai 2009, gebaute Kaninchenhaus genügte den Platz-Anforderungen nicht mehr. Wir haben deshalb im September die Innenmauern der Kaninchenhäuser als zusätzliche Unterkunft ausgebaut. Im vergangenen Jahr wurden unsere Kaninchen mehrmals von Fourmi maillands (afrikanischen Riesenameisen die sehr effizient sind im Vertilgen von Kaninchen) heimgesucht.   Zwischen den beiden Kaninchenhäusern sind inzwischen Bananensträucher und Palmen gewachsen die wesentlich zur Kühlung beitragen.
15.01.2011 08:52:19 PM - Eintrag: 502
  Im Frühjahr mussten aus Hygienegründen wegen den Tieren des angrenzenden Dorfes und den Dorfbewohnern die nach wie vor den alten Pfad über unser Land benutzten, weitere Mauern gebaut werden. Auch dies eine Spende aus der Schweiz.
15.01.2011 09:01:15 PM - Eintrag: 503
Im Juni wurde die Bergerie für unsere Ziegen und Schafe vergrössert und verlegt.  
15.01.2011 09:18:14 PM - Eintrag: 504
  Hier die ersten 60 jungen Arbeitslosen die bei Bouge das Züchten von Kaninchen und Hühnern und Gartenarbeit erlernten. Die Theorie und das Reporting fanden im neugebauten Hühnerhaus statt. Jeden Abend legte jede der drei Gruppen einen Rapport über Ihre Arbeit ab.
15.01.2011 09:43:09 PM - Eintrag: 505
Aufgrund der guten Resultate der ersten Ausbildungsrunde wurden wir vom Ministerium angefragt, ob wir unsere Ausbildung auf Fischerei-zucht ausweiten könnten. Das würde ihnen ermöglichen alle vier Ausbildungen bei Bouge durchzuführen. Woraufhin wir einen Test-Fischteich bauten.  
15.01.2011 10:12:29 PM - Eintrag: 506
 
15.01.2011 10:33:45 PM - Eintrag: 507
Während meinem Aufenthalt in der Schweiz haben meine Mitarbeiter aufgrund der Anfrage verschiedener Restaurants beschlossen, dass wir eine Schneckenaufzucht benötigen. Von l.n.r meine leitenden Mitarbeiter, Moïse (Farmchef), Hyacinthe (Verantwortlicher Lapinière), Augustin (Gesamtleitung).   Links Babyschnecken, rechts 6 Monate alte Schnecken. Sie benötigen acht Monate bis zum Verkauf. Sie brauchen lediglich genügend Feuchtigkeit etwas Mais und Coquis als Futter, den Rest beschaffen sie sich selbst. Sie lieben auch Papayas und Bananen. Im Moment macht eine Studentin weitergehende Studien über die unterschiedliche Haltung und Fütterung der Schnecken.
15.01.2011 10:44:22 PM - Eintrag: 508
 
15.01.2011 10:49:15 PM - Eintrag: 509
Im 24. Juni wurden 830 Papayas gepflanzt. Nach einem Jahr dürfen bereits die ersten Früchte geerntet werden. Papayas lassen sich während 4 Jahren ernten. Jeder Papayabaum bringt pro Jahr rund 40 Früchte. Nach 4 Jahren muss die Pflanze ersetzt werden.
15.01.2011 10:58:07 PM - Eintrag: 510
  Im Jahr 2010 wurden diverse Mango- Mandarinen- Orangen- Tamelasbäume (Kreuzung zwischen Mandaringen und Orangen) gepflanzt. Rechts im Bild Mangobäume. Am 12. Juli 2010 wurden 150 selektionierte Oelpalmen gesetzt. Diese benötigen rund 5 Jahre bis sie Oelnüsse tragen. Aus diesen kann Oel, Seife und Vieles mehr, hergestellt werden. Auch die Kosmetikindustrie hat mehr und mehr dieses hochwertige Naturprodukt entdeckt.
15.01.2011 11:08:32 PM - Eintrag: 511
Am 27. Dezember 2010 durften wir wiederum den ersten Teil unserer Cayenne lisse ernten. Die Ananas fanden ihre Abnehmer diesmal in Paris.
15.01.2011 11:36:37 PM - Eintrag: 512
 
15.01.2011 11:41:07 PM - Eintrag: 513
  Bereits das zweite Mal durften wir dank der grosszügigen Spende der Geschwister Keller Stiftung aus dem Aargau 60 Waisenkindern zu Ostern neue Kleider und Schuhe und einen Sack Reis schenken. Hier die 27 beschenkten Mädchen.
15.01.2011 11:43:32 PM - Eintrag: 514
33 der beschenkten Waisenjungen. Die Kleider wurden alle individuell angefertigt. Es war eine Riesenfreude für alle diese Kinder. Es ist in Bénin Tradition, dass die Kinder an Weihnachten und Ostern neue Kleider bekommen.  
15.01.2011 11:44:53 PM - Eintrag: 515
Am 2. Oktober 2010, kurz vor Beginn des neuen Schuljahres, durften 67 Waisenkinder ihre fertig gepackten Schulsäcke mit dem Stoff für die Schuluniformen in Anwesenheit diverser Ministerien, dem Sozialamt und der Presse entgegennehmen.   ONG Bouge hat für jedes Kind, seiner Stufe gerecht, die Schulbücher ?heften und sämtliche Schulmaterialien eingekauft und in die Schultaschen abgefüllt. Es war eine grosse logistische Aufgabe. Auch diese Aktion wurde durch die Geschwister Keller Stiftung finanziert.
15.01.2011 11:51:55 PM - Eintrag: 516
 
15.01.2011 11:54:53 PM - Eintrag: 517
Das Drillingsmädchen Sylviane, das vor zwei Jahren lediglich kriechen konnte hat sich prächtig entwickelt. Dank Schweizer Unterstützung geht sie heute selbständig zur Schule.  
16.01.2011 12:03:28 AM - Eintrag: 518
  Diese Waisenkinder, es sind 5 Geschwister (eins fehlt im Bild) durften dieses Jahr dank einer Schweizer Patenschaft, monatliche Hilfe erfahren. Die Kinder haben ihre Mutter verloren. Sie hatte von einer Schlange geträumt und tatsächlich hat sie beim Aufwachen eine Schlange im Raum vorgefunden. Die Frau hatte nicht bemerkt, dass sie tatsächlich gebissen wurde. Erst nach 3 Tagen machten sich Schmerzen bemerkbar, sie begab sich ins lokale Spital, aber es kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch am gleichen Tag.
16.01.2011 12:08:38 AM - Eintrag: 519
Die 11jährigen Zwillinge Jocely und Jocelyn mit ihren Geschwistern Roberto, Yvonne und Sylvia. Sie haben ihren Vater verloren und die Mutter leidet mit den Kindern an extremem Hunger. Seit Juli 2010 werden sie von einem Ehepaar im Tessin, monatlich mit 50 Franken unterstützt.  
16.01.2011 12:13:08 AM - Eintrag: 520
 
16.01.2011 12:14:50 AM - Eintrag: 521
Die beiden Waisenjungs Victor und Mathieu leben ein wenig ausserhalb unserer Ananas- Plantage. Auch sie in extremster Armut. Wir haben für Victor seit 1.11.2010 einen Zürcher Paten gefunden. Mathieu, er ist 16jährig, haben wir geholfen, dass er weiterhin das Gymnasium besuchen kann. Auch seine Schuluniform musste dringend ersetzt werden. Sein Direktor hat uns bestätigt, dass es sich um intelligente, sehr fleissigen Schüler handelt, die leider häufig sehr hungrig zur Schule kämen. Die Schulmaterialien der beiden Kinder wurden von Keller Stiftung finanziert.   Adèle ist ein behindertes, 12jähriges Mädchen. Sein Vater ist gestorben und seine Mutter hat dieses Jahr das Kind verlassen. Es lebt seither in einem ONG. Wir sind auf der Suche seiner Mutter und möchten sie davon überzeugen, dass sie das Kind dank der Patenschaft einer Schweizerin, ehemals selbst eine Waise, wieder bei sich aufnimmt und persönlich für das Mädchen sorgt.
16.01.2011 12:22:25 AM - Eintrag: 522
Diese 4 Kinder haben ihren Vater im Oktober 2010 verloren. Die Mutter ist völlig verzweifelt. Sie hatte bisher kein eigenes Einkommen. Die Kinder werden während einem Jahr von Freunden in Zürich, unterstützt. Im Bild tragen sie die Trauerkleidung.  
16.01.2011 12:30:11 AM - Eintrag: 523
 
16.01.2011 12:32:41 AM - Eintrag: 524
Dieses Jahr durften wir mit 47 Waisenkindern dank einer grosszügigen Spende einer Aargauerin und ihren Geschäftspartnern Weihnachten feiern. Diese Kinder hätten ohne diese Spende wohl kaum ein Weihnachtsessen, geschweige denn ein Geschenk erhalten.   Mit Musik, Gesang und unzähligen Spielen haben wir die Kinder unterhalten. Sie durften einen Abend lang ihren schwierigen Alltag vergessen. Viele kleine Geschenke wurden als Preise abgegeben. Jedes Kind erhielt auch eine Zahnbürste, diese haben hier Seltenheitswert.
16.01.2011 12:36:10 AM - Eintrag: 525
  Alle Kinder erhielten ein Stück Stoff für ein neues Kleid. Die Schneiderarbeit wurde von meinem Mitarbeiter Augustin finanziert, (er opferte die Hälfte seines bescheidenen Monatslohns). Er selbst war ein Waisenkind und weiss aus eigener Erfahrung über die Leiden und Entbehrungen dieser Kinder.
03.06.2011 04:37:21 PM - Eintrag: 526
  10. Mai 2011, erster Aufenthaltstag Besichtigung der näheren Umgebung mit Mitarbeiter Rémi. Einkaufs- und Verpflegungs-Möglichkeiten und Besichtigung des Universitätsgeländes in Abomey-Calavi. Diese ersten Fahrten auf dem Moto im chaotischen Béninois-Verkehr gingen mir unter die Haut. Das Ausprobieren der afrikanischen Küche(Pâte de Mais mit Fleisch, bestehend aus Knorpel und Sehnen) in einem Restaurant gleich über die Strasse, waren interessant aber gewöhnungsbedürftig.
03.06.2011 05:12:39 PM - Eintrag: 527
11. Mai 2011 Besuch der Farm in Wibatin/Sékou zusammen mit der französischen Volontärin Cindy vom SOS Kinderdorf. Besuch einer einheimischen Familie, die von Bouge unterstützt wird. Am Abend Besuch der Galerie Artisttic in Cotonou.  
03.06.2011 05:20:50 PM - Eintrag: 528
  12. Mai 2011 Besichtigung der Stadt Cotonou auf dem Moto. Am Nachmittag Besuch bei Astrid Toda, einer Freundin von Ima, mit deren Schreiner zwecks Besprechung der neuen Stühle und Tische für das Ausbildungscenter von Bouge.
03.06.2011 05:25:06 PM - Eintrag: 529
13. Mai 2011 Besuch der Ananasplantage in Agbodjèdo. Führung mit dem Bouge Ananasspezialisten Mathias Hounton. Besuch des von Bouge unterstützten Jungen Victor und seiner Mutter.  
03.06.2011 05:28:43 PM - Eintrag: 530
14. Mai 2011 Erste Tropenregenerfahrungen. Besuch der durch Schweizer Paten unterstützten Drillinge und ihren Geschwistern. Mit dem geschenkten Fussball wird sofort ein Match veranstaltet.  
03.06.2011 05:31:20 PM - Eintrag: 531
  15. Mai 2011 Fussballspiel am Sonntagmorgen um 7.00 Uhr mit Einheimischen. Am Nachmittag Besuch der Eldorado Beach in Cotonou.
03.06.2011 05:38:42 PM - Eintrag: 532
16. Mai 2011 Ima ist ganztags an einem Seminar und ich entschliesse mich zum Anpflanzen von Mais im grossen Vorgarten in Calavi. Schwerste Blessuren markierten meine Bürohände.  
03.06.2011 05:41:18 PM - Eintrag: 533
  17. Mai 2011 Besuch des Centre Artisanal in Cotonou. Viele Gespräche mit einheimischen Verkäufern und Spielen von Djembé mit Tanz.
03.06.2011 05:44:57 PM - Eintrag: 534
18. Mai 2011 Besuch von Ganvié, dem afrikanischen Dorf auf Pfählen mit Markt auf dem Wasser.  
03.06.2011 05:46:57 PM - Eintrag: 535
  19. Mai 2011 Besichtigung der Hauptstadt Porto-Novo. Besuch botanischer Garten und Treffen des Künstlers SylPâris Kouton. Anschliessender Rundgang im ONG Songhai (grösstes ONG in Bénin) feinem Essen im ONG-eigenen Restaurant mit Fisch frisch vom ONG-Teich.
03.06.2011 05:51:42 PM - Eintrag: 536
  20. Mai 2011 Mitarbeit in der Administration, Neuordnung von Ima's Computer.
03.06.2011 06:01:51 PM - Eintrag: 537
21. Mai 2011 Am Morgen Fussballspiel in Wibatin mit Mitarbeitern und Kindern aus dem Dorf. Am Nachmittag Schwimmen im Meer.  
03.06.2011 06:08:31 PM - Eintrag: 538
 
03.06.2011 06:10:22 PM - Eintrag: 539
22. Mai 2011 Besuch des Künstlers Makef in seinem Atelier in Cotonou zusammen mit Izumi, die japanische Volontäre bei ihrem Stage begleitet sowie Rémi und Ima. Besuch einer Handweberei mit anschliessend gemeinsamen Nachtessen bei Livingstone einem Restaurant gehobener Klasse für Touristen.   23. Mai 2011 Brainstorming im Team für das Bouge-Volonteer-Projekt. Am Nachmittag Besuch des Bildungsministeriums zwecks Antrag in Cotonou. Auf dem Nachhauseweg Besuch einer ?parainierten Familie?.
03.06.2011 06:13:05 PM - Eintrag: 540
24. Mai 2011 Meeting mit den leitenden Mitarbeitern auf der Farm begtreffend dem geplanten Ausbildungsprojekt von ONG Bouge. Auf dem Rückweg Besuch meiner zukünftigen Patenkinder.  
03.06.2011 06:19:57 PM - Eintrag: 541
  25. Mai 2011 Besuch der Cotonou International School. In dieser Schule lernen schon die Kleinsten Französisch und Englisch gleichzeitig. Am Abend Weiterarbeit am Volunteer-Projekt.
03.06.2011 06:22:41 PM - Eintrag: 542
26. Mai 2011 Ganzer Tag Stromausfall und Wasserunterbruch. Die geplante Büroarbeit beschränkt sich auf die Akkuladezeit des Laptops.  
03.06.2011 06:25:36 PM - Eintrag: 543
  27. Mai 2011 Erstellen der Informations- und Anmeldeformulare für das Volonteer-Projekt. Einkauf auf dem lokalen Markt.
03.06.2011 06:29:43 PM - Eintrag: 544
  28. Mai 2011 Beraten einer Witwe, dass sie in Zukunft mit ihren jetzt getrennten Kindern zusammenlebt. Mithilfe bei der Suche einer passenden Unterkunft. Mit einem neuen Anstrich verleihen wir der neu gemieteten Zweizimmerwohnung mehr Helligkeit und Ambiance.
03.06.2011 06:34:03 PM - Eintrag: 545
 
03.06.2011 06:36:15 PM - Eintrag: 546
29. Mai 2011 Besuch des historischen Ortes Ouidah mit dem ehemalig grössten westafrikanischen Sklaven-Umschlagplatz am Meer. Besichtigung des Musée d'Histoire.   30. Mai 2011 In grösstem Tropenregen zweieinhalbstündige Fahrt zur historischen Königstadt Abomey und Besuch der Königspaläste. Meeting bei dem lokalen Unternehmen SETUP, das sich auf Solarenergie spezialisiert hat. Am Abend Einladung bei der Coopération Suisse und Kennenlernen des neuen Schweizer Ambassadors. Schweizerische Pünktlichkeit, wir sind die ersten Gàste.
03.06.2011 06:45:00 PM - Eintrag: 547
  31. Mai 2011 Formulieren des Newsletters mit entsprechender Bildauswahl. Geistige Vorbereitung auf die Abreise. Bild 22: im Liegestuhl
03.06.2011 07:00:18 PM - Eintrag: 548
1. Juni 2011 Abreisetag Afrique je t?aime...  
25.04.2012 06:10:27 PM - Eintrag: 549
  Mittlerweile haben wir 13 Patenschaften aus der Schweiz. Davon profitieren 59 Kinder und ihre Mütter. Es ist eine Freude zu sehen und mitzuerleben wie es den Kindern und ihren Müttern wesentlich besser geht als zu Beginn der Patenschaften. Schulbesuch von Hermann und Hermine(Zwillinge die ebenfalls Unterstützung aus der Schweiz erhalten). Der Vater war Lehrer in diesem Schulhaus bevor er starb.
25.04.2012 11:55:31 PM - Eintrag: 550
Manchmal gibt es auch Notfälle bei unseren Waisenkindern. Am Freitag 10.2.2012 informierte mich der Leiter unserer Farm, dass Jonas, 4jährig, erkrankt sei und sich in Spitalpflege befinde. Da Jonas keine Mutter mehr hat und der Vater nur selten zuhause ist, fuhr ich sofort in die lokale Krankenstation um mich selbst über seinen Krankheitszustand ein Bild zu machen. Doch Jonas war bereits nicht mehr da...  
25.04.2012 11:58:45 PM - Eintrag: 551
Mit einem Sack von 7 verschiedenen Medikamenten und seinen überforderten Geschwistern fand ich Jonas zu Hause. Ich fragte seine grosse Schwester ob ich Jonas bis zu seiner Genesung zu mir nehmen könne. Sie war sofort damit einverstanden. Ich fuhr dann in die Krankenstation um mir die verschiedenen Medikamente erklären zu lassen. Jonas weinte kein einziges Mal oder wollte gar nach Hause. Nach einer Wocher war Jonas von seiner Malaria genesen und wollte mich nicht mehr verlassen.  
26.04.2012 12:12:18 AM - Eintrag: 552
  Viele unserer Witwen haben von uns einen zinslosen Microkredit erhalten. Diese Kredite bewegen sich zwischen 150 und 300 Franken, je nach Aktivität. Damit können die Frauen ihr kleines Commerce ausweiten und einen grösseren Profit einfahren. Im Bild Marguérite, Mutter von Gloria auf dem Markt in Glo Djigbé.
26.04.2012 12:26:35 AM - Eintrag: 553
 
26.04.2012 12:34:00 AM - Eintrag: 554
Mutter Béatrice hat vor ein paar Monaten ihren Mann verloren und ist für fünf ihrer sieben Kinder verantwortlich. Die andern beiden wurden nach dem Tod des Vaters, einem Freund des Vaters und seiner Schwester anvertraut. Diese Mutter lebt mit ihren Kindern in prekärster Armut. Die Mutter arbeitet auf ihrem Feld und verdient sich etwas Geld mit dem Verkauf von Palmnüssen. Dank einer Patenschaftsunterstützung aus der Schweiz darf auch in diesem Fall ONG Bouge der Familie einen monatlichen Beitrag entrichten.   Die Mutter von Adèle, (Adèle im Hintergrund mit hellblauer Bluse) steht jeden Tag um 04.00 Uhr auf und kocht Essen für die Lastwagenchauffeure, Schüler und Vorübergehende. Auch sie profitiert von einem Microkredit von Bouge. Adèle's Mutter Eugénie arbeitete vorher für 13 000 CFA (CHF 29.-) pro Monat in einem Haushalt in Cotonou. Ihre Kinder durfte sie nur einmal pro Monat sehen. Sie hatte 8 Kinder, 2 sind bereits verstorben, ein Kind lebt bei Verwandten. Sie ist noch für 5 Kinder verantwortlich. Auch ihr Leben und das ihrer Kinder hat sich massiv verbessert seit den Unterstütungsbeiträgen und dem Microkredit von Bouge. Nachdem sie sich finanziell etwas erholt hat, schickt sie alle ihre Kinder zur Schule
26.04.2012 12:40:22 AM - Eintrag: 555
Auch mit dem Verkauf unserer Eier haben sich einige Frauen ihr Haushaltbudget aufbessern können. Sie holen unsere Eier auf der Farm ab und bezahlen uns diese erst nach erfolgtem Verkauf. Der Einkauf von 30 Eiern (1 Plateau) kostet 1850 CFA (CHF 3.-)und sie verkaufen 30 Eier für 2100 bis 2300 (CHF 3.85 bis CHF 4.20)an Konsumenten oder auch an Zwischenverkäufer. Einige der Frauen verkaufen pro Woche bis zu 60 Plateaux. Allerdings wurden die Hühner nun vor Weihnachten geschlachtet und die im Februar gekauften Kücken müssen zuerst wieder 6 Monate alt werden bis sie Eier legen.  
26.04.2012 12:42:47 AM - Eintrag: 556
 
26.04.2012 12:53:50 AM - Eintrag: 557
Dank der Geschwister Keller Stiftung aus der Schweiz durften wir im September vergangenen Jahres bereits zum vierten Mal 70 Waisenkindern die Schulbücher und -materialien sowie ihre Schuluniformen bezahlen.   Die Übergabefeier erfolgt jeweils mit einem kleinen Lunch, einer Ausfahrt und viel begleitender Musik und natürlich fehlten auch Vertreter der offiziellen Stellen, Sozialämter und die Presse nicht.
26.04.2012 12:57:15 AM - Eintrag: 558
  Verhandlung mit Mitarbeitern der französischen Botschaft auf der Farm. Für das Hearing haben wir sämtliche Mitarbeiter versammelt. Wir schrieben 2011 insgesamt 10 Projekte. 4 waren erfolgreich. Das Projekt das 12 jungen Waisen eine zweijährige Lehre ermöglichen soll, ist noch hängig.
26.04.2012 01:04:39 AM - Eintrag: 559
 
26.04.2012 01:08:15 AM - Eintrag: 560
Die Französische Botschaft hat uns Ende November 2011 ihre Unterstützung für das Erstellen
verschiedener Gebäude für die Ausbildung von Waisen zugesichert. Im Januar dieses Jahres
konnten wir mit dem Bau von 4 Gebäuden für 16 Lehrlinge beginnen. Diese sind bereits fast fertiggestellt.
26.04.2012 01:14:38 AM - Eintrag: 561
Zusätzlich hat uns die Botschaft einen Schulungsraum für die Ausbildung inklusive den Möbeln finanziert. Der Rohbau ist auch hier bereits fertiggestellt.  
26.04.2012 01:17:16 AM - Eintrag: 562
  Die Coopération Suisse hat uns 10 Matratzen für die neuerstellten Schlafsäle und 10 Computer für die Auszubildenden zur Verfügung gestellt.
26.04.2012 01:23:58 AM - Eintrag: 563
Ein weiteres, von der Coopération Suisse finanziertes Projekt im Bereich der Kaninchen-Rezensierung ist an der Fertigstellung. Es geht darum den Istzustand der Kaninchenzüchter im Bezirk Atlantique und Littoral festzustellen. Marktabklärungen zu treffen und Vorschläge zur Verbesserung und Ausbildung der Züchter zu unterbreiten.  
26.04.2012 01:38:01 AM - Eintrag: 564
  Praktische und theoretische Zusammenarbeit mit der Universität von Abomey-Calavi im Zusammenhang mit der Ausbildung der Kaninchenzüchter in unserem bisherigen Ausbildungsraum.
26.04.2012 01:48:58 AM - Eintrag: 565
 
26.04.2012 01:58:07 AM - Eintrag: 566
Projekt IFDC (International Fertilizer Development Center), Holland. Dieses Projekt beinhaltet die Unterstützung und Ausbildung der Ananasproduzenten im Bezirk Atlantique und Littoral.   Beratung der Ananasproduzenten bei der Registrierung einer regionalen Genossenschaft mit Statuten und Reglementen und deren Publikation im öffentlichen Handelsamtsblatt. Dieser Schritt ist notwendig um mehr Glaubwürdigkeit und staatliche Unterstützung zu erhalten.
26.04.2012 02:02:02 AM - Eintrag: 567
In diesem Zusammenhang hat unser ONG einen Film mit den Ananas- produzenten und den liierten Akteuren wie(Jusherstellern, Händlern, Exportateuren, Düngermittelherstellern etc.)  
26.04.2012 02:05:13 AM - Eintrag: 568
  Im November 2011 haben wir die defintive Erlaubnis zur Ausbildung von Lehrlingen mit staatlich anerkannten Diplomen vom Ausbildungs- Ministerium erhalten. Da wir nun als offiziell staatlich anerkanntes Ausbildungszentrum gelten,kommen bereits jetzt viele Universitätsabgänger um ihre Thesen im Bereich Viehzucht, (Kaninchen, Hühner, Schnecken etc.) zu schreiben.
26.04.2012 02:08:59 AM - Eintrag: 569
Auch junge Leute aus Europa kommen zu uns um ein Praktikum oder einen Stage bei uns zu machen. Im vergangenen Jahr hatten wir drei junge Leute aus Europa. Julie, eine junge Deutsche hat sich entschlossen, anstelle Ärztin zu werden, Agronomie zu studieren. (ihre beiden Eltern sind Ärzte!). Sie hat auf der Farm ausgezeichnete Arbeit geleistet und wurde von allen hochgeschätzt. In diesem Zusammenhang sind wir einen Zusammenarbeitsvertrag mit der franhzösischen Hilfsorganisation Planète Urgence eingegangen die uns Berufsleute nach Wunsch schicken.  
26.04.2012 02:12:38 AM - Eintrag: 570
 
26.04.2012 02:20:01 AM - Eintrag: 571
Zwischen dem 16. und 18. Dezember 2011 fand die Ausstellung 30 Jahre Coopération Suisse in Bénin statt. Den Ausstellern wurde von der Coopération gratis einen Stand zur Verfügung gestellt. Wir erstellten 3 Weltformatplakate und einen Prospekt über unsere Tätigkeit.   Wir zeigten unsere erfolgreichsten Kaninchen und eine Auswahl von 20 unserer schönsten Peperoncini Pflanzen, viele wollten die Pflanzen vorort erwerben.Unser Stand verzeichnete mit Abstand am meisten Besucher
26.04.2012 02:23:47 AM - Eintrag: 572
Wir haben 200 verschiedene Peperoncini Sorten auf unserem Terrain in Wibatin angepflanzt. Mehr als 75 % davon haben reiche Ernte getragen. Dies war ein voller Erfolg. Die Testversuche laufen weiter.  
26.04.2012 06:03:08 AM - Eintrag: 573
  In Bénin verfügt man lediglich über drei verschiedene Sorten Pfefferschoten und alle sind rot. Unsere haben alle Farben, grün, violett, lila, orange, gelb, aubergine, dunkelbraun ,vanille etc. Nach Abschluss der Testphase werden wir ein diesbezügliches Projekt schreiben. Der Erfolg ist uns sicher.
26.04.2012 06:13:56 AM - Eintrag: 574
Das hiesige staatliche Elektrizitätsgesellschaft hat uns für die Elektrifizierung der Farm einen Vorschlag von 45 Mio CFA (CHF 82 500) ausgearbeitet. Diese Summe ist für uns nicht diskutabel. Solarenergie wäre die korrekte Antwort. Verschiedene Projekte sind in der Ausarbeitung. Wir suchen auch hier einen oder mehrere Sponsoren. Im Moment handelt es sich bei der Abbildung noch um eine Fotomontage.  
01.10.2012 08:13:09 AM - Eintrag: 575
82 Waisenkinder und Irmgard bei der Übergabe der Schulmaterialien  
01.10.2012 08:14:54 AM - Eintrag: 576
  Hier sieht man den Inhalt der Schultaschen. Variiert natürlich je nach Schulstufe. War eine Riesenübung. Zwei der Eltern hatten uns falsche Schulklassen angegeben.Aber die müssen jetzt selber schauen wie sie das alles wieder umtauschen können. Bei einigen Schulstufen mussten wir bis zu 4 verschiedene Verkaufsorte aufsuchen bis alles zusammen war.
01.10.2012 08:15:43 AM - Eintrag: 577
Augustin am Fotografieren, Clément, Virginie und Rémi im "neuen" Saal der Gemeinde. Im Hintergrund alle Kinder und die auf die Verteilung wartenden Schultaschen.  
01.10.2012 08:16:37 AM - Eintrag: 578
  Hermine hat letztes Jahr die Klasse nicht bestanden und musste wiederholen. In einem solchen Fall gibt es kein Geschenk. Sie hat sich dieses Jahr sehr angestrengt um wieder dabei zu sein. Ihr Zwillingsbruder Hermann hatte hervorragende Noten. Ihr Papa war Lehrer und starb von einem Tag auf den andern.
01.10.2012 08:17:05 AM - Eintrag: 579
Ein schöner rosaroter Sack für den Jungen. Wäre bei uns wohl unmöglich. Hier gibt es keine weiblichen Farben...  
01.10.2012 08:17:52 AM - Eintrag: 580
  Nochmals eine Totale mit dem grosszügigen Spender der die 2000 Hefte beigesteuert hat.
01.10.2012 08:24:40 AM - Eintrag: 581
Hier läuft alles bestens. Es wird immer aufregender. Nicht mehr nur ein Event der ansteht! Letzte Woche hatten wir vor allem zwei wichtige Aktionen zu bewältigen: Erstens sind wir gerade daran das Projekt 16 jugendliche Waisen für eine Ausbildung in agro-pastoral auf unserer Farm anzuheuern. Hier wurde mit 6 verschiedenen Départements Social zusammengearbeitet. Der Aufruf zur Einreichung ihrer Unterlagen, aktuelle Zeugnisse, Geburtsurkunden, Wohnortbestätigung und Todesurkunde ihrer Eltern, meistens nur ein Elternteil, erfolgte über die Presse via Dep. Social des Ortes. Diese hatten dann die Aufgabe der Vorevaluierung der entsprechenden Dossiers. Uns wurden die Dossier mit einer entsprechenden Empfehlung des Sozialamtchefs eingereicht. Die Kriterienliste für die Auswahl wurde vorgängig von uns erstellt und mit den Amtsinhabern besprochen. Am letzten Mittwoch haben wir dann zu viert, Augustin, ich und 2 externe alle Unterlagen begutachtet. Wir erstellten vorgängig eine Punkteliste, z. B. Wenn beide Eltern gestorben sind, gab es 20 Punkte, bei einem Elternteil 10 Punkte. Dann spielte auch das Idealalter eine Rolle, zu jung oder zu 'alt' gab ebenfalls Minuspunkte. Der 'lettre de motivation' wurde ebenfalls punktiert. Der Fact ob der entsprechende Jugendliche über Land verfügt, nach Abschluss der Lehre, in unserem Fall ebenfalls sehr wichtig. Leider haben sich nur 2 Mädchen gemeldet. Eins noch sehr jung mit extrem guten Schulnoten. Wir hatten beschlossen Jugendliche unter 18 Jahren zu eliminieren. Ich wehrte mich dann aber enorm für die Aufnahme der 16jährigen und kam damit durch. Denn in unserem Fall wollten wir 8 Mädchen und 8 Jungen. Aber hier sind halt die Mädchen mit 18 oder 20 Jahren in den meisten Fällen bereits verehelicht. Das zweite Projekt war die Übergabe der Fournitures scolaires an 82 Waisen-, Halbwaisen- und verlassene Kinder. Diese Übergabe erfolgte am letzten Freitag 21.9. am Sitz der Mairie von Abomey-Calavi wo auch der unseres ONG's angesiedelt ist. Der 2. Adjoint des Mairs und ein Vertreter der BOA (Bank of Africa) plus 6 ONG Mitarbeiter, 82 Kinder und einige Mütter der Kleinsten waren anwesend. Der Einkauf der Schulmaterialien war eine minutiöse Logistikübung. 10 Schulstufen, inkl. Der Vorstufe der Maternelle. Wie Ihr ja wisst, wurde uns das Geld bereits zum 4. Mal von der Geschwister Keller Stiftung in Frick zur Verfügung gestellt. Zwei Tage vor der Übergabe besuchten uns zwei Vertreter unserer Bank. Wir erzählten ihnen von unserer Aktion und zeigten ihnen die mit Büchern, Heften, Schreibzeug und Uniformen gefüllten Schultaschen. Sie waren extrem beeindruckt (Unser Konferenzzimmer sah aus wie ein Sportsack-Verkaufsladen!). Sie sagten, da müssten sie sich ja schämen, sie gäben jeweils nur Schulhefte. Der Bankdirektor hat dann 2000 Schulhefte zusätzlich überbringen lassen durch einen Vertreter ihrer Bank. Er hatte mir am Telefon nachher bestätigt, dass das erst der Anfang einer Zusammenarbeit sei. Er hätte bereits ihre Stiftung informiert, der Verantwortliche sei noch in den Ferien. Wir haben ihnen erklärt, dass ihre 'Konkurrenz von der SGBBE' (ebenfalls eine Grossbank) uns 35 000 Euro für die Ausbildung von 8 jugendlichen Waisen zur Verfügung gestellt hätte. Das ohne jeglichen Zwang, ein Konto bei ihnen zu errichten! Und sie, die BOA, hätten doch verschiedene Konto vom ONG Bouge? Ich habe nachher eine Flasche Champagner spendiert und Augustin liess Essen für die beteiligten Mitarbeiter kommen. Wir haben gefeiert. (Die Kinder hatten natürlich dickgefüllte Sandwiches und Getränke erhalten).
01.10.2012 08:24:59 AM - Eintrag: 582
01.10.2012 08:40:25 AM - Eintrag: 583
Hier vier Bilder vom Mauerstart. Wir haben nun beschlossen einfach mal anzufangen mit den 75 Metern. Hier ein Bild wie man Backsteine herstellt. Das war beim Bau des Hühnerhauses, deshalb roter Stein. Für die Mauer verwenden wir graue Steine die auf die genau gleiche Weise hergestellt werden.  
01.10.2012 08:40:55 AM - Eintrag: 584
  Die Backsteine sind zum Trocknen ausgelegt. Während dieser Zeit wird das Fundament für die Mauer gegraben. Harte Handarbeit im trockenen, sehr harten Lehm.
01.10.2012 08:41:27 AM - Eintrag: 585
Der Arbeiter hackt das Fundament der Mauer  
01.10.2012 08:42:01 AM - Eintrag: 586
  Wir haben die Kleine in den Graben gestellt um die Höhe besser zu sehen. Hier ist auch das vorläufige Ende der Mauer.
01.10.2012 01:07:12 PM - Eintrag: 587
  Hier die zukünftigen Lehrlinge. Sie sind ein Hauptgrund warum wir so dringend eine Mauer brauchen, um deren Schutz garantieren zu können!
29.11.2012 11:48:18 AM - Eintrag: 588
Im Jahr 2011 formulierten wir ein Projekt für vorzeitig schulentlassene Waisen- und Halbwaisen zur Ausbildung in Landwirtschaft und Unternehmenssführung für Kleinstbetriebe in Bénin. Wir unterbreiteten das Projekt zur Prüfung der Christa Foundation in der Schweiz. Nach deren Stiftungsratssitzung im Dezember 2011 erhielten wir einen abschlägigen Bescheid. Überzeugt von der Idee, unterbreiteten wir daraufhin das Projekt diversen andern Stiftungen.  
29.11.2012 11:55:46 AM - Eintrag: 589
  Im Mai dieses Jahres teilte uns Christa Foundation mit, dass sie unser Projekt nochmals überprüfen würden. Nachdem alle Detailfragen geklärt waren, entschied der Stiftungsrat der Christa Foundation an seiner Stiftungsratssitzung im Juni 2012 unser Lehrlingsprojekt für 8 Lehrlinge zu unterstützen.
29.11.2012 12:21:36 PM - Eintrag: 590
Kurz nach diesem Entscheid erhielten wir von der Stiftung der französischen Bank SGBBE, Paris die Mitteilung, dass sie ebenfalls an der Finanzierung dieses Lehrlingsprojektes interessiert seien.Vielen Detailfragen wurden gestellt und beantwortet. Die Bank zeigte sich bereit 8 weitere Lehrlinge und Praktikanten der Universität Abomey-Calavi, mit der wir seit Jahren einen Kooperationsvertrag unterhalten, und der umliegenden Lyceen zu unterstützen.  
29.11.2012 12:31:37 PM - Eintrag: 591
Die Auswahlkriterien der zukünftigen Lehrlinge wurde in engster Zusammenarbeit mit den Sozialämtern und den Gemeindeverantwortlichen erstellt. An einem Atelier im August 2012 wurden alle Verantwortlichen der 6 ausgewählten Gemeinden über das Lehrlings-Vorhaben von ONG Bouge informiert. In der Presse wurde die Jugendlichen unserer Zielgruppe aufgerufen, ihr Dossier beim Sozialamt zu deponieren. Fünf der sechs ausgewählten Gemeinden Sakété, Pobè, Dangbo, Adjohoun und Bonou schickten uns ihre vorausgewählten Dossiers. ONG Bouge wollte acht jungen Frauen und 8 jungen Männern eine einmalige Chance offerieren. Aber nur zwei jungen Frauen reichten ihre Dossiers ein. In Afrika, vorallem auf dem Land, ist es üblich, dass junge Frauen mit 18 Jahren bereits verheiratet sind.
29.11.2012 12:39:14 PM - Eintrag: 592
  Vom lokalen Spital liessen wir eine Ärztin und zwei Assistenzärzte für den Gesundheitscheck-up der Jugendlichen kommen. Dies ist umso wichtiger, da wir während der Ausbildungszeit auch für die gesundheitlichen Kosten aufkommen müssen. Es gibt hier keine Krankenkassen! Einige der jungen Leute hatten akuten Eisenmangel. ONG Bouge stellt in diesem Fall die medizinische Versorgung sicher.
29.11.2012 12:41:57 PM - Eintrag: 593
Die jungen Leute waren zum Teil um 04.00 Uhr aufgestanden um um 08.00 Uhr pünktlich mit dem von uns organisierten Bus am Sitz von ONG Bouge einzutreffen. Während der zum Teil langen Wartezeit (20 Interviews!) wurden die Lehrlinge mit einem Mittagessen gestärkt.  
29.11.2012 12:56:23 PM - Eintrag: 595
Die 16 Lehrlinge und die drei Lehrlingsverantwortlichen, v.l.n.r. Eric; Chef Centre, Hyacinthe; verantwortlich für die drei Lapinière und den Obst- und Gartenbau, Shérifatou; Lehrlingsverantwortliche vor den neu erstellten Schlafsälen in Sekou. Die Schlafsäle wurden durch die französische Botschaft in Bénin finanziert. Das Timing der Fertigstellung der verschiedenen Bauten und das Eintreffen der Lehrlinge waren optimal.
29.11.2012 01:04:40 PM - Eintrag: 596
29.11.2012 01:16:16 PM - Eintrag: 597
Die für dieses Projekt engagierte Mitarbeiterin Shérifatou bei den Vorbereitungen der Verteilung der Kissen, Leintücher, Moskitonetze etc. Shérifatou war in den letzten 2 Jahren in einem analogen Projekt die Lehrlinsverantwortliche. Jenes Projekt konnte nach Projektablauf mangels Finanzen nicht weitergeführt werden.  
29.11.2012 01:22:26 PM - Eintrag: 598
 
29.11.2012 01:26:48 PM - Eintrag: 599
Alle Materialien sind gefasst. Die Lehrlinge hatten das Centre Bouge nie zuvor gesehen. Alles ist neu für sie. Die meisten von ihnen, sind zum ersten Mal von zu Hause weg. Unsere Lehrlinge sind zwischen 18 und 25 Jahre alt. Viele von ihnen hatten zum Teil lange Schulunterbrüche beim Tod eines oder beiden Elternteile. Man kann die jungen Leute hier nicht mit Gleichaltrigen in Europa vergleichen!  
29.11.2012 01:32:25 PM - Eintrag: 600
  Informations-Veranstaltung im Centre Bouge in Sekou. Auch diese "Paillote de Formation" wurde von der französischen Botschaft in Bénin gerade eben fertiggestellt. Das Inventar wurde ebenfalls durch die Botschaft finanziert. Wir hatten zum Zeitpunkt der Projekteingabe noch keine Ahnung, wie schnell wir die neu erstellten Räumlichkeiten mit Leben füllen könnten. Doch alles lief wie am 'Schnürchen'.
29.11.2012 01:36:41 PM - Eintrag: 601
  Von links nach rechts, die Lehrlingsverantwortliche Shérifatou, in der Mitte der Chef des Ausbildungszentrums; Eric, rechts aussen; Hyacinthe der Verantwortliche für die Kaninchen und den verantwortlich für die Kaninchen und Obst- und Gemüseanbau.
29.11.2012 01:41:29 PM - Eintrag: 602
  Da das Centre Bouge noch nicht über eine 'korrekte' Küche verfügt, haben wir improvisiert und diese Bambusküche im afrikanischen Stil erstellt. Die französische Botschaft hat unser Problem erkannt und unserem Anliegen nach einer Küche mit Kantine Folge geleistet. Bis im Januar 2013 sollte auch diese Gebäude erstellt sein.
29.11.2012 01:42:24 PM - Eintrag: 603
Meist findet die Verpflegung im Freien statt. Bei Regenwetter wird vorläufig im Schulungsraum gegessen.
29.11.2012 01:45:59 PM - Eintrag: 604
 
29.11.2012 01:51:53 PM - Eintrag: 605
 
29.11.2012 01:55:59 PM - Eintrag: 606
Links: Einzug im soeben fertiggestellten Schlafsaal der jungen Frauen. (Sie sind räumlich 3 Hektaren von den Männern getrennt!. Im Centrum gibt es einen Nachtwächter für die Frauen und einen für die Männer. Rechts: Schlafsaal der jungen Männer. Sie schlafen zu viert in einem Zimmer. Das ist in Afrika überhaupt kein Problem. Zwei sollten alleine in einem Raum schlafen, sie fragten uns ob sie nicht mit ihren Kollegen das Zimmer teilen dürften!
29.11.2012 02:06:04 PM - Eintrag: 607
Emanuelle und Rita frisch geschoren. Beide hatten sehr hübsche Frisuren, aber die Verantwortlichen erklärten dass es sich nicht gehöre hübsche Frisuren zu tragen und sehr viel Zeit und Geld darin zu investieren. All meine Proteste nützten nichts. Die jungen Frauen unterzogen sich problemlos dem Entscheid der Verantwortlichen. Alle Lehrlinge haben ein grünes Tenu für die Arbeit und eines für den Theorieunterricht. Hier hatten wir allerdings ein unvorhergesehens Problem. Die Frauen wollten lieber Röcke tragen.  
29.11.2012 02:19:59 PM - Eintrag: 609
Die Lehrlinge stehen um 6.15 Uhr auf. Um 07.00 Uhr beginnt die praktische Arbeit bei den Kaninchen, den Hühnern oder im Garten. Nach 2 Stunden ist eine Stunde Pause mit Frühstück und Kleiderwechsel angesagt. Um 10.00 bis 13.00 Uhr findet jeder Tag theoretischer Unterricht nach einem genau vordefinierten Programm statt. Zum Teil sind es externe Spezialisten die die Kurs halten.  
29.11.2012 02:27:56 PM - Eintrag: 610
  Ab 13.00 Uhr warten unsere zwei Köchinnen mit dem Mittagessen auf. Der Menuplan wird zusammen mit den Lehrlingen erstellt. Im Anschluss an das Mittagessen ist wegen der grossen Hitze Ruhepause bis 15.00 Uhr. Wiederaufnahme des Unterrichts um 15.00 bis 17.00 Uhr. Im Anschluss noch eine Stunde Mithilfe bei den diversen praktischen Arbeiten.
29.11.2012 02:31:35 PM - Eintrag: 611
Wir wurden von den Verantwortlichen auf die Unpünktlichkeit der Lehrlinge aufmerksam gemacht. Hier musste ich den Tarif durchgeben!!! Dafür sei ich als Europäerin besonders geeignet. Augustin hat dann aufgrund seiner erst kürzlich abgeschlossenen, afrikanischen modernen Management-Schulung nachgedoppelt.  
29.11.2012 02:43:17 PM - Eintrag: 612
  Um den Unterricht lebendig zu gestalten haben wir Verträge mit kompetenten, externen Professoren der Universität von Abomey-Calavi abgeschlossen. Hier ein Schulungstag über die unterschiedlichen Bodenqualitäten in Südbénin. Eigentlich wollte ich nur eine Stunde bleiben. Konnte mich dann aber nicht trennen und blieb bis am Abend. Es war ein lebendiger und super interessanter Tag. Die Jungen fanden es ebenfalls megaspannend. Aufgrund der Medieninformationen im Radio haben uns diverse Eltern angefragt, ob sie ihre Kinder auch zu Bouge in die Lehre bringen könnten. Wir hatten noch zwei Schlafplätze frei und nahmen noch zwei zusätzliche junge Frauen, gegen eine bescheidene Bezahlung des Essens bei uns auf.
29.11.2012 02:46:43 PM - Eintrag: 613
  Jeden Donnerstag ist Informatik angesagt. Hier Einführung durch einen externen Spezialisten in allgemeine Computertechnik. Später werden die Jungen auf Word, Excel und Powerpoint-Programme gedrillt. Viele von ihnen sitzen das erste Mal vor einem Computer. Selbst an den Universitäten sind keine Computer verfügbar! Neun Computer wurden uns durch die Coopération Suisse in Bénin zur Verfügung gestellt.
29.11.2012 02:51:02 PM - Eintrag: 614
Praktischer Unterricht in Obst- und Gemüsebau. Hier wird das von der Schweiz eingeführte Gardena-System vorgeführt.  
02.01.2013 01:24:44 PM - Eintrag: 615
 
02.01.2013 01:28:28 PM - Eintrag: 616
  Afrikanische Weihnachtsdekoration!!!!
02.01.2013 01:34:02 PM - Eintrag: 617
Am 24.12.12 um 14.00 treffen die Kinder am Hauptsitz in Calavi ein. Alle sind erstaunlich pünktlich. Eine Mutter hat sich allerdings erlaubt,nebst ihren 4 Kindern noch 3 weitere Kinder mitzubringen. Es habe ja noch soviel Platz gehabt im Taxi und diese Kinder könnten sonst nicht Weihnachten feiern. Das ist eben die andere Mentalität, ich habe noch viel zu lernen!  
02.01.2013 01:37:14 PM - Eintrag: 618
  Unsere Waisenkinder werden im Centre Bouge in Sekou von andern Kindern aus dem Dorf mit einer kleinen Darbietung empfangen.
02.01.2013 01:42:48 PM - Eintrag: 619
Unsere Kinder haben das Centre Bouge in Sekou noch nie gesehen. Da die Sonne noch so heiss vom Himmel brannte, präsentierte ihnen Augustin die Kaninchen, Hühner, Fische und die Schnecken sowie den Garten. Die Kinder zeigten sich sehr interessiert.  
02.01.2013 02:04:07 PM - Eintrag: 620
  Der Direktor von ONG Bouge, Augustin Faton erklärt hier den Kindern wieso es so wichtig ist, das Gemüse selbst anzupflanzen auch wenn nur ein kleines Stück Erde dafür vorhanden ist. In der Zeitung "Le Progres" vom 13.12.12 wurde ein Teil einer Studie publiziert, diese zeigt deutlich die Probleme der in Bénin verkauften Früchte und Gemüse auf. So werden z.B. über 20 Pesticide in der Landwirtschaft verwendet, 3 davon sind erlaubt. 57.4 % der Landwirte sind Analphabeten und sie verstehen nicht, was auf den Packungen steht. Die grösseren Kinder haben das Problem sicher verstanden.
02.01.2013 02:24:21 PM - Eintrag: 621
Inzwischen ist die gemietete Technik bereit und die Gäste werden aufgefordert Platz zu nehmen. Ich darf über 100 geladene Gäste begrüssen und natürlich ist auch das ganze Dorf anwesend. Es wurden allerdings lediglich die 8 Dorfältesten zu diesem Anlass eingeladen.  
02.01.2013 02:31:49 PM - Eintrag: 622
  Insgesamt durften wir 55 unserer Waisen- und Halbwaisenkinder empfangen. Dank einer Spende von Postauto Schweiz und einem Schweizer Kinderfreund durften wir allen Kindern neue Kleider für das Weihnachtsfest nähen lassen. Kinder aus "normalen" Familien erhalten zu Weihnachten und zu Ostern neue Kleider. Dies ist für Witwenmütter mit mehreren Kindern meist ein Ding der Unmöglichkeit.
02.01.2013 02:37:49 PM - Eintrag: 623
Unsere 19 Lehrlinge, alles Waisen- oder Halbwaisen ebenfalls in ihren neuen Kleidern. Sie fühlen sich sehr wohl bei Bouge und man würde kaum glauben, dass diese Gruppe erst seit 3 Monaten zusammen gehört. Sie haben ohne unser Wissen Theater- und Musikstücke für diesen Weihnachtsabend eingeübt. Es war eine sensationelle Darbietung. Das meiste in Fon, Ghoun oder Jerouba. Wir haben da einige Talnte unter unseren Jungen!  
02.01.2013 02:50:27 PM - Eintrag: 624
  Die Mitarbeiterzahl von Bouge wächst mit ihren Aufgaben. Wir sind nun 16 Leute, von links nach rechts: Papa Clément Mitarbeiter bei den Kaninchen, Armel, David (der Sohn von Papa Clément),zuständig für die Hühner, die beiden Köchinnen, der erste Nachtwächter Sylvèstre, Eric der Leiter des Centre Bouge, Noël der zweite Nachtwächter, Théodore zuständig für Garten und Elektrisch (gelernter Elektriker), Chérifatou Lehrlingsverantwortliche, Clément Chauffeur und "Mädchen für alles" Hyacinthe der Verantwortliche für die Kaninchen (Mitarbeiter bei Bouge seit 2007) und Rémi Projektleiter.
02.01.2013 03:00:11 PM - Eintrag: 625
Die acht Dorfältesten. Es ist ganz klar in einem kleinen Dorf wie dem unseren, dass sie eingeladen werden und ein Geschenk erhalten. Das kann eine Flasche Soulabi (gebrannter Schnaps) sein. Wenn ein Problem auf der Farm mit den Mitarbeitern aus dem Dorf oder den Dörflern selbst (Diebstahl oder ähnliches) auftaucht, geht man nicht zur Polizei, sondern versucht das Problem mit den Dorfältesten zu besprechen. Diese versammeln dann die verschiedenen Parteien. Der Kläger bringt seine Klage vor und der Angeklagte teilt seine Version mit. Diese Männer haben in unserem Fall noch immer eine Lösung für jedes Problem gefunden. Ihr Urteil wird respektiert und ist sehr wirkungsvoll.  
02.01.2013 03:04:17 PM - Eintrag: 626
 
02.01.2013 03:08:07 PM - Eintrag: 627
 
02.01.2013 03:10:20 PM - Eintrag: 628
 
02.01.2013 03:12:26 PM - Eintrag: 629
 
02.01.2013 03:27:02 PM - Eintrag: 630
  Es wurde getanzt und gesungen. Und das nicht nur von den Jungen. Ihr könnt Euch kaum vorstellen. Kein Fernsehene. keine Kulturveranstaltungen wie Theater, Kino etc. Ab 19.00 Uhr befindet sich das ganze Dorf im Dunkeln. Wir produzieren unser Licht noch immer mit dem Dynamo da das grosse Electro-Aggregat so viel Diesel benötigte, mussten wir auf eine einfachere Stromproduktion umstellen. Wir haben unzählige Gänge zur Administration unternommen und hoffen ganz fest, dass 2013 die "Erleuchtung" wahr wird.
02.01.2013 03:29:47 PM - Eintrag: 631
 
02.01.2013 03:33:43 PM - Eintrag: 632
 
02.01.2013 03:41:30 PM - Eintrag: 633
  Inzwischen hat es Durst gegeben und sicher auch Hunger. Wir unterbrechen also die Theatervorstellung und rufen zum Essen auf. Ein "Partyservice" hat alles bestens vorbereitet und wir müssen nur darauf achten, dass sich nicht alle gleichzeitig auf das Essen stürzen. Die Kleinen werden bedient und die Grossen müssen diesmal warten. Leider waren wir alle so beschäftigt, dass es vom Essen keine Bilder gibt.
02.01.2013 03:48:09 PM - Eintrag: 634
Isaï mein grosser Verehrer seit meiner Pflege seiner Verbrennungen. Er folgt mir auf Schritt und Tritt und trägt brav mein Fotoetui mit. Die Kinder die durch Euch eine Parrainage haben entwickeln sich prächtig. Auch ihre Schulleistungen haben sich massiv verbessert. Wir können bei vielen bereits auf 4 Jahre Unterstützung zurückblicken.  
02.01.2013 03:51:01 PM - Eintrag: 635
  Dank der grosszügigen Spende von Postauto durfte jedes Kind ein Geschenk in Empfang nehmen.
02.01.2013 03:56:09 PM - Eintrag: 636
Die Dorfbewohner konnten sich nicht so schnell trennen. Obwohl wir ihnen weder zu essen noch zu trinken offerieren konnten blieben sie und tanzten mit unseren Mitarbeitern und Lehrlingen bis in die Früh.  
10.04.2013 04:10:38 PM - Eintrag: 637
  Nach dem Besuch von Nicolas in Bénin lancierte er das 1metermauer Projekt für unser Centre de Formation in Sékou. Sofort haben sich viele Spender an diesem Projekt beteiligt. Anfangs Oktober 2012 begannen wir mit dem Fundament der Mauer und der Backsteinproduktion.
10.04.2013 08:17:46 PM - Eintrag: 638
 
10.04.2013 08:33:41 PM - Eintrag: 639
 
10.04.2013 08:38:35 PM - Eintrag: 640
 
10.04.2013 08:39:39 PM - Eintrag: 641
Dass man die Schriftabstände, Höhen und Breiten misst bevor ich mit Kreide vorzeichnete, war schon ein Novum hier. Alles ist viel spontaner und Genauigkeit ist nicht so wichtig, Hauptsache ist ein schnelles Resultat.
10.04.2013 08:48:14 PM - Eintrag: 642
 
10.04.2013 08:55:12 PM - Eintrag: 643
 
10.04.2013 09:03:31 PM - Eintrag: 644
 
10.04.2013 09:07:44 PM - Eintrag: 645
 
10.04.2013 09:12:06 PM - Eintrag: 646
 
10.04.2013 09:14:47 PM - Eintrag: 647
 
10.04.2013 09:17:03 PM - Eintrag: 648
  Es ist wie auf dem Bau, einer arbeitet und die andern schauen zu. Aber effektiv wollten am Anfang alle zum Pinsel greifen, Das hätte ein ziemliches Durcheinander gegeben. Aber vielleicht wäre auch das interessant gewesen; sozusagen ein afrikanisches Typo-Graffiti.
10.04.2013 09:19:19 PM - Eintrag: 649
 
11.04.2013 11:16:28 AM - Eintrag: 650
  An Weihnachten war unser Freund Bun Chung zu Besuch bei ONG Bouge. Auch er hat sich auf der Mauer verewigt.
11.04.2013 11:21:56 AM - Eintrag: 651
 
11.04.2013 11:29:18 AM - Eintrag: 652
 
11.04.2013 11:51:35 AM - Eintrag: 653
 
11.04.2013 03:27:16 PM - Eintrag: 654
  Mit dem Beitrag von Bernd Vos durften wir die Mauer bis zu den Kaninchenhäusern auf der linken Terrainseite abschliessen. Weitere anonyme Spender haben uns 20 Meter geschenkt. Damit konnte die Mauer die das Dorf und ihre Tiere von uns abtrennen, in Angriff genommen werden. Es fehlen auf dieser Seite noch 69 Meter bis zum Eingang. Die Westseite die noch zu schliessen ist beträgt 266 Meter. Bitte helft uns weiterhin. Herzlichen Dank
31.12.2013 11:08:01 AM - Eintrag: 656
Schon im November begannen unsere Kinder zu fragen ob es denn ein Weihnachtsfest gäbe. Das brachte mich dann ziemlich in Bewegung und ich schrieb Euch den Wunschzettel der Kinder für ihre Geschenke. Ich dachte wenn schon kein Fest, wenigstens ein Geschenk  
31.12.2013 11:29:07 AM - Eintrag: 662
  2. Und viele von Euch haben spontan reagiert und Geld für die Weihnachtsgeschenke überwiesen. Habt vielen Dank dafür. Hier gibt es dafür genau drei Möglichkeiten. Entweder ihr kauft auf dem Markt in Cotonou ein, das ist dann viel billige Plastikramschware. Oder im Supermarché, das sind dann alles importierte Artikel mit Transport und Zollgebühren und deshalb sind die Geschenke teurer als bei uns oder aber es gibt noch 'den Chinesen'. Wenn Du Glück hast findest Du beim Kauf per Dutzend was Vernünftiges. Wir haben eine Mixture von all dem vorgenommen und interessante Geschenke gefunden. Radios mit Batterien (viele unserer Kinder haben kein Elektrisch, Lederbälle, Pseudocomputer, Zeichenblöcke und Farbstifte, Barbys für die Kleinen, Autos und Schulbusse für die kleineren Jungs etc. 12 Jugendliche im Alter von 18 und mehr Jahren erhielten 'une enveloppe' mit 25 Franken zum Selbstkauf ihres Geschenkes.
31.12.2013 11:30:37 AM - Eintrag: 663
Calleta ist ein Kinderweihnachtsbrauch in Bénin. Die Kinder verkleiden sich mit Baströcken und ziehen sich Masken über. Sie pilgern von Haus zu Haus und bitten um eine 'milde Gabe'. Dies kann ein Teller mit Essen sein oder aber Kleingeld. Sie sind mit wenig zufrieden. Einer spielt den Kassier, am Schluss wird geteilt  
31.12.2013 11:34:01 AM - Eintrag: 664
  Meine Mitarbeiter erklärten mir, dass hier das Fest wichtiger sei als die Geschenke und fast so wichtig wie ein neues Tenü. Ich erklärte, dass wir kein Geld hätten für ein Weihnachtsfest und dass wir die Geschenke mit dem Stoff bei der Übergabe des Patenschaftsbeitrages verteilen würden. Doch oh Wunder, am nächsten Tag meldete sich ein edler Spender aus Deutschland. Ich erklärte, dass wir diesmal halt alles selber kochen müssten und keine Musik und Theatergruppen organisieren könnten. Doch schon am nächsten Tag meldete sich ein grosszügiges Ehepaar aus Basel. So schnell kann sich manchmal das Visualisierte umsetzen! Auf dem Foto sind Mutter Nicole, Claudine die Waise die bei mir lebt und die Sekretärin am Rupfen unserer Hühner.
31.12.2013 11:35:58 AM - Eintrag: 665
Unsere beiden Köchinnen Martine und Léance bei der Vorbereitung. Die vier Frauen haben 2 Tage ununterbrochen vorbereitet und gekocht. Ich allerdings konnte nach den Bildern kein Poulet mehr essen.  
31.12.2013 11:40:45 AM - Eintrag: 666
 
31.12.2013 11:42:23 AM - Eintrag: 667
Die männlichen Mitarbeiter interessierten sich mehr für den Fischfang im eigenen Teich. Der Chef Center hat uns diese zu reduziertem Preis verkauft! Schliesslich hätten wir von der Direction auf Eigenrendite gepocht!   Der Fischfang war erfolgreich. Wir haben 150 Fische bestellt. Das Center muss sich selbst tragen und so ist es nur verständlich, dass wir nun dafür 'die Rechnung' erhalten!
31.12.2013 11:44:29 AM - Eintrag: 668
Es handelt sich bei den Fischen um Tilapia. Sie wählten nur die grösseren aus, die Kleinen durften wieder baden gehen. Eric der Chef Centre übernahm selbst die Triage. Hier essen die Leute, falls möglich, fast jeden Tag Fisch.  
31.12.2013 11:51:46 AM - Eintrag: 669
  Anstelle eines Empfangskomitees überraschte uns ein Pantomime am Eingang zum Centre Bouge.
31.12.2013 11:55:44 AM - Eintrag: 670
  Von links nach rechts die Mitarbeiter Théodore, Armel, Rémi, Carlos, Augustin im neuen Outfit. Hier nehmen die Leute jede Gelegenheit wahr, sich in neue Kleider zu stürzen. Sie lieben es die Zusammengehörigkeit durch gleiche Kleider zu demonstrieren. Das Weihnachtsgeschenk von Augustin und mir an unsere Mitarbeiter. Leider konnten Virginie und Chérifatou und Papa Clément nicht an der Feier teilnehmen.
31.12.2013 12:03:08 PM - Eintrag: 671
Begrüssung der Anwesenden durch Augustin und mich. 78 Waisen- Halbwaisen oder verlassene Kinder, 15 Mütter, 1 Vater, 1 Onkel, eine Tante, eine Grossmutter 10 Dorfälteste, 10 Musikanten, 4 Tänzerinnen, eine Theatergruppe, 2 Tontechniker, 3 Chauffeure 15 der 18 Mitarbeiter sind anwesend und ihre Freude überstrahlt bereits den Beginn  
31.12.2013 12:04:50 PM - Eintrag: 672
  Hyacinthe, einer meiner längsten Mitarbeiter, hat ein rührendes Gedicht für mich als 'Marraine' der Kinder geschrieben und liess es durch Alexandre, einen unserer Schützlinge, vortragen. A Toi Mamie Indispensable Mamie, Mamie à nous Orphelins et Enfants vulnérables (OEV) Toi qui, par courage et détermination as pensé à la réussite de la jeunesse béninoise en nous prenant en charge quand bien même nos grands parents, oncles, tantes, grands frères et grandes s'urs sont. Parfois capable de porter ce lourd fardeau. Depuis que tu as appris le degré de notre souffrance, tu t'es résolument engagée. Dans un rude combat pour notre liberté. Tu as cru, malgré l'accablement sans cesse, d'une grossesse qui dure neuf lunes, un accouchement dont tu te souviendrais, dans la mesure où, douloureuse est l'épreuve. Quelle patience pour y parvenir ! Toi qui as sans doute amélioré notre survie, grâce à tes qualités de brave femme, grâce à ton amour et à ta générosité. Tel un arbre, tel son fruit. Juste, un bout de temps encore, à toi mamie, et, au mérite, tu dégusteras le fruit de l'arbre que tu as par sacrifice planté. Voici ton cadeau : Le ciel est vaste mais l'aigle connaît son chemin, la mer est tumultueuse mais le bateau trouve sa route, le rocher est dur mais les racines de l'arbre s'enfoncent, de même, quelle que soit les vissicitudes et les situations désastreuses de la vie, DIEU te fera toujours un chemin. Adjaho T. Hyacinthe
31.12.2013 12:06:03 PM - Eintrag: 673
Claudine ist seit 12jährig Vollwaise und lebt seit letztem Sommer bei mir. Sie hat mich tatkräftig bei allen Vorbereitungen unterstützt.  
31.12.2013 12:08:52 PM - Eintrag: 674
Kayi unsere neue Sekretärin mit Noé!  
31.12.2013 12:11:12 PM - Eintrag: 675
 
31.12.2013 12:11:59 PM - Eintrag: 676
Präsentation der Tanzgruppe 'Océan'   Hübsche afrikanische Studentinnen tanzen einheimische Tänze
31.12.2013 12:25:00 PM - Eintrag: 677
Ihre Akrobatik reicht noch nicht ganz für einen Auftritt beim Circus Knie, aber unsere Kinder hatten ihren Spass daran.  
31.12.2013 12:26:20 PM - Eintrag: 678
 
31.12.2013 12:28:02 PM - Eintrag: 679
Cléments Theater-Gruppe 'Ave Maria' überzeugte die Kinder und ihr fröhliches Lachen zeugte von viel Spass.   Es handelt sich um Themen des afrikanischen Alltags. Jeder kann sich selbst darin erkennen und das macht die Geschichte so spassig.
31.12.2013 12:28:58 PM - Eintrag: 680
Natürlich durfte eine live Musiktruppe nicht fehlen.  
31.12.2013 12:32:18 PM - Eintrag: 681
Die Mütter unserer Waisenkinder schätzten das Weihnachtsfest genauso wie die Kleinen. Diese Mütter arbeiten hart, Vergnügungen gibt es keine in den Dörfern. Hier Mutter Jocelyne mit ihren 4 Kindern. Sie ist erst 27 und hat schon die alleinige Verantwortung für ihre grosse Familie.  
31.12.2013 01:18:40 PM - Eintrag: 682
  Unsere Kinder Yvonne,Jocely, Sylvia und Roberto
31.12.2013 01:22:09 PM - Eintrag: 683
Der Witwer Rufin mit seinen 6 Kindern von denen Marie-Angela seit kurzem von einer Parrainage von Bouge profitiert.  
31.12.2013 01:23:43 PM - Eintrag: 684